Wednesday, February 28, 2007

Brot! Richtiges Brot!

Hmm, war das ein leckeres Fruehstueck grade. Wir haben naemlich Brot beim deutschen Baecker bestellt. So ein Croissant und Kuerbiskernbroetchen zum Fruehstueck sind doch was anderes als das Labberbrot, was es hier sonst gibt.

Der einzige Haken war, das ich das Brot zur Rezeption liefern lassen wollte, wo ich auch mit dem Geld sass und wartete. Nur waehrend ich runtergelaufen bin (zur unchristlichen Uhrzeit um halb sieben. Morgens!) ist der Broetchenbringer anscheinend grade mit dem Aufzug hochgefahren. Und nachdem ich dann 20 Minuten unten gewartet habe, bin ich wieder hoch und hab die Brote an meiner Tuerklinke gefunden.

Naja. Hat der Mann halt kein Geld gekriegt... Dann eben beim naechsten Mal.

Abendschlaegerei

Wollten heute in dem kleinen Food Court am Einkaufszentrum um die Ecke von Erics Sohn Abendessen nehmen. Kamen hin, zeigten auf den Nudelhaufen auf der Karte, die Bedienung zeigte auf einen anderen Nudelhaufen den wir nicht wollten, wir gingen wieder. Scheint ein reines Lunch-Etablissemeng zu sein, wenn die Auswahl abends schon auf zwei Gerichte eingeschraenkt wird...

Dann wollte ich eine Prepaid-Karte fuer mein Handy kaufen. Also rein in den Telefonladen und gefragt, ob der Heinzel hinter der Theke englisch spricht. 'No'. Und bleibt stehen und glotzt mich an. Ja hallo, spricht vielleicht einer Deiner Kollegen englisch? Da standen ja schliesslich genug rum. Da schlenderte der Typ zu den Kollegen, erzaehlte ein bischen und keiner kam zu mir. Da bin ich dann wieder gegangen. Toller Service.

Essen gabs dann letztendlich in der Restaurant-Bar-Kombo nicht weit vom Hotel. Da haben wir naemlich eine ganz passable Fressmeile aufgetan. Hab mir ein fettes Steaksandwich bestellt. Als dann die Bedienung endlich nach Stunden des Wartens mit einem Teller anrueckte, hab ich vor Freude so rumgestikuliert, dass ich ihr den Ketchup aus der Hand geschlagen hab... Und dann festgestellt, dass das gar nicht mein Essen war. Mist.

Ich hoffe, morgen wird ein besserer Tag.

Monday, February 26, 2007

Jetzt geht's loooos!

Tja, wie ich gestern schon schrieb. Nach der Erfahrung Japan werde ich mich glaube ich mit der chinesischen Lebensart nicht mehr anfreunden. War vorhin im Supermarkt, noch schnell ein paar Snacks fuer abends einkaufen. Steh da so an der Kasse mit meinem Koerbchen, vor mir eine Kundin, die ihren Einkaufswagen hinter sich her zum Fliessband zog und hinter mir eine andere, die ins Handy bruellte, dass es nur so eine Freude war. Aber die hinten war nur die Geraeuschkulisse. Die Schnepfe vor mir mit dem Einkaufswagen hinter sich war das Problem. Die hat naemlich ihre paar Waren aufs Band gelegt, in aller Ruhe bezahlt und ist gegangen.

Na? Was gemerkt?

Genau. Der Einkaufswagen. Den hat sie naemlich, kaum dass er seine Schuldigkeit getan und ihre Sachen bis zur Kasse getragen hat, einfach ignoriert und im Gang an der Kasse stehengelassen. Ich durfte ihn dann weiterschieben. Ich mein, HALLO? Wie kann man so bescheuert sein? Oder besser, so asozial? Muss doch ein Blinder ohne Hund sehn, dass da vielleicht hinter einem noch Leute durch die Kasse wollen, die sich von so einem Wagen ein bischen gestoert fuehlen koennten. Ich war ungefaehr so |<-->| kurz davor, dem Wagen einen kraeftigen Tritt zu geben und ihn ihr ins Kreuz zu schiessen. Aber dann haette sie wahrscheinlich gar nicht verstanden, dass da nicht schon laengst ein Bediensteter das Ding weggeraeumt hat.

Aber so ist das hier halt. Jeder ist sich selbst der naechste und der Rest der Welt ist egal.

Sunday, February 25, 2007

I'll be back

Du weisst Du bist in China, wenn

die Frau im Flugzeug hinter Dir Dir beim aussteigen staendig ihre Tasche ins Kreuz knallt beim Versuch zu ueberholen

jeder da steht und geht wo es ihm grade passt. Auch wenns die Tuer vom noch leeren Bus ist

auf der Strasse jedes Auto versucht Dich zu ueberfahren. Zweimal.

Cccchhhrrrrrrrr- pflzitsch. Need I say more?

das Wort Danke in der Landessprache so wenig Silben hat, dass mans einfach gleich weglaesst.

Du beim Essen die halbe Zeit damit beschaeftigt bist, Knochen auszuspucken


Ernsthaft. Ich glaube, jetzt wo ich Japan kennengelernt habe, werde ich China anfangen deutlich weniger zu moegen.

Saturday, February 24, 2007

Rewind

Hab heut die letzten grossen Tempel in der Gegend angeschaut, wo wir auch gestern waren. Einen hab ich leider verpasst, weil die zumachten, als ich grade ankam. Schade, dachte ich hebe mir den schoensten und groessten fuer den Schluss auf. Dumm gelaufen.

