Friday, December 21, 2007

On the night train

Moinmoin, bin auch mal wieder da. Wenn schon 20 Leute die Woche auf mein Blog schauen, muss ich ja doch ab und zu was tippen ;-) Bin grade auf dem Heimweg aus Duesseldorf, kein One-Eyed-Date sondern Guildo Horn Konzert. Sehr lustig, und waer sicher noch laenger lustig gewesen, wenn die Zuege nach Aachen ein bischen laenger fahren wuerden. Aber man kann nicht alles haben.

Das abendteuerlichste war allerdings sowieso die Hinfahrt. Nach dem Familiennachmittag im Apollo bin ich in der parentalen Luxuslimousine zum Bahnhof kutschiert worden, immer begleitet von den irrefuehrenden Anweisungen des Navis (das waer vom Apollo zum Bahnhof am liebsten ueber Berlin gefahren, ehrlich), en verzueckten Ausrufen vom Beifahrersitz ("Oh! Da ist der Gueterbahnhof!" - "Schau nur, die schoenen Palmen" - "Da! Ein Auto!") und meinen bestimmenden Zwischenrufen wie "Auf dem Schild steht Bahnhof. Ignorier das Navi und bieg hier ab! Sofort!". Irgendwann sah mir die Gegend verdaechtig nach Hinterausgang von Duesseldorfer Bahnhof aus und ich bin dem babylonischen Stimmengewirr entfleucht. Als ich erstmal draussen stand, hab ich noch kurz ueberlegt, ob ich mal einen der offiziell rumstehenden Gruenuniformierten fragen soll, ob hier wirklich der Bahnhof ist, aber ich musste zum Glueck gar nicht lange suchen, bis ich den Eingang gefunden hab.

Im Bahnhof war dann Rucksack wegschliessen angesagt. Geht ja keiner mit dem Laptop zum Guildo Horn Konzert, nicht mal ich. Ich also zu den Schliessfaechern, Bedienungsanleitung lesen und Rucksack abstellen, um Geld rauszukramen. Und waehrend ich da so stehe, ungefaehr einen halben Meter vor der Schliessfachwand, kommt ein Typ mit ein paar Tueten, stellt sich direkt vor mich und faengt an, seinen Kram einzuraeumen, als haett er das vor schon vor Monaten gebucht. Ich mein, kein Thema, war ja genug frei, die Haelfte der Faecher hatte mich schon gruen angeblinkt bevor ich mir einen Platz zum Geldsuchen gesucht hatte, aber ich stand auch nicht grade direkt vorne am Anfang der Schliessfachreihe. Also wie bitte kommt dieser hirntote Tuetentraeger dazu, ausgerechnet vor meiner Nase seinen Stauraum fuers Leben zu erwaehlen? Ich glaub, manche Leute draengen sich einfach vor, weils geht (sprich, weil irgendwo jemand steht, vor den man sich stellen kann), nicht weil sie sonst warten muessten. So wie die komische Tusse neulich bei Heinemann (hab ich das gebloggt? Gleiche Geschichte, fand nur an der Kasse eines Moenchengladbacher Edelschokolosedealers statt). Oder die Leute sind einfach so blind, dass sie gar nicht merken, dass um sie rum noch andere Lebewesen existieren. So wie der Vogel, der jeden Morgen mit dem gleichen Zug (und Bus) faehrt wie ich. Null Raumgefuehl, wenn der irgendwo steht, nimmt er pauschal die groesstmoegliche Raummenge ein (obwohl ein normal gebaut ist) und wenn er in meine Naehe kommt schafft er es immer, mich mit seiner Laptoptasche anzurempeln. Ich glaub nicht, dass er das mit Absicht tut, aber er rafft einfach nicht, dass er nicht allein auf der Welt ist.

War noch was? Ach ja, hab versucht, am Bahnhof Duesseldorf eine Fahrkarte nach Moenchengladbach zu loesen, weil ja von MG nach AC meine Wochenkarte noch gilt. Ich tipp also brav all meine Reisedaten ein, und nachdem ich dem Automaten haarklein erklaert hab, dass ich nach Moenchengladbach will, eine Bahnkack25 fuer die zweite Klasse hab, in der ich zu reisen gedenke, nur eine Person bin, die mit jedem Zug faehrt der kommt, aber erst nach Mitternach und ich nicht nach Duesseldorf zurueckfahren will, da, und erst da, erklaert der Automat mir, dass so eine Fahrt innerhalb des Verkehrsverbundes so nicht buchbar ist. Ich muesste Abbruch und Nahverkehr druecken. Wohlgemerkt, der Automat fragt als allerallererstes, wohin ich will, danach kommen die Details. Vielleicht gibt's ja irgendeine Variante von Fahrkarte von Duesseldorf nach Moenchengladbach, die man mit dem normalen Fahrkartenkaufprogramm tatsaechlich kaufen kann. Sowas wie Hinfahrt mit Frau und zwei Kindern zwischen 14:32 und 15:13, wenn die Frau ne Bahnkack 50000 hat und die Kinder unter 17 sind und die Rueckfahrt fruehestens am 23sten und spaetestens am 17ten Tage vor der Hinfahrt mit einem Intercity stattfindet, in dem der Lokfuehrer am Tag der Hinfahrt einen eigenen Tarifvertrag mit Zusatzzahl im Lotto gewonnen hat. Haben wird. Oder so. Muss ich mal gelegentlich ausprobieren. Naja, aber jedenfalls gabs nach Druck auf 'Abbruch' keine Taste mit 'Nahverkehr' auf dem Scheissautomaten, also bin ich zum Reisecenter und hab die Karte da von Hand gekauft. Merken fuers naechste Mal: Karte Duesseldorf - Erkelenz mit Bahncard ist billiger als Duesseldorf - MG ohne Bahncard. Immerhin war der Bahnbedienstete am Schalter freundlich und sehr hilfsbereit. Wenn also die Revolution kommt und alle Bahnangestellten an die Wand gestellt und erschossen werden, werde ich mich persoenlich fuer den freundlichen Menschen einsetzen, damit er nur lebenslaenglich kriegt - immerhin arbeitet er fuer diesen Saftladen, ein bischen Strafe muss schon sein.

Friday, April 27, 2007

Das Wunder von Shanghai

Nun sitz ich hier. Der Koffer ist gepackt, rappelvoll bis zum Rand und nix geht mehr. Was einiges mit meinen chinesischen Kollegen zu tun hat, die mir noch schnell einen halben Kubikmeter Geschenke in den praktischen Chinaboxen ueberreicht haben, die es hier fuer alle Geschenke so gibt. Natuerlich hat jede Box eine andere Groesse, damit es nicht ganz so trivial wird, die im Reisegepaeck unterzubringen.

Aber was soll ich sagen. Ich habs geschafft. Fast alles in den Koffer gestopft bis er platzte, zweimal draufgesprungen und dann ging er zu. Der einzige Wermutstropfen war dann aber leider kein Wermut, sondern Whisky. Der stand naemlich noch draussen. Hab lange hin und herueberlegt, ob man einen 16jaehrigen, doppeltgereiften Lagavulin in der numerierten Distillers Edition hier so halbvoll fuers Personal stehen lassen kann und dann schweren Herzens beschlossen, das Risiko von 20 Kilo Waesche mit Whiskyaroma in Kauf zu nehmen. Also den ganzen Koffer nochmal vorsichtig abgestastet und -geklopft, auf Hohlraeume untersucht, umgeschichtet und tatsaechlich die Flasche noch reingekriegt.

Morgen in der Bahn freun die sich sicher, wenn ich da eine Alkoholfahne morgens um 7 hinter mir herziehe...

In diesem Sinne verabschiede ich mich dann mal aus China, hoffe das Lesen hat Euch ein bischen Spass gemacht und sag mal bis bald im echten Leben.

Euer Joern

Thursday, April 26, 2007

Letzter Tag

So. Nun bin ich offiziell weniger als 24 Stunden hier. Kopfschmerzen weg, Fieber weg, nur doof das ich wegen dem Scheissdurchfall kaum zum Bloggen komme. Ein ewiger Kreislauf ist das hier, Shanghais Rache (wie das hier so schoen heisst) erdulden, Rehydrationsloesung zusammenmixen, austrinken, paar Minuten warten und gleich wieder ab ins Bad. So schnell kann ich gar nicht Fluessigkeit nachkippen...

So. Und jetzt denken wir mal dran, wie schoen das waer, um diese Zeit einfach mal nur zu schlafen.

Scheisse.

Tuesday, April 24, 2007

Sick Day

Heute morgen hat's keinen Spass gemacht, den Kopf zu bewegen, jedenfalls nicht zu schnell. Deshalb hab ich mich im Buero abgemeldet, ein Kilo Paracetamol eingeworfen und mich wieder ins Bett gelegt. Und bei einem so schoenen Tag unter der Bettdecke hatte ich viel Gelegenheit, die aktuelle Staffel 24 nachzuholen, wovon ohne mein Wissen schon 19 Folgen auf dem Markt waren. Ich erzaehl jetzt aber nicht, wie das war, weil die Serie diesmal so mies ist, dass es schon fast weh tut. Und trotzdem muss man immer noch eine Folge gucken. Und wer jetzt sagt, ich muesste ja nicht gucken, dem werf ich Big-Brother-Fanschaft vor.

Oh, falls es jemand interessiert, was in der Serie passiert, hier gibt's eine hervorragende Zusammenfassung jeder Folge:
http://why24sucks.blogspot.com

Thursday, April 19, 2007

Fuehrungsqualitaeten

Frisch aus dem Mund einer Teamfuehrungspersoenlichkeit:

"Wir koennen das Problem nur auf zwei Arten loesen. Die dritte habe ich nicht verstanden und mag sie deswegen nicht."

Sinngemaess aus dem chinenglischen uebersetzt.

Kater


Konnte heute morgen wegen Kater nicht arbeiten... ;-)

Tuesday, April 17, 2007

Total beknackt

Nee, nicht die Chinesen. Ich, diesmal. Steh ich da vorhin vor der Firma und warte auf ein Taxi, da haelt einer an (kein Taxi) und fragt wo ich hinwill. Ich sags ihm, er meint ich soll einsteigen und wartet. Und was mach ich? Ich steig tatsaechlich ein. Wie bloed kann man sein. Hab's spaetestens bereut, als er auf die Schnellstrasse abgebogen ist, die zwar prinzipiell in die richtige Richtung, aber potentiell auch in alle moeglichen anderen Richtungen fuehrte, und hab schon angefangen, mir auszumalen, wie ich mich aus irgendeiner dunklen Shanghaier Ecke ohne irgendwelche Wertsachen oder Kommunikationsmittel wieder zu meinem Hotel aufmachen soll. Da kam ich mir echt bescheuert vor.

Deswegen war ich dann sehr erleichtert, als er die korrekte Ausfahrt genommen hat und mich letztendlich an der Kreuzung vor dem Hotel rausgelassen hat. Hatte vorher schon ueberlegt, ob man ihm denn jetzt Geld dafuer anbieten kann, oder ob er dann wohl toetlich beleidigt waer, aber beim Aussteigen hab ich ihm dann man nen Zwanziger hingehalten und fragend geguckt. Da schaut der Typ mich voellig entsetzt an und schuettelt den Kopf, aber das gehoert ja so, immer erstmal ablehnen. Ich halt ihm also weiter den Schein unter die Nase, er nimmt ihn immer noch nicht, und zum Schluss hab ich mir dann gedacht, dann eben nicht. Steck das Geld wieder ein und will grade die Tuer zumachen, da faengt der Fahrer an zu quasseln und zeigt mir 40 an. 40? 40 Yuan fuer ne Fahrt, die mich im Taxi 20 gekostet haette? Die ich sogar dank Quittung erstattet bekommen haette? Ich glaub es hakt. Das hab ich ihm auch genau so in Englisch erklaeutert, er wurde immer lauter, ich hab ihm nochmal die 20 hingehalten als mein aeusserstes Angebot, und schliesslich hat er sie dann genommen. Soll froh sein, dass er ueberhaupt noch was gekriegt hat.

Ok, Lektion gelernt. Privatautos sind Bah!

Monday, April 16, 2007

Chinesische Telefonzelle


Chinesische Telefonzelle, originally uploaded by regenschein71.

Hab in Peking erstmals Telefonzellen gesehen. Haette ich mir ja denken koennen, dass ich da nicht ganz reinpasse...

Neulich in Peking


Wenn ich schon kaum noch ins Blogtexte, muss ich ja wenigstens mal ein paar Fotos schicken, woll?

Monday, April 9, 2007

Heimflug von Peking

Wieder einen Flug überstanden. Sah am Anfang gar nicht so aus. Beim ersten Einchecken hieß es noch "Jung Du biss viel zu früh, einchecken geht erst 90 Minuten vor Abflug". Hm, da war mein Taxi wohl ein bischen zu flott...

Zweiter Versuch, 40 Minuten später: "Jung, Du biss viel zu spät, Dein Flug war gestern". Bittewas? War aber richtig, die Pappnasen bei elong.net haben mir tatsächlich ein Ticket für gestern ausgestellt. Ich also auf zum Ticketschalter und erstmal umbuchen. Beim dritten Mal hat's dann endlich geklappt. Aber da frag ich mich doch, ob der ganze Aufwand mit Anrufen und Rückfragen nach der Internetbestellung wirklich so effizient und zuverlässig ist...

I'm Flieger hatte ich dann tatsächlich einigermassen Platz und wir mußten diesmal auch nur eine Stunde auf die Startfreigabe warten, nachdem mal wieder zwei Fluggäste zu spät kamen.

Und kurz vor dem Start mußte ich doch nochmal kurz an der allgemeinen Intelligenz der Menscheit an sich zweifeln, als überall I'm Flieger noch fröhlich die Händis bimmelten. Ich meine, ich glaube auch nicht wirklich, daß so ein Händi tatsächlich ein Flugzeug zum Absturz bringen kann, aber wenn auch nur die geringste Chance dazu besteht, dann mach ich das Ding doch lieber aus. Oder seh ich da was falsch?

Letzter Tempeltag

Letzter Tag in Peking. Hab mal wieder gemütlich ausgeschlafen, wie üblich bei Starbucks gefrühstückt (das chinesische Früstück I'm Hotel war zwar auch nicht sooo schlecht, aber nicht ganz meine Vorstellung von einem guten Start in den Tag. Außerdem sind die Öffnungszeiten inkopatibel zu meinen Schlafgewohnheiten) und bin in der englischen Buchhandlung eingefallen. Da ich gestern meinen Lonely Planet für China verlegt hatte, brauchte ich einen neuen Stadtplan.

