Frueh aufstehen, um 7 das erste Fruehstueck nehmen und dann ab zum Fischmarkt. Das war der Plan. Haette bestimmt auch funktioniert, wenn der Wecker an meinem Bett nicht um 12 Stunden verschoben gewesen waer. Der hatte fuer morgens um 9 schon abends um 9. So hab ich dann auch gleich noch das Fruehstueck verpasst, hatte natuerlich auch nicht das Handy gestellt, das ist aus, weils ja hier eh nicht funktioniert. Kleiner Tip; mein Handy geht nicht. Wenn Ihr mir Nachrichten seit Donnertstag mittag geschickt habt: sind nicht angekommen. Am besten Mailen.
Naja, egal, Fruehstueck wird ja eh total ueberbewertet. Also mit knurrendem Magen raus auf die Strasse und erstmal die U-Bahn angesteuert. Da hab ich dann mit meinen beiden Lonenly Planets (Tokyo und Best of Tokyop) versucht rauszukriegen, was ich denn fuer ein Ticket ziehen muss. Die Preisinfos sind naemlich leider nur auf japanisch. Letztlich hab ich mich dann fuer die Prepaid-Variante entschieden, mit der ich jetzt 6 Monate lange U-Bahn fahren darf. Da kann doch nix schiefgehen. Was? Zuviel gezahlt? Nee, kann nicht...
Immerhin wusste ich, wo's langgeht. Die Route hat mir Metro (das Programm auf meinem Palm) ausgespuckt und die Navigation in den Haltestellen ist auch recht uebersichtlich.
Erster Stop war dann der Imperial Palace. Da bin ich ein bischen durch die Gartenanlagen gelustwandelt, wie man das hier in Asien ja scheinbar so tut und hab mich gefragt, ob's denn da auch noch was zu sehen gaebe ausser Wiesen mit ein paar Baeumen drauf und grossen Betonflaechen dazwischen. Na gut, ein grosser Wassergraben war da noch, aber ansonsten war ich ein bischen enttaeuscht. An den Palast kommt man natuerlich gar nicht ran. Auf meinem weiteren Weg durch die Stadt bin ich dann erstmal mittags indisch essen gegangen. Klar, was man halt so macht, wenn man in Japan ist. Aber das Menu sah so einladend englisch aus, und Hunger hatte ich auch bis hinter beide Ohren, also was solls?
Naechster Stop: Edo Museum. Eigentlich wollte ich zum Ryogoku, wo das Sumo-Museum auch ist, aber als ich da war hat das Edo-Museum einfach mehr Werbung gemacht. War auch interessanter beschrieben im Reisefuehrer. Vor dem dahinkommen musste ich allerdings nochmal das Fahrkartenratespiel spielen, weil naemlich da nur Bahnen der Japan Rail hinfuhren, die aber von meinem tollen Prepaid-Ticket nicht abgedeckt wurden. Es gibt hier naemlich drei Carrier, und im Lonely Planet ebenso viele Seiten mit Tips, wann man welches Ticket kaufen sollte. Gleich nach dem Hinweis, das U-Bahn-Fahren ja soooo einfach ist.
Immerhin kam da, als ich raetselratend vor dem Fahrkartenautomaten stand, ein freundlicher aelterer Herr, der ein bischen Englisch sprach und hat mir geholfen. Ueberhaupt scheint man hier als Tourist erstmal die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Am Palast hatte sich auch eine Dame angeboten, mich mal zu fotografieren. Hab ich auch danken und mit vielen Verbeugungen (hsssss) angenommen.
Im Edo Museum gabs viel zur Stadtgeschichte Tokyos. Sehr interessant, aber auch ermuedend. Am Ende musste ich erstmal kurz auf einer Bank die Augen zumachen, bevor ich das Museum verlassen konnte. Sehr interessant waren auch die Besucher, die haben sich naemlich schoen artig in einer Schlange an den Glaskaesten vorbeigeschoben. Ganz ohne Gedraenge und so. Nur der lange Touri, der da rumlief, musste natuerlich ueberall vorbeirennen und ueber die Schlange druebergucken...
Letzter TOP war dann ein Ausflug in die Electric City, so ein Viertel wo nur Elektronikkrams verkauft wurde. War aber irgendwie nicht so spannend, weil doch alles ein bischen verramscht aussah.
Vorhin, auf dem Weg vom Hotel zum Abendessen, hab ich dann mal an der Rezeption gefragt, was denn hier mit den Massagen waer, die in der Hotelinfo erwaehnt werden. Und mal direkt einen Termin fuer 22:00 gemacht. Allerdings hab ich mich danach dann schon gefragt, was fuer ein Massageservice von 20:00 bis 3 Uhr morgens angeboten wird, und dann noch auf dem Zimmer. Deswegen war ich sehr erleichtert, als zum vereinbarten Termin dann eine etwas aeltere Dame an meine Tuer klopfte, die nicht nach der anderen Art von Massage aussah. Vom Massieren verstand sie allerdings was. Die konnte vielleicht zupacken ;-) Ich hoffe, ich hab nicht zu laut um Hilfe geschrien...
Jetzt bin ich entspannt und muss ins Bett. Ausserdem fuehl ich eine Erkaeltung heranziehen, die fehlt mir grade noch...
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