Dafuer hab ich in einem Tempel eine Hochzeit gesehen. Die Braut wurde grade reingefuehrt, die Moenche machten zu ihren Gesaengen laut knallende Geraeusche (keine Ahnung, ob sie sich Bretter von den Kopf gehauen haben - sah aber nicht so aus) und die ganze Hochzeitsgesellschaft sass erwartungsvoll um den Altar rum. Da ich aber nicht so genau verstanden habe, was gesungen und geredet wurde, hab ich mir das nicht bis zum bitteren Ende mit angeschaut.

Ansonsten ist nix nennenswertes passiert heute. Hab mein Zugticket fuer morgen, hab wieder lecker bei Starbucks gefruehstueckt (wenn ich hier im Ryokan schon kein anstaendiges japanisches Fruehstueck kriege, brauch ich mir deren Interpretation von einem Westlichen ja auch nicht reinzuziehen, oder?) und kann jetzt ganz alleine busfahren. Toll, was?

Morgen um halb 11 geht mein Zug zurueck nach Tokyo. Da muss ich dann noch schauen, wie ich zum Flughafen komme und abends bin ich dann wieder in Shanghai. Arbeit, ich komme! Kotz.

Friday, February 23, 2007

Letzter Nachtrag: Abendessen

Wolltge natuerlich auch noch was essen heute. Ich also frohen Mutes auf ins Staedtele, Richtung Bahnhof, da sollte ja wohl was zu finden sein. Erstes Schild: McDonalds. Neee. Hab doch das McD-Versprechen abgegeben. Mir selbst. In Asien kein Maeckes mehr. Hab dann noch ungefaehr 10 weitere Restaurants gefunden, wovon ungefaehr 0 Werbung mit einer englischen Speisekarte gemacht haben. Bei der zweiten Runde um den Block bin ich dann einfach in das erstbeste reingefallen und hab mich hingesetzt. Als die Bedienung mein verschrecktes Gesicht beim Anblick der ganzen Kanji (oder waren das Schriftzeichen von einem der anderen beiden Schreibsysteme?) gesehen hat, hat sie mir schnell ein englisches Menu angereicht. Sehr freundlich, domo arigato. Preislich lagen die Gerichte so auf dem Niveau von den Kleinspeisen in Niseko, wovon man 4 oder 5 zum sattwerden ordern musste. Hab dann also mal gefragt, ob das teuerste, was mich da anlachte, eine eher grosse oder eher kleine Portion sei. Small, small, hai, sagte die Kleine. Ok, dann erstmal 3 Gerichte ordern, und dann kann man ja weitersehen. Oh, und ein grosses, schwarzes Bier bitte.

Tja.

Ich glaube, die haben hier andere Massstaebe als in Niseko (ist das nicht schoen, dass ich das jetzt mit 3 's' schreiben kann?). Nach dem ersten der drei Gerichte war ich so gut wie satt, und den Biereimer konnte ich auch kaum stemmen. Gut dass ich heute morgen noch ein paar Liegestuetze gemacht hab... Naja, mit Mueh und Not hab ich die restlichen Essen dann auch noch reingestopft und bin wieder heimgerollt.

Mal sehn, wie ich jetzt den Futon auseinanderkriege...

Kleine Welt (Freitag in Kyoto

Naja, uebers Aufstehen und Fruehstueck verpassen verlier ich heut einfach mal kein Wort. Ist ja eh immer das gleiche. Dafuer erzaehl ich mal, wie ich mit dem Bus zu den ganzen Tempeln fahren wollte. U-Bahn kann ich ja schon, deswegen wollte ich in Kyoto mal was neues probieren. Bin also an der Kyoto Station rumgelaufen, hab im Lonely Planet geblaettert, wie das mit dem Busfahren denn so funktioniert, war mir aber immer noch nicht so ganz drueber im klaren, was man denn jetzt so fuer ein Ticket braucht und wo man des herkriegt. Und waehrend ich da so rumlief, kreuzte eine Europaerin zweimal meinen Weg, die auch so aussah, also wuerde sie einen Bus suchen. Als ich sie dann zum dritten Mal sah, stand sie entschlossen in einer Schlange fuer einen Bus, also hab ich sie mal angequatscht, um vielleicht doch noch rauszukriegen, wie das Busfahren denn hier so geht. Bevor ich mich wieder in die U-Bahn stuerze. Und so lernte ich Ivonne kennen. Ivonne aus Aachen.

Naja, wie gesagt. Kleine Welt, halt.

Sind dann zusammen zu ein paar Tempeln und Schreinen gelaufen (und Bus gefahren, natuerlich!) und haben uns wie echte Touris benommen und alles fotographiert. Deswegen beschreibe ich jetzt mal nicht jeden Tempel einzeln, sondern verweise auf Flickr, wo die wichtigsten Eindruecke bald hochgeladen werden.

Hab dann allerdings abends festgestellt, dass man von meinem Hotel bis zu der Tempelgegend zu Fuss grade mal 25 Minuten braucht - wieso hab ich 500 Yen in ein Tagesbusticket investiert?

Thursday, February 22, 2007

Naechster Nachtrag: im Ryokan

Flug gut ueberstanden, Zugfahrt von Osaka nach Kyoto war auch kein Problem, und den einen Kilometer vom Bahnhof zu meinem Ryokan hab ich auch fix zu Fuss ueberwunden. Jetzt bin ich hier. Ich muss sagen, die Unterkuenfte werden zwar billiger, je laenger ich in Japan bin, aber nicht zwingend besser. Das Zimmer in Niseko war ja schon einfach, aber da waren wenigstens noch zwei Betten drin. Hier liegt der Futon noch zusammengefaltet in der Ecke. Ich hoffe, das erledigt noch jemand... ich mein ich haette gelesen, das Auffalten gehoerte auch zum Ryokan dazu. Dafuer hab ich jetzt einen Tisch. Und weil der nur 30cm hoch ist, brauch ich keine Stuehle, was ganz gut ist, die sind naemlich nicht da.