Hab übrigens festgestellt, daß man mit Kopfhöhrern I'm Ohr deutlich seltener auf der Straße angequatscht wird. Heute hat es nur einer mal so halbherzig versucht.


Zur Feier des letzten Tages bin ich heute mal Ubahn gefahren. Hatte ich bisher noch nicht gemacht. War aber nicht soo aufregend anders als in Shanghai, nur statt der dort üblichen Kartenlesegeräte gab's hier Papiertickets und eine händische Abreißerin.


Sightseeingtechnisch gab's heute den Lama- und den Konfuziustempel auf dem Programm. Ersterer unterschied sich nicht besonders von den hundert anderen Tempeln, die ich hier schon gesehen habe (von der 18 Meter hohen Buddha-Statue und der kleinen tibetianischen Buddhächen-Ausstellung mal abgesehen. Und letzterer war eine große Baustelle und alle Gebaeude waren I'm Umbau und nicht für Besucher geöffnet. Eintritt hat er natürlich trotzdem gekostet.

Friday, April 6, 2007

Email-Test

mal schauen, ob man hier auch per Mail bloggen kann. Internet I'm Hotel geht leider nicht, deswegen muß ich auf dem Palm tippen...

War gestern in der verbotenen Stadt sightseeen, hier ist die Zusammenfassung:

Kunststudenten, die mich angesprochen haben und mich in eine Ausstellung schleppen wollten: 7

Englischsstudenten, die mich angesprochen haben und mit mir irgendwohin gehen wollten: 1

'Hello'-Rufer mit unbekanntem Anliegen, die ich ignoriert habe: 25654125

Gesehene Deosorten im Supermarkt: 1

Thursday, April 5, 2007

Donnerstag, 5.4.

11:50 Heute geht's auf nach Peking. Auf dem Flug hab ich scheinbar mal wieder den Megajoker gezogen: wenn ich mich gaaaanz fest mit dem Rücken an meinen Sitz presse, haben meine Knie einen halben Millimeter Abstand zum Sitz vor mir. Jedenfalls bis der Zwerg vor mir seinen Sitz zurückklappt, was ja gleich unweigerlich passieren muss. Immerhin sind wir zwei Stunden unterwegs, da muss man ja mal schlafen. Der Typ neben mir ist ungefähr so breit wie lang und die Tusse im Gang nebenan hustet und spuckt sich die Lunge aus dem Leib. immerhin spuckt sie in die Spucktüte. Und alle zwei Minuten klingelt ein Händi.

13:30 Ich hab es doch gewußt. Der sack vor mir wartet nicht mal bis zum Start bis er seine Rückenlehne zurückklappt. Und das einzige Argument zu seiner Verteidigung ist, daßwir schon 90 Minuten auf den Start warten...

19:00 Na, das ist ja ganz grosses Tennis hier. Hab den Stadtplan von Peking bei Ericsson liegengelassen und bin erstmal ne halbe Stunde rumgerannt, ohne mein Hotel zu finden. Hab natuerlich so eine billige Absteige in irgeiner Seitenstraße genommen, die auf meinem Stadtplan nicht drauf ist.
Und jetzt sitz ich hier bei irgendsonem Taxifahrer und hoffe, daß der den Weg kennt...

23:00 Abendessen gab's beim Pekingentenspezialrestaurant. Wir (Yanrong, Bekannte aus MG, hat da studiert) und ich haben auch gleich mal eine halbe bestellt, aber ich war schon ein bischen enttäuscht über das homeopathische Fleischhäuflein das der Koch uns von dem großen Vogel runtergeschnippelt hat. War aber superlecker und wir hatten ja noch mehr bestellt, deswegen ging's auch mit dem Sattwerden.

Der Hammer war dann der Klobursche in der Toilette. Stand nur rum als ich reinkam und als ich zum Fingerwaschen antrat hat er mir das Wasser aufgedreht, die Seife gezeigt und ein Handtuch gereicht. I'm nachhinein war ich echt froh, daßer mir nicht den Hintern abgeputzt hat...

Wednesday, April 4, 2007

Neulich beim Onkel Doktor

Rückenschnerzen sind heute schlimmer geworden. Damit hab ich mich jetzt ne Woche rumgequält, jetzt wurde es Zeit für nen Arztbesuch. Der hat mir dann eine gesunde Wirbelsäule attestiert und die Schmerzen auf die Massagen zurueckgeführt. Dafür hat er mir dann einen kleinen Tablettencocktail verschrieben und meinte noch, wenn ich ne anständige, leichte Massage finde, die die Muskeln relaxt, könnte das auch helfen. Na, wenn der Doc das sagt... Ich also schnurstracks zu meinem Massageetablissemeng und nach soft, relaxing massage gefragt. Oil massage? Klingt gut, probier ich doch mal. Im Separee gabs dann erstmal die obligatorische Fußwaschung und dann hieß es 'take off clothes, lie down please'. Na klar, mit Öl muss natürlich auf der Haut massiert werden, nicht durch Stoff wie sonst. Ich zieh mir also die Jacke aus und als ich mich grad wieder hinlegen will heißt es 'take off take off please'. Ja wie, die Hose auch? Und ich dachte, ich hätte nur Rücken gebucht... Naja, immerhin hat sie
mir nicht wehgetan (hab sie ja auch immer gebremst, wenn sie ihre Finger neben meiner Wirbelsäule versenken wollte) und hinterher war ich tatsächlich deutlich schmerzfreier im Rücken.

Sunday, April 1, 2007

and now for something completely different

Die Qual der Wahl
Geht Euch das auch so? Wenn Ihr aus dem Urlaub kommt, ein Kilo Souvenirs dabei habt und nicht wisst, wer was kriegen soll? Da kann man ja nur noch zur Flasche greifen (das ist uebrigens ein 16-jaehriger Lagavulin in doppelt gereifter Distillers Edition).

Wednesday, March 28, 2007

So ein Zirkus...

Haeh? Ploetzlich ist die Seite hier weg, wo ich den Text reintippe und Firefox erzaehlt mir, ich haette erfolgreich gepostet. Dabei hab ich doch nirgendwo hingeklickt. Und natuerlich ist nix gepostet, sondern der Browser hat einfach nur mein Geschreibsel gefressen.

Und trotzdem ist es grad schon wieder passiert. Jetzt also nach jedem Satz speichern. Mal gucken, wie oft ich den Text noch schreibe.

Also, wir waren jedenfalls eben im Zirkus. Era - Intersection of Time. Wenn Sie den verpassen, verpassen Sie Shanghai, so die vollmundige Werbeaussage. War auch ganz nett, so eine Mischung aus chinesischer Akrobatik und einem Touch FlicFlac.

Was weniger nett war, waren die Zuschauer. Um halb 8 ging puenktlich die Vorstellung los, und eine Viertelstunde spaeter hoerten die Massen auf, in den Saal zu stroemen. Bis dahin waren die ersten beiden Acts durch und wir haben natuerlich nur die Haelfte gesehen, weil staendig irgendwer im Weg rumstand. Aber das hat man halt von den billigen Plaetzen, nicht nur ist die Perspektive da irgendwie um 90 Grad verdreht, sondern der ganze Poebel rennt einem auch noch immer im Weg rum. Naja, und am Ende der Vorstellung kamen die Artisten alle nochmal in die Manege um zu winken, da standen schon fast alle Zuschauer am Ausgang und haben sich rausgequetscht. Applaudieren? Zeigen, dass einem die Show gefallen hat und die Artisten gute Arbeit geleistet haben? Fehlanzeige. Aber hier klatscht auch keiner im Flugzeug nach der Landung, wahrscheinlich ist das einfach so die Einstelung hier.

Einige dieser Tage

Kennt Ihr diese Tage, wo man so gar keine Lust zu irgendwas hat und alles vor sich herschiebt? Wo man nicht mal sein Tagebuch updated?

Genau, solche hab ich grade. Deswegen nur ein kurzer Statusbericht.

Am Wochenende waren wir in Xi'an. Tonarmee gucken. Schoenes Wetter, recht eindrucksvolles Sightseeing. Haben im Strassenrestaurant mal local food probiert. War super. Echt. Ne wirklich. Ehrlich! Gebratener Glibber und verkohlte Fleischspiesse. Vielleicht sollte ich meine No-McDonalds-Policy nochmal ueberdenken.

Mir ist nochmal aufgefallen, wie gut der Strassenverkehr hier funktioniert. Da alle staendig um die besten Plaetze kaempfen und sich ruecksichtlos durchdraengeln und keiner vor Schreck, dass da noch andere Autos fahren, auf die Bremse steigt, bis sich das Herzklopfen gelegt hat, funktionieren sogar Fahrbahnverengungen von 4 auf eine Spur recht zuegig. Da graut mir ja schon vor der naechsten Baustelle auf den deutschen Autobahnen.

Seit heute morgen hab ich fiese Nacken-/Rueckenschmerzen. Keine Ahnung, ob ich zu viele Massagen hatte oder einfach zuviel in ungesunder Sitzhaltung verbringe, aber nach dem Aufwachen konnte ich mich erstmal kaum bewegen. Wurde im Laufe des morgens besser, aber morgen frueh ists nochmal fast genauso uebel. (Schon lustig, was man fuer zeitliche Satzkonstrukte bilden kann, wenn man seine Postings rueckdatiert ;-))

Waren gestern noch ein letztes Mal im Jinmao Tower, in der Cloud 9 Bar. Inzwischen bin ich der Ueberzeugung, dass der Barmann wirklich nix drauf hat, die Cocktails scmecken durch die Bank kacke. Ausnahmen bestaetigen zwar die Regel, retten die Bar aber auch nicht. Und die Aussicht hab ich jetzt oft genug genossen.

Wednesday, March 21, 2007

Haareschneiden mal anders

War heute beim Friseur. Es war entweder jetzt oder nie, und da ich nicht unbedingt mit langer Zottelmaehne nach Hause kommen wollte, hab ich's einfach mal gewagt. Ging auch ganz gut, auch wenn die Leute da genausoviel Englisch sprachen wie ich Chinesisch. Zunaechst mal wurden ausgiebig die Haare gewaschen. Nicht am Waschbecken, sondern direkt am Spiegel, mit wenig (aber ausreichend) Wasser und ganz ohne mich zu beckleckern. Dabei gabs dann gleich noch ein bischen Kopfmassage und nach dem Ausspuelen der Haare kamen Nacken und Schultern dran. Nett.

Das Haareschneiden war unspektakulaer. Ich hab mit den Fingern gezeigt wieviel er uebrig lassen sollte und der Typ hat soviel abgeschnitten, wie ich gezeigt hab. Was definitv nicht das gleiche war. Fand ich aber nicht gar nicht schlimm, jetzt sind sie naemlich noch lang genug, dass ich nochmal hingehen kann, aber kurz genug, dass es nicht zu warm wird.

Oh, Thema Massage: ich war gestern nochmal bei dem Massagesalon von letzter Woche. Nochmal das dekadente 2-Stunden-Programm. Diesmal hatte ich nen Typen, der war zwar fit und hat mir ordentlich wehgetan, aber irgendwie wirkte er, als wuerde er da nur sein Programm abspulen. No Soul, wie die Alla das treffend formulierte. Das war letzten Freitag besser. Vielleicht wirds doch mal Zeit, andere Oertlichkeiten anzutesten. Irgendwo gabs noch was mit Aromatherapie-Massagen, da konnte man sich dann schoen in Oel einlegen lassen, das klang auch nett.

Irgendwann gibts bestimmt auch wieder mal Bilder. Aber im Moment klappt der Upload zu Flickr irgendwie nicht. Doofes Internet.

Chinesische Speisekarte

Chinesische Speisekarte
Was bittesehr ist ein Chickenbanger?

Boot am Strand


Das Boot lag in Putuoshan am Strand. War gar nicht so leicht, mal ein Bild zu machen, weil sich natuerlich staendig irgendwelche Chinesen ins Bild schoben, um sich mit dem Boot fotografieren zu lassen. Hat keinen interessiert, dass ich das Bild ohne Chinesen machen wollte...

Sunday, March 18, 2007

AGBs

Buche grade Fluege nach Xi'an und bin dabei ueber die AGBs von der Reisewebsite gestolpert. Wo alle anderen kilometerlange Vertraege zusammenzimmern, kommt elong.net mit dem hier aus:

Membership Agreement

1. The user warrants that he or she is of sufficient legal age to enter into a binding contract with eLong.com, and that he or she will meet any conditions and pay any penalties specified if he or she cancels a hotel or air ticket reservation.

2. The user warrants that he or she will never use eLong.com's services or web site in any manner that would violate the laws of the People's Republic of China and/or the country of his or her residence.

3. The user warrants that all information he or she provides to eLong.com is accurate and truthful.

Zhouzhuang

Heute waren wir in Zhouzhuang. Endlich. Morgens frueh mit dem Taxi zum Bushof, direkt einen Bus gekriegt und nach einer Stunde waren wir da. Im Venedig von Shanghai. Das alte Stadtzentrum ist halt von Kanaelen durchzogen auf denen die Touris mit Booten im Kreis rumgepaddelt werden, und in der City selber waelzt man sich von einer Attraktion zur naechsten, in dem man den Menschenmassen durch enge Gassen zwischen den ganzen Souvenirshops durchfolgt. Dafuer waren die Attraktionen, alte Haeuser mit vielen Raeumen, die durch offene Innenhoefchen verbunden waren, ganz interessant.

Bootsfahrt haben wir natuerlich auch gemacht. Viertelstunde sitzen und gucken, und versuchen, den Bootsfuehrer nicht zu animierend anzuschauen, damit er nicht doch vielleicht ein unbezahltes Liedchen anstimmt.

Nach der Rueckkehr so gegen 5 waren wir dann noch einen Happen vietnamesisch essen und dann gings in den Elektronikmarkt, PSPs gucken. Die sind naemlich so ziemlich das einzige, was man hier deutlich billiger kriegt als in Deutschland und wenn man eh schonmal mit dem Gedanken gespielt hat, sich eine zuzulegen, koennte das ja genau das ausschlaggebende Argument sein... War ein bischen schwierig rauszufinden, wo es die denn besonders guenstig gab, weil jeder Haendler ein anders kalkuliertes Paket aus Konsole udn Zubehoer schnuerte, aber immerhin weiss ich jetzt, was man so grob anlegen muss. Plusminus 10 Euro vielleicht, wenn man es wirklich auf den letzten Cent ankommen lassen will.

