Also, wie schon erwaehnt, die Tempel sind doch irgendwie alle gleich. Die gleichen Buddhas, die gleichen anderen Goettlichkeiten, die gleichen Chinesen, die ihre Raeucherstaebchen schwenken, ueberall auf die Knie fallen und Sachen im vorbeigehen anbeten. Ehrlich. Die rennen an einer Reihe von Statuen vorbei, wackeln dabei mit den vor sich gehaltenen Haenden und murmeln irgendwas vor sich hin. En-passant Anbeten, wie der Schachspieler sagen wuerde. Ich frag mich, ob die ganzen Goetter das ueberhaupt mitkriegen.
Zumindest den Buddha, der prominent in der Mitte jedes Tempels sitzt, scheint das ganze Getue immer reichlich zu langweilen. Der sitzt da mit halbgeschlossenen Augen und sieht ungefaehr so aus wie ich im Team Meeting kurz nach dem Mittagessen. Aber mich verehren sie hier ja auch ;-)
Auf den hohen Berg in der Insel sind wir mit der Seilbahn gefahren. Das waren naemlich an die 300 Meter hoch, und soviel Zeit hatten wir ja nicht, deswegen mussten wir uns die koerperliche Ertuechtigung mal sparen. Als ich beim Einsteigen in die Gondel das grosse Doppelmayr Schild gesehen hab, bin ich vor Lachen fast wieder rausgefallen. Gut zu wissen, dass hier im Oesterreicher Qualitaet gebaut wird.
Oben auf dem Berg (und auch nachher beim Abstieg auf der Treppe) haben wir ueberall die Drei-Schritt-Beter gesehen. Die haben immer drei Schritte gemacht und sind dann, je nach koerperlicher Verfassung, auf die Knie in die Verbeugung gefallen oder haben ein bischen mit den Haenden gewackelt. Oder irgendwas dazwischen. Sah maechtig anstrengend aus, ich frag mich wie oft die das machen. Einmal im Jahr? Im Leben?
Die Chinesen kopieren uebrigens nicht nur gute europaeische Qualitaetsarbeit, sondern auch die Natur. Verbesserungen inklusive. Anders kann ich es nicht erklaeren, dass ueberall kleine Felsbrockenartige (aus der Gattung der Grossen Steine) rumlagen, aus denen Tempelgedudel erklang und die ganze Insel beschallte. Oder dass die Laternen aus hochglanzpoliertem Holz samt wunderschoener Maserung beim dranklopfen einen stark metallischen Klang hatten. Oder dass aus den hoechsten Baeumen oben auf den Bergen rundum Mobilfunkantennen wuchsen.
Am Strand waren wir uebrigens auch. Der war normal. Sand, Wasser, kleine Wellen, keine Sonne.
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> Aber mich verehren sie hier ja auch ;-)
ReplyDeleteWahrscheinlich auch im Vorbeigehen :-P