Nachtrag: im Flugzeug.

Toll. Jetzt fliegen wir also 2 Stunden lang nach Osaka, und in dem bloeden Flieger gibt's schon wieder nix zu essen. Hatte mich ja auf dem Hinflug nach Sapporo schon gewundert, aber der war ja auch noch kuerzer. Ich glaube, die Japaner kriegen einfach auf Inlandsfluegen nichts zu essen. Arme Schweine. Dabei ist grad Mittagszeit.

donnerstag, 12:04 am flughafen

Heute war ich das erste Mal punektlich um viertel vor 8 beim Fruehstueck. Haett ich das mal die letzten 3 Tage geschafft. Dann waer ich noch frueher auf der Piste gewesen und koennte meine Beine wahrscheinlich noch weniger bewegen ;-) Ansonsten ist heut noch nicht viel aufregendes passiert, ausser dass ich beim Fruehstueck mit einem sehr geschickten und irgendwie nicht reproduzierbaren Schlenker meines Handgelenks meine Spiegelei-Wurst-Combo von meinem Toast auf den Tisch geschleudert hab. Haarscharf an der Kaffeetasse vorbei...

Wednesday, February 21, 2007

Skizusammenfassung

Noch zwei Tage Skifahren hinter mir. Eigentlich beide Tage das Gleiche, vormittags rauf und ab ins back country, im Tiefschnee rumstoebern, mittags einen Happen essen, dann ein bischen Techniktraining und abends Carven bis der Arzt kommt. Da sind dann die Pisten schoen leer und man faehrt seltener einen uebern Haufen.

Hab mich heute das erste mal so richtig aufs Gesicht gelegt. Aber nich etwa im Tiefschnee, sondern auf nem Ziehweg. Da hab ich naemlich den fiesen S-Schlenker uebersehen und bin gradeaus gefahren und ueber die Kante, da gings dann erstmal eineinhalb Meter runter und da ich eh schon recht fix unterwegs war (brauchte ja Schwung...) hat's mich dann auch gleich zerissen. Ist aber nix passiert.

Zu dem ganzen Skiprogramm gab's dann ein bischen leise Musikuntermalung aus dem Ipod. Die perfekte Welle fuer die Buckelpisten, Meat Loafs 'Seize the night' fuers Nacktskilaufen und, mein persoenlicher Favorit, 'I bet that you look good in the deep snow' von den Artic Monkeys. Oder hiess das anders? Egal, schickes Lied jedenfalls.

Einersessellift

Einersessellift
So sieht's aus, wenn man ganz allein im Einersessel sitzt. Da ist nicht wirklich viel um einen rum.

Monday, February 19, 2007

auauauauauauaua

Aufstehen, fruehstuecken, Skibrille leihen und ab auf die Piste. Dann noch mal zurueck und die Handschuhe holen, die ich vergessen hatte. Und von 9 Uhr an war ich auf der Piste. Im warsten Sinne des Wortes. Halbe Stunde Pause zum Mittagessen und dann bis halb sieben weiterfahren. Gut dass ich nich zum Apresski muss, sonst koennte ich das Pensum nicht drei Tage lang durchhalten.

Schneeverhaeltnisse sind spitzenklasse. Den ganzen Tag lang hats leicht geschneit und staendig lag irgendwo frischer Schnee rum. Nicht besonders tief, aber perfekt zum ueben.

War ja anfangs etwas skeptisch mit dem Tiefschnee, weil der Hotelfritze meinte, wenn die einen beim Fahren im abgesperrten Bereich erwischen, ist direkt der Lappen (sprich Skipass) weg. Hat mich etwas gewundert, weil doch hier so ein Tiefschneeparadies sein soll. Aber als ich dann das Gebiet mal ein bischen abgefahren hatte, ist mir aufgefallen, dass hier nicht viel abgesperrt ist. Eigentlich nur zwei Bereiche unterhalb einer Gondel, der Rest ist Free-for-all. Ganz am Rand vom Skigebiet gibt's sogar einen Weg, wo man hochsteigen kann um ins back country zu fahren, da kann man dann den ganzen Berg (etwa 1000 Hoehenmeter) durchs Gelaende runterfahren. Auch quer durch den Wald. Das sehn die hier nicht so eng.

Die Lifte hier sind lustig. Es gibt 3 Gondeln und einen Haufen Sessellifte mit 1 bis 4 Sitzen. Die Viersitzer sind wie gewohnt, mit Buegel (einer mit Haube) und Fussablage. Von den Zweiern haben ein paar Buegel und ein paar nicht, und die Einerlifte bestehen eigentlich nur aus Sitzflaeche, einer Steissbeinstuetze (als Rueckenlehne kann man das kaum bezeichnen) und der Haltestange, wo das ganze Gedoehns dran haengt. Sehr spannend wenn man drauf sitzt, man sieht naemlich eigentlich gar nicht, was einen in der Luft haelt.