Friday, March 16, 2007

Auauaua

Heute gabs mal ganz anderes Abendprogramm. Einen Ausflug ins Massagecenter. Zwei Stunden faul im Halbdunkel rumliegen, entspannende Geraeuschkulisse, und von kundigen Haenden kneten lassen. 2 Stunden! Das muss man sich mal wegtun. Fuesse, Arme, Beine, Ruecken, Kopf. Manchmal waer ich zwar gern weggerannt, als die Gute ihre Finger zu tief neben der Wirbelsaule oder in meiner Fusssohle versenkt hat, aber letzten Endes hab ich dann doch tapfer durchgehalten.

Jetzt bin ich 20 Euro aermer. Ich glaub ich geh gleich nochmal.

Monday, March 12, 2007

Klaerungsbedarf

Heute morgen, just als ich meinen Rechner in den Tagesschlaf schicken wollte, hat er sich aufgehaengt. Minuten lang, bis ich die Notbremse gezogen und ihn ausgemacht hab. Keine Reaktion mehr. Das macht der nur ganz selten. Aber wenn, dann nur im unguenstigsten Zeitpunkt.

Dann, weil ich ja eh schon wieder zu spaet war, ist mir der Schnuersenkel abgerissen. Natuerlich nicht so, dass man ihn noch notduerftig zusammenbinden koennte, sondern direkt ueber der Schlaufe. Natuerlich auf der linken Seite, weil ich mit der rechten Hand die erste Schleife beim Binden nicht schlagen kann.

Dann, beim Wiedereinfaedeln, hab ich bei der vorletzten Oese gemerkt, dass ich am Anfang falsch gefaedelt hab. Einfaedeln ging natuerlich nur in einer Richtung, weil das andere Ende ja zerfetzt war.

Da frag ich mich doch: wieso? Wieso passiert so ein Scheiss immer genau dann, wenn man eigentlich keine Zeit dafuer hat? Und warum immer drei Sachen auf einmal? Ich bin sicher, da gibt es eine logische, wissenschaftlich erwiesene Begruendung fuer. Aber welche?

Bitte helft mir. Ich will nicht dumm sterben. Und kommt mir nicht mit Murphy, ich will Fakten, Fakten, Fakten.

Sunday, March 11, 2007

Putuoshan - das Finale

Chinesisches, durchaus geniessbares Fruehstueck im Hotel und um 9 gings auf Richtung grosse goldene Statue. Die haben wir dann nach eineinhalb Stunden Fussmarsch (inklusive Tempelbesichtigungen zwischendurch) gefunden, begutachtet und sind dann Richtung Faehre gegangen. Zweieinhalb Stunden mit dem Schnellboot, dann noch ein bischen Busfahren in Shanghai, einmal bescheissen lassen vom Privattaxifahrer (so einen schnellen Kilometerzaehler hab ich noch nie gesehen. Nach meiner Uhr fuhr der Kerl 130, und nicht 60, wie auf dem Tacho stand) und wir waren wieder zu Hause.

Diesmal hab ich beim Abendessen im Baby Bamboo davon abgesehen, der Bedienung ihren Ketchup aus der Hand zu schlagen. Fand ich sehr nett von mir.

Saturday, March 10, 2007

Tempel Tour-de-Force

Also, wie schon erwaehnt, die Tempel sind doch irgendwie alle gleich. Die gleichen Buddhas, die gleichen anderen Goettlichkeiten, die gleichen Chinesen, die ihre Raeucherstaebchen schwenken, ueberall auf die Knie fallen und Sachen im vorbeigehen anbeten. Ehrlich. Die rennen an einer Reihe von Statuen vorbei, wackeln dabei mit den vor sich gehaltenen Haenden und murmeln irgendwas vor sich hin. En-passant Anbeten, wie der Schachspieler sagen wuerde. Ich frag mich, ob die ganzen Goetter das ueberhaupt mitkriegen.

Zumindest den Buddha, der prominent in der Mitte jedes Tempels sitzt, scheint das ganze Getue immer reichlich zu langweilen. Der sitzt da mit halbgeschlossenen Augen und sieht ungefaehr so aus wie ich im Team Meeting kurz nach dem Mittagessen. Aber mich verehren sie hier ja auch ;-)

Auf den hohen Berg in der Insel sind wir mit der Seilbahn gefahren. Das waren naemlich an die 300 Meter hoch, und soviel Zeit hatten wir ja nicht, deswegen mussten wir uns die koerperliche Ertuechtigung mal sparen. Als ich beim Einsteigen in die Gondel das grosse Doppelmayr Schild gesehen hab, bin ich vor Lachen fast wieder rausgefallen. Gut zu wissen, dass hier im Oesterreicher Qualitaet gebaut wird.

Oben auf dem Berg (und auch nachher beim Abstieg auf der Treppe) haben wir ueberall die Drei-Schritt-Beter gesehen. Die haben immer drei Schritte gemacht und sind dann, je nach koerperlicher Verfassung, auf die Knie in die Verbeugung gefallen oder haben ein bischen mit den Haenden gewackelt. Oder irgendwas dazwischen. Sah maechtig anstrengend aus, ich frag mich wie oft die das machen. Einmal im Jahr? Im Leben?

Die Chinesen kopieren uebrigens nicht nur gute europaeische Qualitaetsarbeit, sondern auch die Natur. Verbesserungen inklusive. Anders kann ich es nicht erklaeren, dass ueberall kleine Felsbrockenartige (aus der Gattung der Grossen Steine) rumlagen, aus denen Tempelgedudel erklang und die ganze Insel beschallte. Oder dass die Laternen aus hochglanzpoliertem Holz samt wunderschoener Maserung beim dranklopfen einen stark metallischen Klang hatten. Oder dass aus den hoechsten Baeumen oben auf den Bergen rundum Mobilfunkantennen wuchsen.

Am Strand waren wir uebrigens auch. Der war normal. Sand, Wasser, kleine Wellen, keine Sonne.

Friday, March 9, 2007

Boetchenfahrt

Dieses Wochenende war Putuoshan angesagt. Laut allen moeglichen Quellen DAS China, was man sich immer vorstellt, idyllische Landschaft, besinnliche Tempelanlagen, hier und da ein Moench.

In meinen Augen die naechste Ansammlung von immergleichen Tempeln, ein paradies fuer die chinesische Anbetungskultur, ein hoeherer Hup-zu-Auto-Quotient als in Shanghai und Horden von Touristen. Jedenfalls am Wochenende.

Aber vielleicht sollte ich bei der Anreise anfangen. Die waer ja fast ins Wasser gefallen, weil ich vergessen hab, mein Handtuch einzupacken. Und das muss ja bei so einer Reise ins Ungewisse schon dabei sein. Wer weiss, vielleicht begegne ich ja tatsaechlich dem gefraessigen Plapperkaefer von Traal, und dann waer ich ja ohne Handtuch, was ich mir vor die Augen wickeln koennte (damit der denkt er sieht mich nicht, weil ich ihn auch nicht sehe), so gut wie aufgefressen. Ausserdem ist so ein nasses Handtuch eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe zur Selbstverteidigung. Und nicht zuletzt kann man es sich vor die Nase binden, um so den giftigen Raeucherstaebchendaempfen zu entgehen.

Letzten Endes haben wir's dann aber doch bis zur Faehre geschafft, die sogar gar nicht so schlimm wie erwartet war. Ich hatte sogar eine 2er-Kabine mit Stefan statt wie befuerchtet eine 4er mit zwei Unbekannten. Um 2200h war dann auch die ganze Infrastruktur an Bord (Restaurant und Kiosk) dicht und ausser schlafen war nicht mehr viel zu machen. Die Toiletten verdienen vielleicht noch eine kleine Randnotiz, die waren naemlich tatsaechlich so furchtbar, wie in allen Reisefuehrern beschrieben. Drei Kabinen, eine durchgehende Rinne im Boden, wo man sich drueberhocken sollte und alles schoen dreckig. Hab dankend verzichtet.

Heute morgen um halb acht waren wir dann auf Putuoshan und um 9 Uhr auf dem Weg zu den Tempeln.

Das Duell

Zwei Maenner. Sie stehen sich gegenueber. Niemand regt sich. Die Spannung ist kaum ertraeglich. Keiner der beiden will sich eine Bloesse geben und die erste Bewegung machen. Keiner dem anderen einen Vorteil verschaffen. Die Zuschauer werden langsam nervoes. Die Kontrahenten starren sich an. Einer zuckt leicht, der andere verschiebt seinen Koerper um Millimeter vorwaerts und dann... kehrt Ruhe ein. Sie starren sich weiter an.

Dumm nur, dass einer der beiden ein Moped und seine Tusse hintendrauf und der andere einen Kinderwagen mit Kind hat. Dumm auch, dass sie sich auf einem 80cm breiten Fussweg gegenueberstehen. Und ganz dumm, dass weder Platz zum Ausweichen da ist, noch jemand an beiden vorbei kann.

Aber was solls. Dann wartet man eben minutenlang, bis irgendwas passiert. Oder irgendwer irgendwas tut. Hauptsache, man muss es nicht selber tun.

Gesehen heute mittag am Einkaufszentrum. Ohne Scheiss.

Wednesday, March 7, 2007

*schuettel*

Huaeh. Da hatte ich mich doch langsam angefangen, mich an die oeffentliche Spuckerei zu gewoehnen, da komm ich in die Toilette in der Firma und finde den Oralauswurf eines unbekannten Kollegen nebem dem Klo. Hallo? Draussen kann ich's ja noch ein ganz klein bischen verstehen, aber wie asi muss man denn sein, um in Gebaeuden alles vollzurotzen Als naechstes machen die hier wahrscheinlich ihre Haufen ins Waschbecken, damit sie nicht so weit laufen muessen.

Schon gut, dass die Wasserleitungen keine Begrenzung fuer die Wassertemperatur haben, so konnte ich mir hinterher wenigsten die Haende anstaendig abkochen.

Sunday, March 4, 2007

Faules Wochenende

Dieses Wochenende ist nicht viel passiert. Eigentlich wollten wir Samstag nach Zhouzhuang fahren, aber als wir Freitag nach langer Odysse die Busticketverkaufsstelle gefunden hatten, war die schon zu. Und Samstag war die Wettervorhersage fuer Sonntag zu schlecht, deswegen haben wir den Trip verschoben.

Also hab ich mir mal ein faules Wochende gemacht. Noch ein paar Fotos sortiert (ich glaube bei den Peru-Bildern vom letzten Jahr bin ich jetzt bei Tag 5 oder so. Von 23. Wer hat bloss die ganzen Bilder geschossen?), dazu ein bischen lesen, fernsehen, das Laufband und die Gewichtemaschine abgenutzt und in der Badewanne rumgelegen. So gehoert das wenn man sich in einem fremden Land mit unzaehligen Sehenswuerdigkeiten aufhaelt. Jaja, ich weiss, ich hab ja auch ein dezent schlechtes Gewissen. Aber nach dem Fress- und Saufgelage vom Freitagabend beim Japaner musste ich mich auch erstmal erholen.

Sonntag abend waren wir nochmal in der Altstadt, wo ein letztes Aufbaeumen der Neujahrsfestlichkeiten stattfand. Da haben wir uns dann mit einer Milliarde Chinesen durch die Gassen gewaelzt, Souvenirs begafft (und zum Teil gekauft), Glueck und Zufriedenheit fuers neue Jahr gesichert und nix anstaendiges gegessen.

Wir wollten naemlich eigentlich vor dem Rundgang erstmal was essen. Leider haben wir erst vor Ort festgestellt, dass das einzige Restaurant, was nicht geschlossen und eine winzige Strassenkuechenklitsche war, mit M anfing und mit cdonalds aufhoerte. Und als wir nach der dritten Runde um den Block immer noch nichts anderes gefunden hatten, sind wir denn halt da eingekehrt. Da hat mein McDonalds-Verprechen (nie wieder in Shanghai!) wohl nicht allzulange gehalten. Naja, immerhin waren wir so gestaerkt fuer den restlichen Abend.

Was ganz lustig war, war der grosse Baum in der Altstadt, wo alle ihre Wunschbaendsel drangeschmissen haben. Da stand halt so ein grosser Baum, und daneben ein Stand, wo man sich Gluecksbringer kaufen konnte. Das waren Metallscheiben mit roten breiten Baendern dran, auf denen stand, was man sich wuenschen konnte. Also Glueck fuer die Arbeit, den Erfolg, die Liebe, allgemeine Glueckseligkeit und weiss der Himmel was noch. Und die Baendchen haben die Leute dann gekauft und in den Baum geschmissen. Ich glaube, wenns haengenblieb, sollte der Wunsch in Erfuellung gehen.

Wobei: wenn ich hier von Werfen spreche, dann nur, weil mir fuer diese angewandte Bewegungslegasthenik kein besseres Wort einfaellt. Da wurde erstmal geposed. Fuers Foto. Dann ausgeholt. Anlauf genommen. Es gab teilsweise gradezu Explosionen von Gliedmassen, die in alle Richtungen wegflogen (unblutig. Keine Sorge). Und dann flog dieses Metall-Stoff-Konstrukt einen halben Meter hoch und 90 Zentimeter weit unter dem Baum durch auf die Strasse. Ehrlich. Ich glaub die Haelfte der Leute hat nicht mal den Baum getroffen.

Andererseits: ich find das Konzept schon praktisch. Wunsch kaufen, werfen, alles wird gut. Da muss man sich wenigstens nicht selbst drum kuemmern. Irgendwer wirds schon richten.

Thursday, March 1, 2007

Dr. No

Zweiter Versuch im Telefonladen heute. Ich hatte einen Zettel mit, auf dem in chinesisch steht, was ich wollte. Chinesische SIM-Karte, mit der man auch nach Deutschland telefonieren und simsen kann. Der Heinzel an der Theke und seine zwei Kollegen lasen den Zettel, auch die leere Rueckseite, und meinte dann "No."...

GAAAAAAAA!

Warum muss ich immer an die Leute kommen, die nur ein Wort Englisch koennen und das unbedingt bei mir ausprobieren muessen?

