Friday, March 9, 2007

Boetchenfahrt

Dieses Wochenende war Putuoshan angesagt. Laut allen moeglichen Quellen DAS China, was man sich immer vorstellt, idyllische Landschaft, besinnliche Tempelanlagen, hier und da ein Moench.

In meinen Augen die naechste Ansammlung von immergleichen Tempeln, ein paradies fuer die chinesische Anbetungskultur, ein hoeherer Hup-zu-Auto-Quotient als in Shanghai und Horden von Touristen. Jedenfalls am Wochenende.

Aber vielleicht sollte ich bei der Anreise anfangen. Die waer ja fast ins Wasser gefallen, weil ich vergessen hab, mein Handtuch einzupacken. Und das muss ja bei so einer Reise ins Ungewisse schon dabei sein. Wer weiss, vielleicht begegne ich ja tatsaechlich dem gefraessigen Plapperkaefer von Traal, und dann waer ich ja ohne Handtuch, was ich mir vor die Augen wickeln koennte (damit der denkt er sieht mich nicht, weil ich ihn auch nicht sehe), so gut wie aufgefressen. Ausserdem ist so ein nasses Handtuch eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe zur Selbstverteidigung. Und nicht zuletzt kann man es sich vor die Nase binden, um so den giftigen Raeucherstaebchendaempfen zu entgehen.

Letzten Endes haben wir's dann aber doch bis zur Faehre geschafft, die sogar gar nicht so schlimm wie erwartet war. Ich hatte sogar eine 2er-Kabine mit Stefan statt wie befuerchtet eine 4er mit zwei Unbekannten. Um 2200h war dann auch die ganze Infrastruktur an Bord (Restaurant und Kiosk) dicht und ausser schlafen war nicht mehr viel zu machen. Die Toiletten verdienen vielleicht noch eine kleine Randnotiz, die waren naemlich tatsaechlich so furchtbar, wie in allen Reisefuehrern beschrieben. Drei Kabinen, eine durchgehende Rinne im Boden, wo man sich drueberhocken sollte und alles schoen dreckig. Hab dankend verzichtet.

Heute morgen um halb acht waren wir dann auf Putuoshan und um 9 Uhr auf dem Weg zu den Tempeln.

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