Die Lifte haben hier zum Teil bis 8 Uhr abends auf zum Nacktsk^D^D^Dhtskifahren. So ab fuenf hatte ich eigenlich schon keine rechte Lust mehr, besonders nicht wenn ich in den scheisskalten Liften hochgefahren bin. Fuers Skifahren selbst war ich aber perfekt angezogen, da gabs keine Probleme mit der Temperatur und ich hab mich wieder schoen warm gefuehlt. Und da man die endgueltige Entscheidung, wann man nach Hause faehrt, ja immer nach dem Fahren am Lift entscheidet, bin ich halt auch immer wieder hochgefahren. Und hab im Lift beschlossen, dass jetzt aber wirklich die letzte Abfahrt kommt... Und jetzt tun mir die Beine weh (nicht dass die das beim Fahren nicht schon getan haetten) und ich kann kaum noch laufen. Weiss gar nicht, was das morgen geben soll...

Sunday, February 18, 2007

Ab in den Norden!

Puenklich aufstehen, fruehstueck, packen, losziehen um 8:40. Das war der Plan. Und was soll ich sagen: ich hab ihn eingehalten. 3 verschieden Bahnen zum Flughafen (fuer die ich nur sensationelle zwei verschiedene Tickets brauchte) und ich war so frueh da, dass die mich direkt auf einen frueheren Flieger gebucht haben.

Der Flug war extrem ereignislos, es gab nicht ml sowas aufregendes wie Essen, was ich ziemlich doof fand.

Der Transfer zum Bus war dann schon aufregender, weil da die ganze Zeit so eine kleine Japanerin auf eins einquasselte, keine Ahnung, was die wollte, und von den anderen englischsprachigen Gaesten hat's auch keiner verstanden. Aber als sie ihr Schild hochhielt und loslief, sind wir alle hinterher (wohl weil die Japaner das auch machten) und letzten Endes kamen wir am Bus an.

Und jetzt bin ich im Hotel, oder besser gesagt meiner Unterkunft. Hat ein bischen was von Sagaurlaub. Komfortfreie Zimmer, Gemeinschaftsbad, Essraum. Ein Tisch fehlt mir hier leider auch, Laptop auf dem Schoss macht keinen so grossen Spass. Naja. Immerhin gibt's hier Internet. Sogar mit WLAN.

Jetzt geh ich erstmal essen und schau mal, wo mein Skiverleih ist.

Saturday, February 17, 2007

Zweiter Tag in Tokyo

Nenene, so gibt das nie was mit dem Fischmarkt. Den Wecker heute (diesmal ging er wirklich) um 7 hab ich erstmal ignoriert, bin eine Stunde spaeter aufgestanden, dann erstmal fruehstuecken, ein bischen rumtroedeln um um halb 11 war ich dan auf dem Markt. Da war natuerlich ausser leeren Kisten nix mehr zu sehen. Nen Haufen Staende wo ein paar Fische, Gemuese und sonstige Kochwaren verkauft wurden, aber nix besonderes. Solchermassen enttaeuscht bin ich dann in der naechsten Sushibude eingefallen und hab erstmal ein zweites Fruehstueck genommen. Im Hotel hatte ich eh nicht so viel gegessen, weil ich da mit der gemischten Auswahl von Toast und Marmelade, Ei und Wuerstchen sowie Fisch und Suppen ein bischen ueberfordert war. Von dem kalten Omelette, Kartoffelecken und Salat mal ganz zu schweigen. Hab ich das Muesli schon erwaehnt?

Nach dem Essen hab ich mch dann zum Senso-Ji Shrein aufgemacht. Nach den ganzen Tempeln in China war ich ja schon etwas verwoehnt, deswegen hat mich das Setup hier in Japan ein bischen ueberrascht. Rund um die Tempelanlage waren kleine Marktstaende aufgebaut wo Krams fuer die Touris verkauft wurde, der eigentliche Tempelbereich war abgeriegelt und nur ein Schrein war geoeffnet, wo die Leute reinkonnten um zu beten und ihre Spenden loszuwerden. Hocheffizientes Spendensystem gibts hier, da stehen am Eingang und mittendrin grosse Kaesten, wo die Leute ihre Kohle reinwerfen koennen, ohne gross Zielen zu muessen. Oder ohne irgendwelche Heiligtuemer mit scharfkantigen Muenzen zu beschaeftigen. Ausserdem ist das wahrscheinlich so einfacher, die Kohle einzusammeln und dem Tempel zur Verfuegung zu stellen, als wenn man die Muenzen aus all den Nischen und Ritzen raussammeln muesste, wo die in China das Geld reinstecken.

Heute hatte ich uebrigens das erste Mal Probleme, Haltestellen zu finden. Auf dem Weg zum Schrein bin ich einmal aus- statt umgestiegen und hab dann den Eingang zur richtigen Metro nicht mehr gefunden, nach dem Schreinbesuch hab ich gar keine Metro gefunden (die Hinweisschilder zeigten erst in eine Richtung und dann kamen keine mehr) und an der Shimbashi Station hab ich keinen Tom gefunden. Mit dem war ich da verabredet (ex-Kollege von Ericsson, falls noch jemand ausserhalb der Firma mitliest). Aber er hatte gesagt Westausgang, und davon gab's mindestens 3. Also sind wir 20 Minuten um die Station gerannt, bis wir uns schliesslich zufaellig doch noch getroffen haben.

Mit Tom bin ich dann ein bischen durch die Ginza gestreift, hab den Apple-Store ueberfallen (4 Etagen ohne aufdringliche Verkaeufer! - herrlich), mal den grossen Bruder von meinem Notebook begrabscht (hat ja schon ein schoenes grosses Display...) und bin dann ohne Notebook wieder raus. Auch ohne neuen iPod. Gut, ne?