Immerhin hab ich danach nen leckeren Kaffee bei Starbucks bekommen. Die Thekenfrau hat auch gleich ihren besten Kunden diese Woche wiedererkannt und meine Order fachgerecht antizipiert. Gute Frau. Endlich mal eine, die sich auskennt im Umgang mit Kunden.

Und jetzt ist die Mittagspause rum.

Wednesday, February 28, 2007

Brot! Richtiges Brot!

Hmm, war das ein leckeres Fruehstueck grade. Wir haben naemlich Brot beim deutschen Baecker bestellt. So ein Croissant und Kuerbiskernbroetchen zum Fruehstueck sind doch was anderes als das Labberbrot, was es hier sonst gibt.

Der einzige Haken war, das ich das Brot zur Rezeption liefern lassen wollte, wo ich auch mit dem Geld sass und wartete. Nur waehrend ich runtergelaufen bin (zur unchristlichen Uhrzeit um halb sieben. Morgens!) ist der Broetchenbringer anscheinend grade mit dem Aufzug hochgefahren. Und nachdem ich dann 20 Minuten unten gewartet habe, bin ich wieder hoch und hab die Brote an meiner Tuerklinke gefunden.

Naja. Hat der Mann halt kein Geld gekriegt... Dann eben beim naechsten Mal.

Abendschlaegerei

Wollten heute in dem kleinen Food Court am Einkaufszentrum um die Ecke von Erics Sohn Abendessen nehmen. Kamen hin, zeigten auf den Nudelhaufen auf der Karte, die Bedienung zeigte auf einen anderen Nudelhaufen den wir nicht wollten, wir gingen wieder. Scheint ein reines Lunch-Etablissemeng zu sein, wenn die Auswahl abends schon auf zwei Gerichte eingeschraenkt wird...

Dann wollte ich eine Prepaid-Karte fuer mein Handy kaufen. Also rein in den Telefonladen und gefragt, ob der Heinzel hinter der Theke englisch spricht. 'No'. Und bleibt stehen und glotzt mich an. Ja hallo, spricht vielleicht einer Deiner Kollegen englisch? Da standen ja schliesslich genug rum. Da schlenderte der Typ zu den Kollegen, erzaehlte ein bischen und keiner kam zu mir. Da bin ich dann wieder gegangen. Toller Service.

Essen gabs dann letztendlich in der Restaurant-Bar-Kombo nicht weit vom Hotel. Da haben wir naemlich eine ganz passable Fressmeile aufgetan. Hab mir ein fettes Steaksandwich bestellt. Als dann die Bedienung endlich nach Stunden des Wartens mit einem Teller anrueckte, hab ich vor Freude so rumgestikuliert, dass ich ihr den Ketchup aus der Hand geschlagen hab... Und dann festgestellt, dass das gar nicht mein Essen war. Mist.

Ich hoffe, morgen wird ein besserer Tag.

Monday, February 26, 2007

Jetzt geht's loooos!

Tja, wie ich gestern schon schrieb. Nach der Erfahrung Japan werde ich mich glaube ich mit der chinesischen Lebensart nicht mehr anfreunden. War vorhin im Supermarkt, noch schnell ein paar Snacks fuer abends einkaufen. Steh da so an der Kasse mit meinem Koerbchen, vor mir eine Kundin, die ihren Einkaufswagen hinter sich her zum Fliessband zog und hinter mir eine andere, die ins Handy bruellte, dass es nur so eine Freude war. Aber die hinten war nur die Geraeuschkulisse. Die Schnepfe vor mir mit dem Einkaufswagen hinter sich war das Problem. Die hat naemlich ihre paar Waren aufs Band gelegt, in aller Ruhe bezahlt und ist gegangen.

Na? Was gemerkt?

Genau. Der Einkaufswagen. Den hat sie naemlich, kaum dass er seine Schuldigkeit getan und ihre Sachen bis zur Kasse getragen hat, einfach ignoriert und im Gang an der Kasse stehengelassen. Ich durfte ihn dann weiterschieben. Ich mein, HALLO? Wie kann man so bescheuert sein? Oder besser, so asozial? Muss doch ein Blinder ohne Hund sehn, dass da vielleicht hinter einem noch Leute durch die Kasse wollen, die sich von so einem Wagen ein bischen gestoert fuehlen koennten. Ich war ungefaehr so |<-->| kurz davor, dem Wagen einen kraeftigen Tritt zu geben und ihn ihr ins Kreuz zu schiessen. Aber dann haette sie wahrscheinlich gar nicht verstanden, dass da nicht schon laengst ein Bediensteter das Ding weggeraeumt hat.

Aber so ist das hier halt. Jeder ist sich selbst der naechste und der Rest der Welt ist egal.

Sunday, February 25, 2007

I'll be back

Du weisst Du bist in China, wenn

die Frau im Flugzeug hinter Dir Dir beim aussteigen staendig ihre Tasche ins Kreuz knallt beim Versuch zu ueberholen

jeder da steht und geht wo es ihm grade passt. Auch wenns die Tuer vom noch leeren Bus ist

auf der Strasse jedes Auto versucht Dich zu ueberfahren. Zweimal.

Cccchhhrrrrrrrr- pflzitsch. Need I say more?

das Wort Danke in der Landessprache so wenig Silben hat, dass mans einfach gleich weglaesst.

Du beim Essen die halbe Zeit damit beschaeftigt bist, Knochen auszuspucken


Ernsthaft. Ich glaube, jetzt wo ich Japan kennengelernt habe, werde ich China anfangen deutlich weniger zu moegen.

Saturday, February 24, 2007

Rewind

Hab heut die letzten grossen Tempel in der Gegend angeschaut, wo wir auch gestern waren. Einen hab ich leider verpasst, weil die zumachten, als ich grade ankam. Schade, dachte ich hebe mir den schoensten und groessten fuer den Schluss auf. Dumm gelaufen.

Dafuer hab ich in einem Tempel eine Hochzeit gesehen. Die Braut wurde grade reingefuehrt, die Moenche machten zu ihren Gesaengen laut knallende Geraeusche (keine Ahnung, ob sie sich Bretter von den Kopf gehauen haben - sah aber nicht so aus) und die ganze Hochzeitsgesellschaft sass erwartungsvoll um den Altar rum. Da ich aber nicht so genau verstanden habe, was gesungen und geredet wurde, hab ich mir das nicht bis zum bitteren Ende mit angeschaut.

Ansonsten ist nix nennenswertes passiert heute. Hab mein Zugticket fuer morgen, hab wieder lecker bei Starbucks gefruehstueckt (wenn ich hier im Ryokan schon kein anstaendiges japanisches Fruehstueck kriege, brauch ich mir deren Interpretation von einem Westlichen ja auch nicht reinzuziehen, oder?) und kann jetzt ganz alleine busfahren. Toll, was?

Morgen um halb 11 geht mein Zug zurueck nach Tokyo. Da muss ich dann noch schauen, wie ich zum Flughafen komme und abends bin ich dann wieder in Shanghai. Arbeit, ich komme! Kotz.

Friday, February 23, 2007

Letzter Nachtrag: Abendessen

Wolltge natuerlich auch noch was essen heute. Ich also frohen Mutes auf ins Staedtele, Richtung Bahnhof, da sollte ja wohl was zu finden sein. Erstes Schild: McDonalds. Neee. Hab doch das McD-Versprechen abgegeben. Mir selbst. In Asien kein Maeckes mehr. Hab dann noch ungefaehr 10 weitere Restaurants gefunden, wovon ungefaehr 0 Werbung mit einer englischen Speisekarte gemacht haben. Bei der zweiten Runde um den Block bin ich dann einfach in das erstbeste reingefallen und hab mich hingesetzt. Als die Bedienung mein verschrecktes Gesicht beim Anblick der ganzen Kanji (oder waren das Schriftzeichen von einem der anderen beiden Schreibsysteme?) gesehen hat, hat sie mir schnell ein englisches Menu angereicht. Sehr freundlich, domo arigato. Preislich lagen die Gerichte so auf dem Niveau von den Kleinspeisen in Niseko, wovon man 4 oder 5 zum sattwerden ordern musste. Hab dann also mal gefragt, ob das teuerste, was mich da anlachte, eine eher grosse oder eher kleine Portion sei. Small, small, hai, sagte die Kleine. Ok, dann erstmal 3 Gerichte ordern, und dann kann man ja weitersehen. Oh, und ein grosses, schwarzes Bier bitte.

Tja.

Ich glaube, die haben hier andere Massstaebe als in Niseko (ist das nicht schoen, dass ich das jetzt mit 3 's' schreiben kann?). Nach dem ersten der drei Gerichte war ich so gut wie satt, und den Biereimer konnte ich auch kaum stemmen. Gut dass ich heute morgen noch ein paar Liegestuetze gemacht hab... Naja, mit Mueh und Not hab ich die restlichen Essen dann auch noch reingestopft und bin wieder heimgerollt.

Mal sehn, wie ich jetzt den Futon auseinanderkriege...

Kleine Welt (Freitag in Kyoto

Naja, uebers Aufstehen und Fruehstueck verpassen verlier ich heut einfach mal kein Wort. Ist ja eh immer das gleiche. Dafuer erzaehl ich mal, wie ich mit dem Bus zu den ganzen Tempeln fahren wollte. U-Bahn kann ich ja schon, deswegen wollte ich in Kyoto mal was neues probieren. Bin also an der Kyoto Station rumgelaufen, hab im Lonely Planet geblaettert, wie das mit dem Busfahren denn so funktioniert, war mir aber immer noch nicht so ganz drueber im klaren, was man denn jetzt so fuer ein Ticket braucht und wo man des herkriegt. Und waehrend ich da so rumlief, kreuzte eine Europaerin zweimal meinen Weg, die auch so aussah, also wuerde sie einen Bus suchen. Als ich sie dann zum dritten Mal sah, stand sie entschlossen in einer Schlange fuer einen Bus, also hab ich sie mal angequatscht, um vielleicht doch noch rauszukriegen, wie das Busfahren denn hier so geht. Bevor ich mich wieder in die U-Bahn stuerze. Und so lernte ich Ivonne kennen. Ivonne aus Aachen.

Naja, wie gesagt. Kleine Welt, halt.

Sind dann zusammen zu ein paar Tempeln und Schreinen gelaufen (und Bus gefahren, natuerlich!) und haben uns wie echte Touris benommen und alles fotographiert. Deswegen beschreibe ich jetzt mal nicht jeden Tempel einzeln, sondern verweise auf Flickr, wo die wichtigsten Eindruecke bald hochgeladen werden.

Hab dann allerdings abends festgestellt, dass man von meinem Hotel bis zu der Tempelgegend zu Fuss grade mal 25 Minuten braucht - wieso hab ich 500 Yen in ein Tagesbusticket investiert?

Thursday, February 22, 2007

Naechster Nachtrag: im Ryokan

Flug gut ueberstanden, Zugfahrt von Osaka nach Kyoto war auch kein Problem, und den einen Kilometer vom Bahnhof zu meinem Ryokan hab ich auch fix zu Fuss ueberwunden. Jetzt bin ich hier. Ich muss sagen, die Unterkuenfte werden zwar billiger, je laenger ich in Japan bin, aber nicht zwingend besser. Das Zimmer in Niseko war ja schon einfach, aber da waren wenigstens noch zwei Betten drin. Hier liegt der Futon noch zusammengefaltet in der Ecke. Ich hoffe, das erledigt noch jemand... ich mein ich haette gelesen, das Auffalten gehoerte auch zum Ryokan dazu. Dafuer hab ich jetzt einen Tisch. Und weil der nur 30cm hoch ist, brauch ich keine Stuehle, was ganz gut ist, die sind naemlich nicht da.

Nachtrag: im Flugzeug.

Toll. Jetzt fliegen wir also 2 Stunden lang nach Osaka, und in dem bloeden Flieger gibt's schon wieder nix zu essen. Hatte mich ja auf dem Hinflug nach Sapporo schon gewundert, aber der war ja auch noch kuerzer. Ich glaube, die Japaner kriegen einfach auf Inlandsfluegen nichts zu essen. Arme Schweine. Dabei ist grad Mittagszeit.

donnerstag, 12:04 am flughafen

Heute war ich das erste Mal punektlich um viertel vor 8 beim Fruehstueck. Haett ich das mal die letzten 3 Tage geschafft. Dann waer ich noch frueher auf der Piste gewesen und koennte meine Beine wahrscheinlich noch weniger bewegen ;-) Ansonsten ist heut noch nicht viel aufregendes passiert, ausser dass ich beim Fruehstueck mit einem sehr geschickten und irgendwie nicht reproduzierbaren Schlenker meines Handgelenks meine Spiegelei-Wurst-Combo von meinem Toast auf den Tisch geschleudert hab. Haarscharf an der Kaffeetasse vorbei...

Wednesday, February 21, 2007

Skizusammenfassung

Noch zwei Tage Skifahren hinter mir. Eigentlich beide Tage das Gleiche, vormittags rauf und ab ins back country, im Tiefschnee rumstoebern, mittags einen Happen essen, dann ein bischen Techniktraining und abends Carven bis der Arzt kommt. Da sind dann die Pisten schoen leer und man faehrt seltener einen uebern Haufen.

Hab mich heute das erste mal so richtig aufs Gesicht gelegt. Aber nich etwa im Tiefschnee, sondern auf nem Ziehweg. Da hab ich naemlich den fiesen S-Schlenker uebersehen und bin gradeaus gefahren und ueber die Kante, da gings dann erstmal eineinhalb Meter runter und da ich eh schon recht fix unterwegs war (brauchte ja Schwung...) hat's mich dann auch gleich zerissen. Ist aber nix passiert.

Zu dem ganzen Skiprogramm gab's dann ein bischen leise Musikuntermalung aus dem Ipod. Die perfekte Welle fuer die Buckelpisten, Meat Loafs 'Seize the night' fuers Nacktskilaufen und, mein persoenlicher Favorit, 'I bet that you look good in the deep snow' von den Artic Monkeys. Oder hiess das anders? Egal, schickes Lied jedenfalls.

Einersessellift

Einersessellift
So sieht's aus, wenn man ganz allein im Einersessel sitzt. Da ist nicht wirklich viel um einen rum.