Spaeter waren wir dann noch mit Toms Freundin und Mutter (das sind zwei Personen! Nicht was ihr jetzt wieder denkt!) essen gegangen und dann haben wir uns auch schon wieder verabschiedet und ich hab mich aufgemacht Richtung Heimat. Recht frueh ins Bett, damit ich morgen auch schoen frueh rauskomme. Da muss ich ja Bahn fahren, um bis zum Bahnhof zu kommen. Das war mir naemlich auch heute morgen erst aufgefallen. Ich wollte schon los und mit ein Schuettelbusticket zum Narita-Flughafen kaufen, da hab ich auf mein Ticket geschaut und gesehen, dass ich ja von Haneda losfliege. Wie fast alle Inlandsfluege. Und nach Haneda kommt man eben mit der Bahn. Aber das ist eine andere Geschichte und die soll morgen erzaehlt werden.

Friday, February 16, 2007

Freitagsbummel

Frueh aufstehen, um 7 das erste Fruehstueck nehmen und dann ab zum Fischmarkt. Das war der Plan. Haette bestimmt auch funktioniert, wenn der Wecker an meinem Bett nicht um 12 Stunden verschoben gewesen waer. Der hatte fuer morgens um 9 schon abends um 9. So hab ich dann auch gleich noch das Fruehstueck verpasst, hatte natuerlich auch nicht das Handy gestellt, das ist aus, weils ja hier eh nicht funktioniert. Kleiner Tip; mein Handy geht nicht. Wenn Ihr mir Nachrichten seit Donnertstag mittag geschickt habt: sind nicht angekommen. Am besten Mailen.

Naja, egal, Fruehstueck wird ja eh total ueberbewertet. Also mit knurrendem Magen raus auf die Strasse und erstmal die U-Bahn angesteuert. Da hab ich dann mit meinen beiden Lonenly Planets (Tokyo und Best of Tokyop) versucht rauszukriegen, was ich denn fuer ein Ticket ziehen muss. Die Preisinfos sind naemlich leider nur auf japanisch. Letztlich hab ich mich dann fuer die Prepaid-Variante entschieden, mit der ich jetzt 6 Monate lange U-Bahn fahren darf. Da kann doch nix schiefgehen. Was? Zuviel gezahlt? Nee, kann nicht...

Immerhin wusste ich, wo's langgeht. Die Route hat mir Metro (das Programm auf meinem Palm) ausgespuckt und die Navigation in den Haltestellen ist auch recht uebersichtlich.

Erster Stop war dann der Imperial Palace. Da bin ich ein bischen durch die Gartenanlagen gelustwandelt, wie man das hier in Asien ja scheinbar so tut und hab mich gefragt, ob's denn da auch noch was zu sehen gaebe ausser Wiesen mit ein paar Baeumen drauf und grossen Betonflaechen dazwischen. Na gut, ein grosser Wassergraben war da noch, aber ansonsten war ich ein bischen enttaeuscht. An den Palast kommt man natuerlich gar nicht ran. Auf meinem weiteren Weg durch die Stadt bin ich dann erstmal mittags indisch essen gegangen. Klar, was man halt so macht, wenn man in Japan ist. Aber das Menu sah so einladend englisch aus, und Hunger hatte ich auch bis hinter beide Ohren, also was solls?

Naechster Stop: Edo Museum. Eigentlich wollte ich zum Ryogoku, wo das Sumo-Museum auch ist, aber als ich da war hat das Edo-Museum einfach mehr Werbung gemacht. War auch interessanter beschrieben im Reisefuehrer. Vor dem dahinkommen musste ich allerdings nochmal das Fahrkartenratespiel spielen, weil naemlich da nur Bahnen der Japan Rail hinfuhren, die aber von meinem tollen Prepaid-Ticket nicht abgedeckt wurden. Es gibt hier naemlich drei Carrier, und im Lonely Planet ebenso viele Seiten mit Tips, wann man welches Ticket kaufen sollte. Gleich nach dem Hinweis, das U-Bahn-Fahren ja soooo einfach ist.

Immerhin kam da, als ich raetselratend vor dem Fahrkartenautomaten stand, ein freundlicher aelterer Herr, der ein bischen Englisch sprach und hat mir geholfen. Ueberhaupt scheint man hier als Tourist erstmal die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Am Palast hatte sich auch eine Dame angeboten, mich mal zu fotografieren. Hab ich auch danken und mit vielen Verbeugungen (hsssss) angenommen.

Im Edo Museum gabs viel zur Stadtgeschichte Tokyos. Sehr interessant, aber auch ermuedend. Am Ende musste ich erstmal kurz auf einer Bank die Augen zumachen, bevor ich das Museum verlassen konnte. Sehr interessant waren auch die Besucher, die haben sich naemlich schoen artig in einer Schlange an den Glaskaesten vorbeigeschoben. Ganz ohne Gedraenge und so. Nur der lange Touri, der da rumlief, musste natuerlich ueberall vorbeirennen und ueber die Schlange druebergucken...

Letzter TOP war dann ein Ausflug in die Electric City, so ein Viertel wo nur Elektronikkrams verkauft wurde. War aber irgendwie nicht so spannend, weil doch alles ein bischen verramscht aussah.