Monday, February 19, 2007

auauauauauauaua

Aufstehen, fruehstuecken, Skibrille leihen und ab auf die Piste. Dann noch mal zurueck und die Handschuhe holen, die ich vergessen hatte. Und von 9 Uhr an war ich auf der Piste. Im warsten Sinne des Wortes. Halbe Stunde Pause zum Mittagessen und dann bis halb sieben weiterfahren. Gut dass ich nich zum Apresski muss, sonst koennte ich das Pensum nicht drei Tage lang durchhalten.

Schneeverhaeltnisse sind spitzenklasse. Den ganzen Tag lang hats leicht geschneit und staendig lag irgendwo frischer Schnee rum. Nicht besonders tief, aber perfekt zum ueben.

War ja anfangs etwas skeptisch mit dem Tiefschnee, weil der Hotelfritze meinte, wenn die einen beim Fahren im abgesperrten Bereich erwischen, ist direkt der Lappen (sprich Skipass) weg. Hat mich etwas gewundert, weil doch hier so ein Tiefschneeparadies sein soll. Aber als ich dann das Gebiet mal ein bischen abgefahren hatte, ist mir aufgefallen, dass hier nicht viel abgesperrt ist. Eigentlich nur zwei Bereiche unterhalb einer Gondel, der Rest ist Free-for-all. Ganz am Rand vom Skigebiet gibt's sogar einen Weg, wo man hochsteigen kann um ins back country zu fahren, da kann man dann den ganzen Berg (etwa 1000 Hoehenmeter) durchs Gelaende runterfahren. Auch quer durch den Wald. Das sehn die hier nicht so eng.

Die Lifte hier sind lustig. Es gibt 3 Gondeln und einen Haufen Sessellifte mit 1 bis 4 Sitzen. Die Viersitzer sind wie gewohnt, mit Buegel (einer mit Haube) und Fussablage. Von den Zweiern haben ein paar Buegel und ein paar nicht, und die Einerlifte bestehen eigentlich nur aus Sitzflaeche, einer Steissbeinstuetze (als Rueckenlehne kann man das kaum bezeichnen) und der Haltestange, wo das ganze Gedoehns dran haengt. Sehr spannend wenn man drauf sitzt, man sieht naemlich eigentlich gar nicht, was einen in der Luft haelt.

Die Lifte haben hier zum Teil bis 8 Uhr abends auf zum Nacktsk^D^D^Dhtskifahren. So ab fuenf hatte ich eigenlich schon keine rechte Lust mehr, besonders nicht wenn ich in den scheisskalten Liften hochgefahren bin. Fuers Skifahren selbst war ich aber perfekt angezogen, da gabs keine Probleme mit der Temperatur und ich hab mich wieder schoen warm gefuehlt. Und da man die endgueltige Entscheidung, wann man nach Hause faehrt, ja immer nach dem Fahren am Lift entscheidet, bin ich halt auch immer wieder hochgefahren. Und hab im Lift beschlossen, dass jetzt aber wirklich die letzte Abfahrt kommt... Und jetzt tun mir die Beine weh (nicht dass die das beim Fahren nicht schon getan haetten) und ich kann kaum noch laufen. Weiss gar nicht, was das morgen geben soll...

Sunday, February 18, 2007

Ab in den Norden!

Puenklich aufstehen, fruehstueck, packen, losziehen um 8:40. Das war der Plan. Und was soll ich sagen: ich hab ihn eingehalten. 3 verschieden Bahnen zum Flughafen (fuer die ich nur sensationelle zwei verschiedene Tickets brauchte) und ich war so frueh da, dass die mich direkt auf einen frueheren Flieger gebucht haben.

Der Flug war extrem ereignislos, es gab nicht ml sowas aufregendes wie Essen, was ich ziemlich doof fand.

Der Transfer zum Bus war dann schon aufregender, weil da die ganze Zeit so eine kleine Japanerin auf eins einquasselte, keine Ahnung, was die wollte, und von den anderen englischsprachigen Gaesten hat's auch keiner verstanden. Aber als sie ihr Schild hochhielt und loslief, sind wir alle hinterher (wohl weil die Japaner das auch machten) und letzten Endes kamen wir am Bus an.

Und jetzt bin ich im Hotel, oder besser gesagt meiner Unterkunft. Hat ein bischen was von Sagaurlaub. Komfortfreie Zimmer, Gemeinschaftsbad, Essraum. Ein Tisch fehlt mir hier leider auch, Laptop auf dem Schoss macht keinen so grossen Spass. Naja. Immerhin gibt's hier Internet. Sogar mit WLAN.

Jetzt geh ich erstmal essen und schau mal, wo mein Skiverleih ist.

Saturday, February 17, 2007

Zweiter Tag in Tokyo

Nenene, so gibt das nie was mit dem Fischmarkt. Den Wecker heute (diesmal ging er wirklich) um 7 hab ich erstmal ignoriert, bin eine Stunde spaeter aufgestanden, dann erstmal fruehstuecken, ein bischen rumtroedeln um um halb 11 war ich dan auf dem Markt. Da war natuerlich ausser leeren Kisten nix mehr zu sehen. Nen Haufen Staende wo ein paar Fische, Gemuese und sonstige Kochwaren verkauft wurden, aber nix besonderes. Solchermassen enttaeuscht bin ich dann in der naechsten Sushibude eingefallen und hab erstmal ein zweites Fruehstueck genommen. Im Hotel hatte ich eh nicht so viel gegessen, weil ich da mit der gemischten Auswahl von Toast und Marmelade, Ei und Wuerstchen sowie Fisch und Suppen ein bischen ueberfordert war. Von dem kalten Omelette, Kartoffelecken und Salat mal ganz zu schweigen. Hab ich das Muesli schon erwaehnt?

Nach dem Essen hab ich mch dann zum Senso-Ji Shrein aufgemacht. Nach den ganzen Tempeln in China war ich ja schon etwas verwoehnt, deswegen hat mich das Setup hier in Japan ein bischen ueberrascht. Rund um die Tempelanlage waren kleine Marktstaende aufgebaut wo Krams fuer die Touris verkauft wurde, der eigentliche Tempelbereich war abgeriegelt und nur ein Schrein war geoeffnet, wo die Leute reinkonnten um zu beten und ihre Spenden loszuwerden. Hocheffizientes Spendensystem gibts hier, da stehen am Eingang und mittendrin grosse Kaesten, wo die Leute ihre Kohle reinwerfen koennen, ohne gross Zielen zu muessen. Oder ohne irgendwelche Heiligtuemer mit scharfkantigen Muenzen zu beschaeftigen. Ausserdem ist das wahrscheinlich so einfacher, die Kohle einzusammeln und dem Tempel zur Verfuegung zu stellen, als wenn man die Muenzen aus all den Nischen und Ritzen raussammeln muesste, wo die in China das Geld reinstecken.

Heute hatte ich uebrigens das erste Mal Probleme, Haltestellen zu finden. Auf dem Weg zum Schrein bin ich einmal aus- statt umgestiegen und hab dann den Eingang zur richtigen Metro nicht mehr gefunden, nach dem Schreinbesuch hab ich gar keine Metro gefunden (die Hinweisschilder zeigten erst in eine Richtung und dann kamen keine mehr) und an der Shimbashi Station hab ich keinen Tom gefunden. Mit dem war ich da verabredet (ex-Kollege von Ericsson, falls noch jemand ausserhalb der Firma mitliest). Aber er hatte gesagt Westausgang, und davon gab's mindestens 3. Also sind wir 20 Minuten um die Station gerannt, bis wir uns schliesslich zufaellig doch noch getroffen haben.

Mit Tom bin ich dann ein bischen durch die Ginza gestreift, hab den Apple-Store ueberfallen (4 Etagen ohne aufdringliche Verkaeufer! - herrlich), mal den grossen Bruder von meinem Notebook begrabscht (hat ja schon ein schoenes grosses Display...) und bin dann ohne Notebook wieder raus. Auch ohne neuen iPod. Gut, ne?

Spaeter waren wir dann noch mit Toms Freundin und Mutter (das sind zwei Personen! Nicht was ihr jetzt wieder denkt!) essen gegangen und dann haben wir uns auch schon wieder verabschiedet und ich hab mich aufgemacht Richtung Heimat. Recht frueh ins Bett, damit ich morgen auch schoen frueh rauskomme. Da muss ich ja Bahn fahren, um bis zum Bahnhof zu kommen. Das war mir naemlich auch heute morgen erst aufgefallen. Ich wollte schon los und mit ein Schuettelbusticket zum Narita-Flughafen kaufen, da hab ich auf mein Ticket geschaut und gesehen, dass ich ja von Haneda losfliege. Wie fast alle Inlandsfluege. Und nach Haneda kommt man eben mit der Bahn. Aber das ist eine andere Geschichte und die soll morgen erzaehlt werden.

Friday, February 16, 2007

Freitagsbummel

Frueh aufstehen, um 7 das erste Fruehstueck nehmen und dann ab zum Fischmarkt. Das war der Plan. Haette bestimmt auch funktioniert, wenn der Wecker an meinem Bett nicht um 12 Stunden verschoben gewesen waer. Der hatte fuer morgens um 9 schon abends um 9. So hab ich dann auch gleich noch das Fruehstueck verpasst, hatte natuerlich auch nicht das Handy gestellt, das ist aus, weils ja hier eh nicht funktioniert. Kleiner Tip; mein Handy geht nicht. Wenn Ihr mir Nachrichten seit Donnertstag mittag geschickt habt: sind nicht angekommen. Am besten Mailen.

Naja, egal, Fruehstueck wird ja eh total ueberbewertet. Also mit knurrendem Magen raus auf die Strasse und erstmal die U-Bahn angesteuert. Da hab ich dann mit meinen beiden Lonenly Planets (Tokyo und Best of Tokyop) versucht rauszukriegen, was ich denn fuer ein Ticket ziehen muss. Die Preisinfos sind naemlich leider nur auf japanisch. Letztlich hab ich mich dann fuer die Prepaid-Variante entschieden, mit der ich jetzt 6 Monate lange U-Bahn fahren darf. Da kann doch nix schiefgehen. Was? Zuviel gezahlt? Nee, kann nicht...

Immerhin wusste ich, wo's langgeht. Die Route hat mir Metro (das Programm auf meinem Palm) ausgespuckt und die Navigation in den Haltestellen ist auch recht uebersichtlich.

Erster Stop war dann der Imperial Palace. Da bin ich ein bischen durch die Gartenanlagen gelustwandelt, wie man das hier in Asien ja scheinbar so tut und hab mich gefragt, ob's denn da auch noch was zu sehen gaebe ausser Wiesen mit ein paar Baeumen drauf und grossen Betonflaechen dazwischen. Na gut, ein grosser Wassergraben war da noch, aber ansonsten war ich ein bischen enttaeuscht. An den Palast kommt man natuerlich gar nicht ran. Auf meinem weiteren Weg durch die Stadt bin ich dann erstmal mittags indisch essen gegangen. Klar, was man halt so macht, wenn man in Japan ist. Aber das Menu sah so einladend englisch aus, und Hunger hatte ich auch bis hinter beide Ohren, also was solls?

Naechster Stop: Edo Museum. Eigentlich wollte ich zum Ryogoku, wo das Sumo-Museum auch ist, aber als ich da war hat das Edo-Museum einfach mehr Werbung gemacht. War auch interessanter beschrieben im Reisefuehrer. Vor dem dahinkommen musste ich allerdings nochmal das Fahrkartenratespiel spielen, weil naemlich da nur Bahnen der Japan Rail hinfuhren, die aber von meinem tollen Prepaid-Ticket nicht abgedeckt wurden. Es gibt hier naemlich drei Carrier, und im Lonely Planet ebenso viele Seiten mit Tips, wann man welches Ticket kaufen sollte. Gleich nach dem Hinweis, das U-Bahn-Fahren ja soooo einfach ist.

Immerhin kam da, als ich raetselratend vor dem Fahrkartenautomaten stand, ein freundlicher aelterer Herr, der ein bischen Englisch sprach und hat mir geholfen. Ueberhaupt scheint man hier als Tourist erstmal die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Am Palast hatte sich auch eine Dame angeboten, mich mal zu fotografieren. Hab ich auch danken und mit vielen Verbeugungen (hsssss) angenommen.

Im Edo Museum gabs viel zur Stadtgeschichte Tokyos. Sehr interessant, aber auch ermuedend. Am Ende musste ich erstmal kurz auf einer Bank die Augen zumachen, bevor ich das Museum verlassen konnte. Sehr interessant waren auch die Besucher, die haben sich naemlich schoen artig in einer Schlange an den Glaskaesten vorbeigeschoben. Ganz ohne Gedraenge und so. Nur der lange Touri, der da rumlief, musste natuerlich ueberall vorbeirennen und ueber die Schlange druebergucken...

Letzter TOP war dann ein Ausflug in die Electric City, so ein Viertel wo nur Elektronikkrams verkauft wurde. War aber irgendwie nicht so spannend, weil doch alles ein bischen verramscht aussah.

Vorhin, auf dem Weg vom Hotel zum Abendessen, hab ich dann mal an der Rezeption gefragt, was denn hier mit den Massagen waer, die in der Hotelinfo erwaehnt werden. Und mal direkt einen Termin fuer 22:00 gemacht. Allerdings hab ich mich danach dann schon gefragt, was fuer ein Massageservice von 20:00 bis 3 Uhr morgens angeboten wird, und dann noch auf dem Zimmer. Deswegen war ich sehr erleichtert, als zum vereinbarten Termin dann eine etwas aeltere Dame an meine Tuer klopfte, die nicht nach der anderen Art von Massage aussah. Vom Massieren verstand sie allerdings was. Die konnte vielleicht zupacken ;-) Ich hoffe, ich hab nicht zu laut um Hilfe geschrien...

Jetzt bin ich entspannt und muss ins Bett. Ausserdem fuehl ich eine Erkaeltung heranziehen, die fehlt mir grade noch...

Thursday, February 15, 2007

wwwwww...?

...asndas? Hab grade das Bad mal aus akutem Anlass naeher inspiziert. Meine Toilette hat eine Fernbedienung. Samt beheizter Klobrille und mit Popoputze...