Vorhin, auf dem Weg vom Hotel zum Abendessen, hab ich dann mal an der Rezeption gefragt, was denn hier mit den Massagen waer, die in der Hotelinfo erwaehnt werden. Und mal direkt einen Termin fuer 22:00 gemacht. Allerdings hab ich mich danach dann schon gefragt, was fuer ein Massageservice von 20:00 bis 3 Uhr morgens angeboten wird, und dann noch auf dem Zimmer. Deswegen war ich sehr erleichtert, als zum vereinbarten Termin dann eine etwas aeltere Dame an meine Tuer klopfte, die nicht nach der anderen Art von Massage aussah. Vom Massieren verstand sie allerdings was. Die konnte vielleicht zupacken ;-) Ich hoffe, ich hab nicht zu laut um Hilfe geschrien...

Jetzt bin ich entspannt und muss ins Bett. Ausserdem fuehl ich eine Erkaeltung heranziehen, die fehlt mir grade noch...

Thursday, February 15, 2007

wwwwww...?

...asndas? Hab grade das Bad mal aus akutem Anlass naeher inspiziert. Meine Toilette hat eine Fernbedienung. Samt beheizter Klobrille und mit Popoputze...

Hab mal auf fast alle Knoepfe gedrueckt, die das so dran waren und... naja, ich glaub ich hab ziemlich bloed geguckt. Immerhin hab ich den Knopf 'for ladies' ausgelassen. Bei meinem Glueck ist das wahrscheinlich der automatische Tamponentferner. Autsch!

erster Eindruck

Ach ja, den ersten Eindruck wollte ich doch noch kurz beschreiben. Also, im Moment wirkt das hier alles deutlich angenehmer als in China. Der Flughafen war hervorragend organisiert, bis in den Bus gabs gar kein Problem fuer mich gaijin. Leute sind generell sehr freundlich (manchmal etwas uebertrieben fuer mein Verstaendnis), selbst wenn sie kein Englisch sprechen. So wie die Kellner vorhin. Aber mit denen hab ich mich gut verstanden. Ok, zugegeben, verstanden haben wir uns nicht so gut, aber jeder hat sich an sein Dinner-Protokoll gehalten und irgendwie war ich am Ende satt und der Kellner reich. Alles gut. Lookalooka.

Die Stadt ist hier in Akasaka eher klein. Selbst die grossen Strassen sind ziemlich uebersichtlich, und da wo ich eben rumgelaufen bin, waren's eher Gassen als Strassen. Gemuetlich. Sah alles recht freundlich aus. Und kein einziger Kerl, der mir Lady Massage andrehen wollte. Aber hier im Hotel kostet die Massage fuer 40 Minuten auch nicht viel mehr als ein Abendessen. Vielleicht soll ich ja noch...

Bin da

Abends. Im Hotel. Hab's prima gefunden, war von der Haltestelle, wo der Airport-Shuettelbus mich rausgelassen hat nur eine Viertelstunde oder so zu laufen. Obwohl es auf meiner Karte ganz anders aussah. Irgendwie bin ich vom Shanghai-Stadtplan gewohnt, dass man fuer 10 Kartencentimeter eine halbe Stunde unterwegs ist. Aber hier die Karten haben zum Glueck nen anderen Massstab.

Hab dann mal kurz alles im Zimmer abgeladen und bin losgezogen, was zu essen zu suchen. Das Zimmer ist uebrigens klasse. Hoechstens zwoelf Quadratmeter, mit Bett, Fernseher, Schreibtisch mit Netzwerk, Kuehlschrank und komplettem Badezimmer. Das ist so ungefaehr der Platz, den ich im Hotel in Shanghai als Arbeits- und Ankleidezimmer habe. Aber super eingerichtet hier, macht alles einen recht pfiffigen Eindruck und ist durchaus modern-stlvoll designt. Naja, dafuer zahl ich ja auch pro Nacht so viel wie naechste Woche in Kyoto fuer 3 Uebernachtungen...

Essen war auch lustig grade. Bin ein bischen zur naechsten grossen (naja...) Strasse gelaufen, hatte eigentlich nach nem Sushi-Laden aus dem Lonely Planet gesucht, und hab dann beim ersten Restaurant halt gemacht, das mit English menu geworben hat. Ausserdem hatten die draussen auf der Karte Sashimi. Kaum war ich drinnen, durfte ich mich erstmal von meinen Schuhen befreien. Die ich schon den ganzen Tag anhatte. Na toll. Zum Glueck musste ich noch warten, bis mein Platz fertiggemacht wurde, da hatte ich im Vorzimmer ein bischen Zeit zum Ausduensten.

Gegessen hab ich dann direkt an der Bar, Sashimi, Huhn und gebratene Paprika. Alles ganz lecker. Hat dann auch nur das fuenffache einer vergleichbaren Portion in Shanghai gekostet ;-( Muss ich mich wohl dran gewoehnen. Wenn das so weitergeht, komm ich mit dem dicken Geldscheinbuendel, was ich mir am Flughafen gezogen hab, wohl nicht weit...

So. Jetzt muss ich mal ueberlegen, was ich morgen mache.

Lunchtime

Lunchtime
Kleiner Nachtrag zu dem Essensbericht von Dienstag...

Endlich Urlaub

Juhuu, endlich Urlaub. Waehrend sich ganz China aufs neue Jahr vorbereitet, sitze ich im Flieger nach Tokyo um da 10 Tage Urlaub zu machen. Also, 2 Tage Tokyo, drei Take Niseko (hoffentlich im feinsten Pulverschnee) und nochmal 2 Tage Kyoto. Inzwischen hab ich alle Fluege und Hotels gebucht, da muss ich mir keine Sorgen mehr machen, jetzt muss ich mir nur noch ein bsichen Programm ueberlgen. Aber mit 3 Lonely Planets im Gepaeck wird mir schon was einfallen.