Hab mal auf fast alle Knoepfe gedrueckt, die das so dran waren und... naja, ich glaub ich hab ziemlich bloed geguckt. Immerhin hab ich den Knopf 'for ladies' ausgelassen. Bei meinem Glueck ist das wahrscheinlich der automatische Tamponentferner. Autsch!

erster Eindruck

Ach ja, den ersten Eindruck wollte ich doch noch kurz beschreiben. Also, im Moment wirkt das hier alles deutlich angenehmer als in China. Der Flughafen war hervorragend organisiert, bis in den Bus gabs gar kein Problem fuer mich gaijin. Leute sind generell sehr freundlich (manchmal etwas uebertrieben fuer mein Verstaendnis), selbst wenn sie kein Englisch sprechen. So wie die Kellner vorhin. Aber mit denen hab ich mich gut verstanden. Ok, zugegeben, verstanden haben wir uns nicht so gut, aber jeder hat sich an sein Dinner-Protokoll gehalten und irgendwie war ich am Ende satt und der Kellner reich. Alles gut. Lookalooka.

Die Stadt ist hier in Akasaka eher klein. Selbst die grossen Strassen sind ziemlich uebersichtlich, und da wo ich eben rumgelaufen bin, waren's eher Gassen als Strassen. Gemuetlich. Sah alles recht freundlich aus. Und kein einziger Kerl, der mir Lady Massage andrehen wollte. Aber hier im Hotel kostet die Massage fuer 40 Minuten auch nicht viel mehr als ein Abendessen. Vielleicht soll ich ja noch...

Bin da

Abends. Im Hotel. Hab's prima gefunden, war von der Haltestelle, wo der Airport-Shuettelbus mich rausgelassen hat nur eine Viertelstunde oder so zu laufen. Obwohl es auf meiner Karte ganz anders aussah. Irgendwie bin ich vom Shanghai-Stadtplan gewohnt, dass man fuer 10 Kartencentimeter eine halbe Stunde unterwegs ist. Aber hier die Karten haben zum Glueck nen anderen Massstab.

Hab dann mal kurz alles im Zimmer abgeladen und bin losgezogen, was zu essen zu suchen. Das Zimmer ist uebrigens klasse. Hoechstens zwoelf Quadratmeter, mit Bett, Fernseher, Schreibtisch mit Netzwerk, Kuehlschrank und komplettem Badezimmer. Das ist so ungefaehr der Platz, den ich im Hotel in Shanghai als Arbeits- und Ankleidezimmer habe. Aber super eingerichtet hier, macht alles einen recht pfiffigen Eindruck und ist durchaus modern-stlvoll designt. Naja, dafuer zahl ich ja auch pro Nacht so viel wie naechste Woche in Kyoto fuer 3 Uebernachtungen...

Essen war auch lustig grade. Bin ein bischen zur naechsten grossen (naja...) Strasse gelaufen, hatte eigentlich nach nem Sushi-Laden aus dem Lonely Planet gesucht, und hab dann beim ersten Restaurant halt gemacht, das mit English menu geworben hat. Ausserdem hatten die draussen auf der Karte Sashimi. Kaum war ich drinnen, durfte ich mich erstmal von meinen Schuhen befreien. Die ich schon den ganzen Tag anhatte. Na toll. Zum Glueck musste ich noch warten, bis mein Platz fertiggemacht wurde, da hatte ich im Vorzimmer ein bischen Zeit zum Ausduensten.

Gegessen hab ich dann direkt an der Bar, Sashimi, Huhn und gebratene Paprika. Alles ganz lecker. Hat dann auch nur das fuenffache einer vergleichbaren Portion in Shanghai gekostet ;-( Muss ich mich wohl dran gewoehnen. Wenn das so weitergeht, komm ich mit dem dicken Geldscheinbuendel, was ich mir am Flughafen gezogen hab, wohl nicht weit...

So. Jetzt muss ich mal ueberlegen, was ich morgen mache.

Lunchtime

Lunchtime
Kleiner Nachtrag zu dem Essensbericht von Dienstag...

Endlich Urlaub

Juhuu, endlich Urlaub. Waehrend sich ganz China aufs neue Jahr vorbereitet, sitze ich im Flieger nach Tokyo um da 10 Tage Urlaub zu machen. Also, 2 Tage Tokyo, drei Take Niseko (hoffentlich im feinsten Pulverschnee) und nochmal 2 Tage Kyoto. Inzwischen hab ich alle Fluege und Hotels gebucht, da muss ich mir keine Sorgen mehr machen, jetzt muss ich mir nur noch ein bsichen Programm ueberlgen. Aber mit 3 Lonely Planets im Gepaeck wird mir schon was einfallen.

Eben gab's schon was zu essen, unter mir ziehen die kleinen weissen Cunnilingus-Woelkchen (oder wie heissen die?) vorbei... faengt doch gut an. Ich hab's uebrigens geschafft, mit nur 15Kilo im Rucksack zu reisen. Neuer Rekord. Und da ist alles drin, ausser dem Laptop und den Sachen, die ich anhab...

Letztes Wochenende

Kurze Zusammenfassung vom letzten Wochenende: erstmal Freitag Fahrkarten kaufen nach Suzhou (da wollten wir Samstag Gaerten gucken), ganz grosses Abenteuer. Riesen Bahnhof, hundert Eingaenge, 10 Chinesen vor jedem und null englische Schilder. Und wir mitten drin. Sind ne gute Stunde da rumgelaufen, bis uns ein freundlichen Uniformtraeger an die Hand genommen hat und und an einer langen Menschenschlange vorbei an einen Schalter zerrte, wo er den Fahrkartenkauf fuer uns in die Wege geleitet hat. Jedenfalls die Hinfahrkarte. Rueckfahrt ging nicht. Na toll.

Samstag morgen wollten wir dann mit dem Taxi zum Bahnhof. Wollte das Taxi auch. Wollten die hunderttausend anderen Autos scheinbar auch, und wir sassen fest im Stau. Ging immer so meterweise vorwaerts bis uns der Taxifahrer irgendwann anzeigte, wir sollten besser die letzten paar Meter laufen. Haben wir dann auch gemacht und waren grade noch so rechtzeitig am Bahnhof. Wo wir dann erstmal festgestellt haben, dass wir keine Zugfahrkarten gekauft hatten, sondern welche fuer den Bus. Und der Bus war eng, hing staendig im Verkehr fest und hat fuer die ganze Strecke doppelt so lange gebraucht wie der Zug.

Als wir dann endlich in Suzhou waren, haben wir erstmal so ein kleines Motorradtaxi genommen, um zum richtigen Bahnhof zu fahren und Zugfahrkarten fuer die Rueckfahrt zu kaufen. Diesmal wirklich mit dem Zug.

Danach gings dann endlich zum Sightseeing. Erstmal die Nordtempelpagode und dann der Garten der Politik des einfachen Mannes. Nee, ehrlich, der heisst wirklich so. Viele kleine Teiche, Baeume und Pagoden zum drin Lustwandeln. Aber ganz ehrlich, nach zwei von den Gartenanlagen war es dann auch gut. Fuer das ungeschulte Auge sind die sich doch sehr aehnlich, und ich haett keine Lust gehabt, die anderen 20 oderso Gaerten auch noch abzulaufen.

Statt dessen sind wir lieber zurueck zum Bahnhof. Auf Schusters Rappen, weil kein Taxi kam. Haben's auch grad noch so geschafft und uns mal wieder von einem Uniformierten im Eiltempo an den Schlangen vorbeibringen lassen, weil natuerlich der Zug schon fast abgefahren war.

In Bahnhofsnaehe in Suzhou gab's uebrigens leckere Sachen zu kaufen. So eine ziemlich feste, leicht klebrige Masse wo wohl Nuesse und Obst und sowas drin waren, und die da in grossen Klumpen verkauft wurde. Da hatten wir auf dem Hinweg schonmal was von gekauft, war echt lecker, und auf dem Rueckweg zum Zug wollten wir noch mehr holen. Hab also dem freundlichen Onkel mit dem grossen Messer 20 RMB hingehalten und auf das Zeug gezeigt. Er hat dann gezeigt wieviel er abschneiden wollte und wir haben genickt. Und dann wollte er fuer die Scheibe ploetzlich 70 haben. Neenene, so nicht. Wir also wieder die 20 hingehalten. Aber irgendwie hat der nicht gerafft, dass wir nur fuer so wenig Geld einkaufen wollte. Als dann noch sein Kollege vom Nachbarstand ankam und anfing rumzuschreien, sind wir gegangen. Verarschen lassen kann ich mich auch woanders.

Was in den Gaerten uebrigens noch sehr lustig war, waren die Eingeborenen, die immer Fotos mit uns machen wollten. Da mussten wir dann mit denen posieren (meist mit den Maenner, aber die wollte ja auch immer unsere Frauen auf die Bilder haben) und es wurde froehlich drauflos geknipst. Komische Leute hier.

Sonntag gab's nochmal Tempeltouren in Shanghai. Gemuetlich mittags los, Jadebuddha- und Drachenblumentempel besichtigt, dann zum Thai und lecker Buffet gegessen und zum gemuetlichen Abschluss im Cloud 9 noch ein paar Cocktails geschluerft. Das Cloud 9 ist im 87 Stock vom Jinmao-Turm, ziemlich nahe beim Oriental Pearl Tower, wo wir vor ein paar Wochen waren und genauso hoch. Aber tausendmal gemuetlicher, um die Aussicht zu geniessen, weil man mit seinem Glas gemuetlich vor dem Fenster im fetten Pluesch sitzt und seine 120 Yuan Mindestverzehr aufbraucht. Was uebrigens ziemlich schnell geht. Aber immerhin, im Pearl Tower zahlt man 100 nur damit man hochfahren darf. Kein so dolles Preis-Leistungsverhaeltnis.

Tuesday, February 13, 2007

Above and beyond

Huh. Heute zum Mittagessen haben wir mal was anderes probiert. Wollten nicht schon wieder in die Schlabberkantine. Also alle zusammen rueber ins Einkaufszentrum und das groesste Restaurant am Platz gestuermt. Es gab sogar eine englische Speisekarte zum Selberankreuzen, sehr praktisch. Weniger praktisch war, dass da schonmal jemand was drauf angekreuzt hatte und der Kellner nicht gerafft hat, was da vorher schon drauf war und was wir ausgesucht haben. Dabei hatten wir dicke Striche vor die Gerichte gemacht und der andere Kunde kleine Haekchen dahinter. War eigentlich gar nicht so schwer. Troztdem hat der Typ mit bei vier Gerichten mit Haekchen dran erzaehlt, die waeren heut gar nicht da. Ja und? Die wolln wir doch gar nicht, Du Chinase!

Naja, letzten Endes hatten wir dann doch ziemlich viele Sachen, die wir auch tatsaechlich bestellt hatten. Um die Stier- und Hammelhoden haben wir mal einen Bogen gemacht, aber Garnelen mussten ja schon sein. Gab auch einen grossen Teller voll, alle schoen auf Holzspiesschen, damit man die im Topf auch wiederfinden konnte. Wobei das schon ein bischen komisch war, weil an den ganzen anderen Leckerein ja auch kein Fangriemen oder so da war, der das Fischen erleichtert haette.

Vielleicht sollte ich kurz ausschweifen. Das Essen, was kam war kalt. Der grosse Suppentopf in der Mitte vom Tisch war voll brodelnder Bruehe. Klar? Kaltes Essen, heisse Bruehe, kombiniere mein lieber Watson, it's Fondue-Time.

So. Also hatten wir Blubberbruehe und Scampis am Spiess. Passt doch hervorragend zusammen. Bis der Stefan dann mal dezent darauf hinwies, dass ja eins von den Viechern noch zuckte. Beim naeheren Hinsehen haben wir dann festgestellt, dass da doch ein recht buntes Treiben auf dem Teller herrschte und ein paar Tierchen noch vehement mit dem Schwanz peitschten. Hat dann doch ein bischen Ueberwindung gekostet, die mal eben in den Topf zu schmeissen. Aber eigentlich haben wir damit ja nur ihre Leidenszeit verkuerzt...

Immerhin weiss ich jetzt auch, warum die alle auf Spiessen steckten. Kann man den Langnasen wohl nicht zumuten, wenn das Essen noch agiler auf dem Teller rumlaeuft, bis man's in den Topf befoerdert.

Heute abend waren wir bei den chinesischen Akrobaten. Sehr lustig. Erzaehl ich aber spaeter.

Monday, February 12, 2007

Jetzt wirds dekandent

Anders kann ich das nicht sagen. Nicht nur habe ich einen Flug nach Tokyo am Donnerstag gebucht (um den Neujahrsfeierlichkeiten hier aus dem Weg zu gehen), nein, zu allem Ueberfluss hab ich jetzt noch einen Flug nach Hokkaido im Norden Japans gebucht, und da auch noch ein Hotel, um in Niseko skilaufen zu gehen. Da solls naemlich ganz viel schneien, und der ganze Laden ist fest in der Hand von Aussies, die da powdern tun wollen. Und der Joern, der alte Tiefschneeanfaenger, mittendrin.

(Danach geht's dann uebrigens noch nach Kyoto, damit ich auch wenigsten ein bischen Kultur mitnehme...)

Tja, deswegen war ich vorhin mal im hiesigen Sportgeschaeft, um mich ein bsichen einzudecken. Einmal Treckingrucksack, damit ich in Japan nicht den fetten Koffer rumschleppe, dann noch Handschuhe und eine Skihose. Alles zusammen fuer den extrem hohen Betrag von 130 Euro. Und das auch nur, weil ich natuerlich den teuersten udn groessten Rucksack genommen hab, den ich kriegen konnte, mit einem Tragesystem, was sich gewaschen hat. Lieber 20 Euro zuviel ausgeben als das das Ding nachher nicht passt. Bei der Hose hab ich das leider andersrum gemacht, da hab ich die Weite ein bischen zu optimistisch eingeschaetzt (Umkleiden hab ich nicht gefunden) und auf gut Glueck mitgenommen. Jetzt muss ich entweder eine Woche hungern damit ich nicht aussehe wie in eine Wurstpelle gestopft oder mir in Japan eine Hose leihen. Aber fuer die 13 Euro, die die Hose gekostet hat, kann ich ja fast das Taxi bezahlen, um zu dem Laden zu kommen, deswegen weiss ich noch nicht, ob ich mir den Stress mit dem Umtauschen wirklich antun will...

Und sonst? Heut war der erste Tag im neuen Buero. Hat alles erschreckend gut funktioniert. Internet ist tausendmal schneller als im alten Gebaeude, alles funktioniert, ich hab einen anstaendigen Buerostuhl (naja, waer nett, wenn man ihn noch 10 Zentimeter hoeher stellen koennte, aber es geht) und einen (achtung, gut festhalten jetzt) hoehenverstellbaren Schreibtisch. Elektrisch. Knopf -brrr- hoch. Anderer Knopf -brrr- runter. Da kann man nicht meckern.

Eine Kantine gibt's hier auch. Spottbillig, 80 Cent fuers Mittagessen, und in der Qualitaet knapp ueber der von Ericsson. Nicht viel mehr, aber ist ok. Essen war eigentlich auch gar nicht uebel, allerdings hatte ich vorhin erstmal nen laengeren Termin im Bad. Und morgen frueh auch. Wenn ich jetzt krank werde, waer das echt Kacke, zumal ich alle meine Fluege ohne Ruecktrittversicherung gebucht hab. Wozu auch, was soll in einer Woche schon passieren...

Aprospos buchen: ich wollte meine Hotelbuchung fuer Tokyo um einen Tag kuerzen. 3 Tage Tokyo und einen Tag Kyoto fand ich etwas unausgeglichen... Hab also frohen Mutes bei Expedia gecancelt und dann neu gebucht und --- wie, Hotel hat keine Plaetze mehr? Waa? Sofort bei Expedia angerufen und versucht, die Stornierung zu stornieren, ging natuerlich nicht, und dann in Japan angerufen um beim Hotel direkt die Stornierung zu stornieren. Das ging dann. Phew. Nochmal Glueck gehabt.

Tuesday, February 6, 2007

Na sowas


Hm. Na sowas. Das erklaert, warum am Samstag aus der Kneipe so wenig Maenner mit Weibchen unterm Arm rauskamen. Wir waren naemlich nach dem Essen auch im Zapatas, Mexican Cantina. Ob das hier ne Kette ist, oder hab ich dieses Schild einfach nur uebersehen?

Sunday, February 4, 2007

Yo! My nigga!

Kleiner Wochenendbericht. Ist nicht viel passiert, deswegen muss ich auch nicht viel schreiben.

Samstag hab ich mal schoen gemuetlich bis um 12 geschlafen. War mal noetig. Dann ein bischen zum Japaner gelaufen, wo wir abends essen wollten, Tischreservierung geaendert wieder heimgelaufen, zwischendurch mit U-Bahn und Taxi abgekuerzt. Wobei die Tischreservierung mal wieder fast an meinem Mangel an Verstaendnis fuer die chinesische Sprache misslungen waere. Oder an der Unkenntnis der Angestellten an der englischen Sprache. Wie mans nimmt. Jedenfalls hat meine Aussage, ich haette ja fuer abends einen Tisch fuer 10 Leute reserviert, nur entsetzt aufgerissene Augen geerntet - "WAAAAS? Sie wollen fuer heute Abend einen Tisch fuer 10 Leute????"...

Naja, hat sich aber alles aufgklaert und wir durften essen kommen. War extrem lecker, wie immer (war ja jetzt schon das dritte Mal da, und der Tisch fuers naechste Wochenende ist auch schon reserviert...), Bier und Sake waren auch hervorragend, und auch die Bierchen, die wir hinterher noch in der Kantina um die Ecke gezogen haben waren durchaus trinkbar. Dafuer ist die Erinnerung an den Heimweg ein bischen dunkel geworden, aber da ist ja sicher auch nicht viel spannendes passiert.

Heute, also Sonntag morgen, klingelte dann recht frueh, also noch vor zehn Uhr, das Telefon. Dachte zuerst, die Kollegen wollten mich fuer irgendwelche Tagesaktivitaeten gewinnen, weil doch gestern mal die Rede von einer Bootsfahrt war. Bin dann trotzdem rangegangen und hatte den Boy von der Rezeption dran. "Nigga! Is post for you, nigga! Nigga, come pick up, nigga!". Kein Scheiss.

Ich glaube, Nigga ist hier entweder der Ausdruck fuer "aeh" oder vielleicht auch eine hoefliche Anrede fuer auslaendische Gaeste. Aber sicher bin ich nicht. Seit ich den Hotelburschen aber mal gehert hab, wie er das Wort alle 4 Satzzeichen lang wiederholte, ist es mir auch schon bei anderen Gespraechen aufgefallen. Scheint also so ungewoehnlich nicht zu sein.

Naja, hab mich dann aus dem Bett geschaelt, mal kurz Wasser durchs Gesicht gespritzt und ne Hose angezogen und bin dann runter in die Lobby getorkelt. Die irgendwie voller Leute stand. Sehr unangenehm. Denken jetzt sicher auch, was hier denn wohl fuer Suffkoeppe absteigen. Aber ich hab mein Paket bekommen, keiner ist von meiner Fahne umgefallen und ich hab mich schnell wieder ins Zimmer verkrochen. Jetzt hab ich immerhin meine Japanreisefuehrer. Und noch gleich zwei Buecher zum Lesen. Wo ich einmal bei Amazon beim Bestellen war, hab ich gleich noch Unterhaltung mitgeordert. Zweimal Harry Dresden (hallo Isa!).

Ansonsten haben wir dann heute tatsaechlich noch die Bootsfahrt auf dem Huangpu Fluss gemacht, der fliesst hier mitten durch die Stadt. Vom Ticketverkauf mit Bus zum Anlegeplatz, dann eine halbe Stunde flussabwaerts, dann eine halbe Stunde flussaufwaerts und wieder ausschiffen. Nett.

Oh, und in eine Teestube sind wir noch eingefallen. Ich muss ja noch Tee kaufen, den der Ron dann Dienstag nach Deutschland schmuggeln kann, da wollte ich doch auch mal welchen aussuchen und probieren. War toll. Wir setzten uns, die Bedienung kam, sah und sprach. In erbrochenem Englisch, aber wir konnten uns verstaendlich machen. Es gab drei Sorten Tee, rot, gruen und Jasmin. Und der Jasmintee war in lossen Blattfetzen und schmeckte grauslich. Also Annette, sorry, aber es gibt doch nur den teuren Supermarkttee...

Thursday, February 1, 2007

And the winner is...

Waren eben im Carrefour shoppen. Da hab ich dann die weltlangsamste Bedienung bei der Arbeit gesehen. Oder jedenfalls eine von denen. Die scheinen naemlich tatsaechlich alle bei dem Laden zu arbeiten. Ist unglaublich, denen bei der Arbeit zuzuschauen. Die Kunden legen naemlich ihre ganze Ware auf die Ablageflaeche an der Kasse, die Kassiererin graebt dann erstmal gemaechlich durch den Haufen um was zu finden, was noch in die aktuelle Tuete passt (die sie vorher umstaendlich aufgefuddelt hat), schaut dann mal in aller Seelenruhe, wo der Barcode ist, haelt den dann vorsichtig vor den Scanner (nicht zu schnell, sonst erschreckt der sich), und legt das Teil dann gemuetlich in die Tuete, damit's ihm nicht zu unbequem wird neben den anderen Tuetenbewohnern.

Und sucht sich das naechste Stueck aus dem Haufen...

Ungelogen, ist alles wahr. Ich hab eben fuer 3 Meter Schlangestehen gute 20 Minuten gebraucht. Da waren vier Kunden vor mir, einer mit Einkaufswagen und der Rest mit Koerbchen. Und ich mit 4 Artikeln, aber die abzukassieren hat auch gute 5 Minuten gedauert. Versteh ich gar nicht, wenn die doch hier alle so langsam sind, dafuer die Arbeitskraefte aber nix kosten, koennen die doch eigentlich pro Kunde immer 3 Kassen benutzen, oder?

Wobei, da wo ich stand, waren tatsaechlich 3 Kassen. Hintereinander. Und daneben nochmal drei Kassen. Hintereinander. Und zwischen den beiden Kassenreihen war Platz fuer genau 2 Einkaufswagen nebeneinander. Da sah man genau, wie exakt der hiesige Kassendesigner das geplant hat - ich frage mich nur, ob er auch bedacht hat, dass wenn zwei Einkaufwagen an den beiden hintersten Kassen stehen, keiner mehr daran vorbei kommt. Wahrscheinlich war das genau der Grund, warum von jeder dieser Reihen immer nur eine Kasse auf war.

Gnaaa! Und solche Leute wollen komplexe Software entwickeln?

Wednesday, January 31, 2007

Vodka Time!

Heute war Jahresabschlussparty von der Firma hier. Also erstmal ein Nachmittag lang Meeting fuer alle mit Extreme Selbstbeweihraeuchering und Lobhudelei weil alle so toll sind, und abends gab's dann feines Dinner mit Unterhaltungs-Showprogramm und lustiger Verlosung. Verlosung in dem Stil, dass ein computergesteuerter Zufallsgenerator Namen aus dem Hut gezogen hat von den Mitarbeitern, die Geld- und Sachpreise mit nach Hause nehmen durften. Die wissen hier scheinbar noch, wie man Mitarbeiter motiviert. Kann man ja heutzutage nicht mehr von jedem Arbeitgeber behaupten.

Ach ja, gelernt hab ich auch was: nicht mit Chinesen Bruederschaft trinken und Glaeser exen. Die kommen dann naemlich im Team und trinken jeder ein Glas mit einem, die Pfuscher. Und der Busfahrer muss dann aufwischen...

Gut dass mir das nicht passiert ist.

Sunday, January 28, 2007

Nachschlag

Na gut, will mal nicht so sein und noch kurz verraten was wir gemacht haben. Aber wirklich nur kurz.

Sind mit dem Taxi vom Hotel zum Busbahnhof gefahren, wo wir die Busse nach Zhouzhuang vermutet haben. Der Taxifahrer war allerdings vom Hotel bestellt und hat uns mindestens einen 50% ueberhoehten Preis berechnet. Wenn der dabei nicht noch einen Umweg gefahren is. Sackgesicht. Das naechste Mal holen wir uns wieder ein Taxi an der Strasse.

Am Busbahnhof gab's nur chinesisch. Hab der Frau am Schalter also meinen Reisefuehrer mit dem chinesischen Zeichen fuer Zhouzhuang unter die Nase gehalten und die hat mir einen Zettel mit "14:30" unter die Nase gehalten. Noch 3 Stunden warten bis der Bus faehrt? Nee, danke.

Da sind wir dann lieber mit der Bahn ins Zentrum gefahren und ein bischen im Yu-Garten gelustwandelt. Das war auch nett. Viele Baeume, ein paar Pavillons und Teiche, haufenweise Fischies... und alles recht ruhig, trotz der Grossstadt aussen rum und der Touri-Massen, die sich da durchwaelzten.

Naja, und abends waren wir dann halt wieder beim All-you-can-eat-Japaner. Sehr lecker. So lecker, dass wir fuer naechsten Samstag gleich wieder einen Tisch reserviert haben ;-)

Saufen, saufen, saufen,...

saufen,
saufen, fressen und ...

Nee, das nicht. Aber wir waren wieder beim All-you-can-eat-Japaner. Jetzt ist der Joern vollgefressen und angeschickert und kann kein Blog mehr schreiben.

Ihr duerft Euch selbst ausmalen, was wir in Shanghai so alles erlebt haben.


Viel Spass.

Saturday, January 27, 2007

Tempel und Tuermchen

Aufstehen um 11. War wohl keine so gute Idee, gestern nach dem Film noch ein bischen WoW zu spielen... gaehn. Aber irgendwann klingelte das Hoteltelefon und eine freundliche Maennerstimme informierte mich, dass das heutige Tagesprogramm auseinem Ausflug in eine angrenzende sehenswuerdige Stadt sei. Mist, dabei hatte ich so gehofft, dass alle in die Stadt wollen und ich faul zu hause rumliegen koennte. Aber so einen Ausflug kann man sich ja nicht entgehen lassen.

Naja. Unten in der Hotelhalle haben wir uns dann erstmal eine lange diskussion mit einem der Hotelpagen geliefert, der uns seinen Freund als Fahrer aufdraengen wollte. Wir fanden aber eine Fahrt mit dem normalen Taxi billiger, zumindest nach unserer Rechnung. Nach ausgiebiger Konsultation aller Reisefuehrer haben wir dann beschlossen, dass es eigentlich schon viel zu spaet ist, die Stadt noch zu verlassen und sind statt dessen zum Jade-Budda-Tempel gefahren.

Was uns da erstmal wieder aufgefallen ist, war die Affinitivitaet des Chinesen an sich zu Rauch. Also, dass Nichtraucher hier eher unbedeutend sind, haben wir ja schon gemerkt, und auch, dass so ein Glimmstengel eigentlich immer dazu gehoert. Egal, ob man in der anderen Hand noch die Staebchen mit dem Mittagessen haelt (und benutzt) waehrend man raucht, oder das Klopapier (und auch das vermutlich benutzt), sowas wie Tabuzonen oder -zeiten gibt's fuers Rauchen eigentlich nicht. Umso erstaunlicher war eigentlich, dass in dem Tempel Rauchverbot herrschte. Wo doch direkt im Eingangshof zwei grose Feuer brannten, in denen die Leute ihre Raeucherstaebchenbuendel anmachten. Buendel. Mindestens 20 auf einmal. Mit den rauchenden Buendeln in der Hand standen die Jungs und Maedels dann ueberall rum und verbeugten sich mehrfach in alle Himmelsrichtungen. Ich geh mal davon aus, dass das in der jeweiligen Religionszugehoerigkeit einem Gebet oder so gleichkommt.

Ueberhaupt ist Beten hier echt in. Zumindest in den Tempeln. Da wurde eigentlich alles mal kurz angebetet, was nicht bei drei auf den Baeumen war. Und ich sag Euch, die ganzen Statuen taten sich echt schwer mit klettern. Das ging teilweise so: ankommen, hinknien, dreimal verbeugen, aufstehen. Auf zur naechsten Statue. Nahm in meinen Augen schon echt inflationaere Zuege an. Ich mein, wenn man bei jedem Gott (ich nenn die Gebets-Zielobjekte jetzt einfach mal so, weil das Wort ist, was wohl noch am naechsten kommt) nur eine Minute verbringt, dann hat der wohl kaum den Eindruck, dass man da grade so richtig viel an ihn glaubt, oder?

Vom Tempel aus sind wir dann rueber zum Bund gefahren. Der Bund ist auf dem Stadtplan so ein richtig fetter Gruenstreifen am Fluss, wo man schoen rumspazieren kann.

Auf dem Stadtplan.