Eben gab's schon was zu essen, unter mir ziehen die kleinen weissen Cunnilingus-Woelkchen (oder wie heissen die?) vorbei... faengt doch gut an. Ich hab's uebrigens geschafft, mit nur 15Kilo im Rucksack zu reisen. Neuer Rekord. Und da ist alles drin, ausser dem Laptop und den Sachen, die ich anhab...

Letztes Wochenende

Kurze Zusammenfassung vom letzten Wochenende: erstmal Freitag Fahrkarten kaufen nach Suzhou (da wollten wir Samstag Gaerten gucken), ganz grosses Abenteuer. Riesen Bahnhof, hundert Eingaenge, 10 Chinesen vor jedem und null englische Schilder. Und wir mitten drin. Sind ne gute Stunde da rumgelaufen, bis uns ein freundlichen Uniformtraeger an die Hand genommen hat und und an einer langen Menschenschlange vorbei an einen Schalter zerrte, wo er den Fahrkartenkauf fuer uns in die Wege geleitet hat. Jedenfalls die Hinfahrkarte. Rueckfahrt ging nicht. Na toll.

Samstag morgen wollten wir dann mit dem Taxi zum Bahnhof. Wollte das Taxi auch. Wollten die hunderttausend anderen Autos scheinbar auch, und wir sassen fest im Stau. Ging immer so meterweise vorwaerts bis uns der Taxifahrer irgendwann anzeigte, wir sollten besser die letzten paar Meter laufen. Haben wir dann auch gemacht und waren grade noch so rechtzeitig am Bahnhof. Wo wir dann erstmal festgestellt haben, dass wir keine Zugfahrkarten gekauft hatten, sondern welche fuer den Bus. Und der Bus war eng, hing staendig im Verkehr fest und hat fuer die ganze Strecke doppelt so lange gebraucht wie der Zug.

Als wir dann endlich in Suzhou waren, haben wir erstmal so ein kleines Motorradtaxi genommen, um zum richtigen Bahnhof zu fahren und Zugfahrkarten fuer die Rueckfahrt zu kaufen. Diesmal wirklich mit dem Zug.

Danach gings dann endlich zum Sightseeing. Erstmal die Nordtempelpagode und dann der Garten der Politik des einfachen Mannes. Nee, ehrlich, der heisst wirklich so. Viele kleine Teiche, Baeume und Pagoden zum drin Lustwandeln. Aber ganz ehrlich, nach zwei von den Gartenanlagen war es dann auch gut. Fuer das ungeschulte Auge sind die sich doch sehr aehnlich, und ich haett keine Lust gehabt, die anderen 20 oderso Gaerten auch noch abzulaufen.

Statt dessen sind wir lieber zurueck zum Bahnhof. Auf Schusters Rappen, weil kein Taxi kam. Haben's auch grad noch so geschafft und uns mal wieder von einem Uniformierten im Eiltempo an den Schlangen vorbeibringen lassen, weil natuerlich der Zug schon fast abgefahren war.

In Bahnhofsnaehe in Suzhou gab's uebrigens leckere Sachen zu kaufen. So eine ziemlich feste, leicht klebrige Masse wo wohl Nuesse und Obst und sowas drin waren, und die da in grossen Klumpen verkauft wurde. Da hatten wir auf dem Hinweg schonmal was von gekauft, war echt lecker, und auf dem Rueckweg zum Zug wollten wir noch mehr holen. Hab also dem freundlichen Onkel mit dem grossen Messer 20 RMB hingehalten und auf das Zeug gezeigt. Er hat dann gezeigt wieviel er abschneiden wollte und wir haben genickt. Und dann wollte er fuer die Scheibe ploetzlich 70 haben. Neenene, so nicht. Wir also wieder die 20 hingehalten. Aber irgendwie hat der nicht gerafft, dass wir nur fuer so wenig Geld einkaufen wollte. Als dann noch sein Kollege vom Nachbarstand ankam und anfing rumzuschreien, sind wir gegangen. Verarschen lassen kann ich mich auch woanders.

Was in den Gaerten uebrigens noch sehr lustig war, waren die Eingeborenen, die immer Fotos mit uns machen wollten. Da mussten wir dann mit denen posieren (meist mit den Maenner, aber die wollte ja auch immer unsere Frauen auf die Bilder haben) und es wurde froehlich drauflos geknipst. Komische Leute hier.

Sonntag gab's nochmal Tempeltouren in Shanghai. Gemuetlich mittags los, Jadebuddha- und Drachenblumentempel besichtigt, dann zum Thai und lecker Buffet gegessen und zum gemuetlichen Abschluss im Cloud 9 noch ein paar Cocktails geschluerft. Das Cloud 9 ist im 87 Stock vom Jinmao-Turm, ziemlich nahe beim Oriental Pearl Tower, wo wir vor ein paar Wochen waren und genauso hoch. Aber tausendmal gemuetlicher, um die Aussicht zu geniessen, weil man mit seinem Glas gemuetlich vor dem Fenster im fetten Pluesch sitzt und seine 120 Yuan Mindestverzehr aufbraucht. Was uebrigens ziemlich schnell geht. Aber immerhin, im Pearl Tower zahlt man 100 nur damit man hochfahren darf. Kein so dolles Preis-Leistungsverhaeltnis.