Der Bund ist in Wirklichkeit eine plattgewalzte Uferpromenade, von der aus man einen schoenen Ausblick auf Pudong, den frisch erbauten Teil von Shanghai jenseits des Flusses hat. Und zwischen der Promenade und der Strasse daneben stehen ein paar Baeume. Also, nix gegen die Aussicht auf die Skyline, aber den Gruenstreifen kann man sich auch wegdenken.

Dazu kommen dann noch kleine Fotostaende alle 50 Meter, die einen vor der Skyline fotographieren wollen um einem dann die Fotoabzuege zu verkaufen. Abzuege? Hallo? Wohl den Schuss nicht gehoert, was? Wo doch heute jeder mit Digitalkamera rumrennt und schon rein statistisch gesehen eins von den 500 Fotos die er macht anstaendig hinkriegt. Oder eins von 1000, wenn man so ein Amateur ist wie ich. Hab jedenfalls nciht gesehen, dass die viele Fotos verkauft haetten.

Nach Einbruch der Dunkelheit gings dann rauf auf den Oriental Pearl Tower. Einmal Shanghai aus 350 Meter Hoehe. Sehr eindrucksvoll, aber leider sind die Fenster da oben so dreckig, dass man nicht so anstaendig rausknipsen kann ;-( Ich hab's natuerlich trotzdem versucht.

Danach wollten wir dann mit dem Taxi heim. Der erste Versuch war so ein Haufen von Jugendlichen, die uns was von der Bruecke und nem Stop unten erzaehlten. Netterweise kam eine junge Frau vorbei, grade als wir bei denen ins Taxi steigen wollten, und wies uns drauf hin, dass das Privattaxen sind, die uns wahrscheinlich ueberteuerte Fahrpreise andrehen wollten. Ach so. Dann haben wir doch lieber ein anderes Taxi genommen, das hat uns zum Normalpreis gefahren. Muss man schon ein bischen aufpassen hier. Haette uns wahrscheinlich stutzig machen sollen, dass die uns erst was erzaehlen wollten und nciht schon laengst im Auto sassen.

Hab mich uebrigens vor dem Pearl Tower von einer Souvenir-Verkaueferin so richtig ueber den Tisch ziehen lassen. Wollte mir kitschige Modelle von dem Turm verkaufen, fuer 8 Euro. Ich hab ihr einen geboten. Bei 35 sind wir uns einig geworden. Wollte grade anfangen, stolz auf mich zu sein, weil ich ueberhaupt gefeilscht habe, da hat die andere Souvenirschubse dem Ron ihre Ware fuer 2 Euro angeboten. Der wollte aber immer noch nicht. Also, fuers naechste mal merken: erstmal ein horrend niedriges Angebot machen und dann solange ignorieren, bis sie wirklich nicht mehr runtergehen. Hab wohl noch viel zu lernen...

Friday, January 26, 2007

Kurz vor Wochenende

Ok. Ich muss 4 Tage nachholen. Der Freitag ist der erste der vier. Also, vergessen wir mal die unwichtigen Details. Heute gab's Arbeit, wie immer an einem Freitag, dann gab's essen, wie immer an irgendeinem Tag und danach sind wir dann auf's Zimmer und haben Miami Vice auf DVD geguckt. Bild war ok, aber der Ton war echt schwer zu verstehen. Und dann haun die da einen Slang raus, das Englisch ist ja ok, aber die benutzen da Worte die man hier gar nicht kennt...

Thursday, January 25, 2007

Zum Thema Sicherheit

Na, ich glaub da haben die Chinesen mal wieder was nicht verstanden. Oder schlecht bei Microsoft abgekupfert. Ja? Ihr wollt wissen, wieso? Na, dann erzaehl ich doch mal. Hier steht ein Telefon. Damit kann man telefonieren. Logisch. Manche Leute koennen damit sogar ins Ausland telefonieren. Und das geht so: Man waehlt eine bestimmte Nummer (und sagt dem Telefon damit "hallo, ich will ins Ausland telefonieren"), und waehlt dann den superdupergeheimen Zugriffscode um sich zu identifizieren. Soweit so gut. Jetzt kommt der Hammer: dann gibt man den gleichen Code nochmal ein. Haeh? Soll ich beweisen, dass ich mir eine 5-stellige Zahl 3 Sekunden lang merken kann? Liebe Leute, geheime Codes gibt man normalerweise immer beim Festlegen des Codes zweimal ein, damit man eventuelle Tippfehler aufspuert, bevor man sich mit einem falsch gesetzten Code fuer immer irgendwo aussperrt. Wenn ich also an meinem Hotelsafe den Code zweimal eingebe um ihn festzulegen, diene ich quasi meiner eigenen Sicherheit (falls meine flinken Finger mal eine Taste falsch getroffen haben). Wenn ich den Code zum aufmachen jedesmal zweimal eingeben muesste, wuerde ich erstmal dem Hotelmanager in den Hintern treten und dann mein Laptop lieber im Zimmer liegen lassen und hoffen, dass die Putzfrau es nicht klaut. Aber Vertrauen in das Sicherheitsverstaendnis des Safedesigners haette ich jedenfalls keins. Bei dem Safe waer dann wahrscheinlich die Seitenwand auch von aussen angeschraubt...

Microsoft macht das uebrigens ganz aehnlich, wenn man in Windows das Kennwort fuer die WLAN-Verbindung zweimal angibt (was man vorher im Access Point festgelegt hat, mit doppelter Eingabe). Aber das ist ja auch von Microsoft, da erwarte ich sowas ja schon.

Nach dem ganzen Identifizierungsgewaehle am Telefon darf man uebrigens die Zielrufnummer anrufen. Mit 4 fuehrenden Nullen vor der 49. Aber daran gab's nicht viel zu laestern, deswegen erwaehn ich das nur mal nebenher.

Das Schlimmste an der ganzen Geschichte ist, dass das Telefon von Ericsson ist und nicht von einer blilligen chinesischen Telefonklitsche. Also sind diesmal ausnahmsweise die Schweden schuld.

Wednesday, January 24, 2007

Ich bin Colophonius Regenschein

OMG. Zwei Tage ohne was zu posten. Na, so kann das aber nicht weitergehen. Da reisst ja voll die Faulheit ein bei mir. 'tschuldiung.

Mal sehn, was hab ich denn zur Entschuldigung vorzubringen? Eigentlich nur die Reiseplanung. Ich hatte ja mal beim lokalen Reisebuero, was hier fuer den Laden die Trips bucht, mal angefragt, ob die mir vielleicht sagen koennen, wo ich noch Fluege nach Thailand oder Japan buchen koennte, damit ich die Neujahrswoche nicht hier mit all den Chinesen im Chaos verbringen muss. Die haben dann prompt einen Flug nach Tokyo fuer mich gebucht, den ich nur noch bestaetigen muss... Nach Thailand war wohl nix mehr da. Naja, und da hab ich mir gedacht, Tokyo ist ja sicher auch mal einen Besuch wert. Und mit so einem kurzen Flug komm ich da auch nie wieder hin.

Also ging gestern das grosse Reisefuehrer suchen los. Wollte halt gern einen Lonely Planet fuer Tokyo und Japan haben, damit ich mich da nicht verlaufe. Problem ist nur, die gibt's hier in der Gegend nicht. Alles ausverkauft. War die letzten zwei Abende unterwegs und hab Buchhandlungen und Einkaufszentren abgeklappert, aber Lonely Planets gibt's nicht so oft. Noch seltener als Buchhandlungen, und das will schon was heissen. Und Japan ist sowieso aussichtslos. Alles sold out. Das gleiche beim deutschen und chinesischen Amazon. Nachdem ich dann vorhin die beiden letzten (und vielversprechendsten) Laeden gefunden hatte und da auch nix zu holen war (nur so ein Mini-Best-of-Tokyo-Buechlein) hab ich dann bei Amazon in USA bestellt. Lieferfrist war angeblich 6-9 Tage mit dem extra-teueren Versand, aber als ich die Bestellung abgeschlossen hatte, hies es ploetzlich, der erwartete Liefertermin waer der 16.2. Ratet mal, wann mein Flug geht... genau, am 15. Naja, vielleicht schaffts Amazon ja auch, die Lieferzeiten noch runterzusetzen, wie damals Apple mit meinem Notebook.

Am Dienstag war ich schon recht spaet unterwegs, bin erst um sieben aus der Firma raus, bin dann erstmal ne halbe Stunde bis zum ersten Buchladen gelaufen (brauchte mal wieder Bewegung...), dann zum naechsten (International Bookstore), aber der hatte nach 8 schon lange zu. Aber weil ich grad mal in der Gegend war, bin ich bei dem Restaurant eingekehrt, wo wir Samstag schon gegessen hatten. Die haben mich sogar erkannt und mit grossen Augen angestarrt, als ich eine ganze Flasche Bier geleert habe. Immerhin haben sie nicht gelacht, als ich mir das Fleisch in die Teeschale gekippt habe, die zufaellig da stand, wo normalerweise die Essensschale steht...

Heute bin ich dann mal was frueher losgegangen, und auch nicht wie gestern erstmal ne Dreiviertelstunde bis zum ersten Laden. Nein, diesmal wollte ich schlauer sein und bin direkt zur U-Bahn gelaufen. Problem war nur, als ich kurz vor der vermuteteten Haltestelle war, stand da ein Schild was mir sagte, die Bahn waer hinter mir. Haeh? Naja, die muessen's ja wissen. Ich also kehrt gemacht und zurueckgelaufen. Irgendwann viel spaeter auf dem Weg fiel mir dann auf, dass das ja eine ganz andere Linie auf dem Schild war als die die ich nehmen wollte. Aha, also hatten die mich von dieser Kreuzung aus auf den 10-Minuten-Marsch zur Linie 2 geschickt anstatt mir zu sagen dass die Haltestelle von der 1 nur 5 Minuten vor mir liegt. Sehr clever. Naja, da die Linie 2 aber eigentlich auch eine gute Wahl war um in die Stadt zu kommen, hab ich die dann einfach genommen. Heute war ich dann auch rechtzeitig im Itnernational Bookstore, aber die hatten trotzdem keine Japan-Reisefuehrer. Na gut, dann also U-Bahnfahren zum naechsten vermuteten Einkaufszentrum mit Buchladen. Mittlerweile war aber schon Rush-Hour Zeit und es waren ein paar mehr Menschen unterwegs. Am Peoples Square, dem Volksplatz, einer recht zentralen Umsteigestelle, waelzten sich die Massen durch die Korridore, dass es eine wahre Freude war. An einer Stelle staute es sich richtig vor einer Kurve, und als ich ankam, hab ich auch gesehen warum: da waren naemlich Absperrgitter eingebaut, wo man sich immer nur einzeln durchquetschen konnte, wie so eine Art Kamm, der das ungeordneten Knaeul von U-Bahn-Fahrern ein bischen glattzieht. Danach gings dann auch tatsaechlich deutlich fluessiger voran.

Am Xujiahui Platz angekommen hab ich dann das Grand Gateway gesucht, das Einkaufszentrum wo's den Buchladen geben sollte. War gar nicht so einfach, weil es da einen ganzen Haufen Einkaufszentren gab, die alle irgendwie grellbunt beleuchtet und chinesisch beschriftet waren. Mein erster Versuch wahllos in irgendeins reinzulaufen und zu durchsuchen war leider nicht sehr erfolgreich. Die Laeden sind hier uebrigens alle sehr aehnlich aufgebaut, unten gibt's ganz viele Etagen mit Klamotten und wenn man hoch genug kommt, landet man irgendwann bei den Haushaltswaren und wenn man Glueck hat Computern, CDs, DVDs und so Kram. Aber die gibt's nicht ueberall. Und organisiert sind die fast immer nach Hersteller, wie bei einer Messe auch. Da gibt's dann fuer jede Marke einen kleinen Stand mit mindestens zwei Verkaeuferinnen, die da rumstehen und auf Kundschaft warten.

Nach dem ersten erfolglosen Suchversuch bin ich dann wieder raus auf die Strasse, hab eine Bruecke erklommen und mir von da aus einen guten Ueberblick erhofft. Haette ich bestimmt auch schnell gekriegt, wenn die kleine Chinesin vor mir sich nicht ploetzlich entschlossen haette, erstmal die Bruecke vollzukotzen. Einfach so, aus dem Lauf, linker Fuss, rechter Fuss, linker --- und ab gings. Naja, da hab ich dann einen grossen Boden drum gemacht und mir einen Aussichtspunkt in sicherer Entfernung gesucht. Von wo aus ich das Grand Gateway dann auch recht fix erspaeht habe. Das war so ein mittelgrosses rundes Ding, was zwischen zwei viel groesseren Tuermen eingebettet lag. Sah fuer ein Einkaufszentrum eigentlich gar nicht so gross aus, dachte ich. Bis ich reingegangen bin. Dann hab ich naemlich festgestellt, dass das Runde eigentlich nur das Treppenhaus war und die ganzen Laeden sich durch die angrenzenden Tuerme hindurchzogen. 15 Minuten, um auf einer Etage eine gemuetliche Runde rundum zu drehen. Der Buchladen war im 5. Stock, hatte auch einen Haufen Lonely Planets, aber natuerlich keinen von Japan.

Vorhin war ich dann erstmals im Fitnessraum hier im Hotel. Nachdem ich mich naemlich heute morgen im Bad gefragt hab, wer denn den Zerrspiegel in Huefthoehe aufgehaengt hat, hab ich beschlossen, mal ein bischen vorsichtiger zu essen und mich ein bischen mehr zu bewegen, bevor der Hueftspeck bis zu den Knien haengt. Das Laufband war auch ganz ok, immerhin kann man einstellen wie lange man laufen will oder sich ein festes 20-Minuten-Programm vorgeben lassen (aber nicht beides). Es hat auch einen eingebauten Fernsehen, der aber leider mangels angeschlossener Bildquellen nur Rauschen zeigt. Muss mal fragen, ob die da auch einen DVD-Player dranhaengen koennen - so eine Folge 24 kriege ich da ja pro Laufsession prima durch. Es gibt auch eine Gewichtemaschine, die ist aber unter aller Sau. Viel zu klein, nicht verstellbar fuer grosse Leute und extrem un-leicht-gaengig, ruckelt total wenn man da irgendwas dran macht. Einen Haufen Hanteln gibt's noch, vielleicht mach ich mich mal mit denen vertraut.