Tuesday, February 13, 2007

Above and beyond

Huh. Heute zum Mittagessen haben wir mal was anderes probiert. Wollten nicht schon wieder in die Schlabberkantine. Also alle zusammen rueber ins Einkaufszentrum und das groesste Restaurant am Platz gestuermt. Es gab sogar eine englische Speisekarte zum Selberankreuzen, sehr praktisch. Weniger praktisch war, dass da schonmal jemand was drauf angekreuzt hatte und der Kellner nicht gerafft hat, was da vorher schon drauf war und was wir ausgesucht haben. Dabei hatten wir dicke Striche vor die Gerichte gemacht und der andere Kunde kleine Haekchen dahinter. War eigentlich gar nicht so schwer. Troztdem hat der Typ mit bei vier Gerichten mit Haekchen dran erzaehlt, die waeren heut gar nicht da. Ja und? Die wolln wir doch gar nicht, Du Chinase!

Naja, letzten Endes hatten wir dann doch ziemlich viele Sachen, die wir auch tatsaechlich bestellt hatten. Um die Stier- und Hammelhoden haben wir mal einen Bogen gemacht, aber Garnelen mussten ja schon sein. Gab auch einen grossen Teller voll, alle schoen auf Holzspiesschen, damit man die im Topf auch wiederfinden konnte. Wobei das schon ein bischen komisch war, weil an den ganzen anderen Leckerein ja auch kein Fangriemen oder so da war, der das Fischen erleichtert haette.

Vielleicht sollte ich kurz ausschweifen. Das Essen, was kam war kalt. Der grosse Suppentopf in der Mitte vom Tisch war voll brodelnder Bruehe. Klar? Kaltes Essen, heisse Bruehe, kombiniere mein lieber Watson, it's Fondue-Time.

So. Also hatten wir Blubberbruehe und Scampis am Spiess. Passt doch hervorragend zusammen. Bis der Stefan dann mal dezent darauf hinwies, dass ja eins von den Viechern noch zuckte. Beim naeheren Hinsehen haben wir dann festgestellt, dass da doch ein recht buntes Treiben auf dem Teller herrschte und ein paar Tierchen noch vehement mit dem Schwanz peitschten. Hat dann doch ein bischen Ueberwindung gekostet, die mal eben in den Topf zu schmeissen. Aber eigentlich haben wir damit ja nur ihre Leidenszeit verkuerzt...

Immerhin weiss ich jetzt auch, warum die alle auf Spiessen steckten. Kann man den Langnasen wohl nicht zumuten, wenn das Essen noch agiler auf dem Teller rumlaeuft, bis man's in den Topf befoerdert.

Heute abend waren wir bei den chinesischen Akrobaten. Sehr lustig. Erzaehl ich aber spaeter.

Monday, February 12, 2007

Jetzt wirds dekandent

Anders kann ich das nicht sagen. Nicht nur habe ich einen Flug nach Tokyo am Donnerstag gebucht (um den Neujahrsfeierlichkeiten hier aus dem Weg zu gehen), nein, zu allem Ueberfluss hab ich jetzt noch einen Flug nach Hokkaido im Norden Japans gebucht, und da auch noch ein Hotel, um in Niseko skilaufen zu gehen. Da solls naemlich ganz viel schneien, und der ganze Laden ist fest in der Hand von Aussies, die da powdern tun wollen. Und der Joern, der alte Tiefschneeanfaenger, mittendrin.

(Danach geht's dann uebrigens noch nach Kyoto, damit ich auch wenigsten ein bischen Kultur mitnehme...)

Tja, deswegen war ich vorhin mal im hiesigen Sportgeschaeft, um mich ein bsichen einzudecken. Einmal Treckingrucksack, damit ich in Japan nicht den fetten Koffer rumschleppe, dann noch Handschuhe und eine Skihose. Alles zusammen fuer den extrem hohen Betrag von 130 Euro. Und das auch nur, weil ich natuerlich den teuersten udn groessten Rucksack genommen hab, den ich kriegen konnte, mit einem Tragesystem, was sich gewaschen hat. Lieber 20 Euro zuviel ausgeben als das das Ding nachher nicht passt. Bei der Hose hab ich das leider andersrum gemacht, da hab ich die Weite ein bischen zu optimistisch eingeschaetzt (Umkleiden hab ich nicht gefunden) und auf gut Glueck mitgenommen. Jetzt muss ich entweder eine Woche hungern damit ich nicht aussehe wie in eine Wurstpelle gestopft oder mir in Japan eine Hose leihen. Aber fuer die 13 Euro, die die Hose gekostet hat, kann ich ja fast das Taxi bezahlen, um zu dem Laden zu kommen, deswegen weiss ich noch nicht, ob ich mir den Stress mit dem Umtauschen wirklich antun will...

Und sonst? Heut war der erste Tag im neuen Buero. Hat alles erschreckend gut funktioniert. Internet ist tausendmal schneller als im alten Gebaeude, alles funktioniert, ich hab einen anstaendigen Buerostuhl (naja, waer nett, wenn man ihn noch 10 Zentimeter hoeher stellen koennte, aber es geht) und einen (achtung, gut festhalten jetzt) hoehenverstellbaren Schreibtisch. Elektrisch. Knopf -brrr- hoch. Anderer Knopf -brrr- runter. Da kann man nicht meckern.

Eine Kantine gibt's hier auch. Spottbillig, 80 Cent fuers Mittagessen, und in der Qualitaet knapp ueber der von Ericsson. Nicht viel mehr, aber ist ok. Essen war eigentlich auch gar nicht uebel, allerdings hatte ich vorhin erstmal nen laengeren Termin im Bad. Und morgen frueh auch. Wenn ich jetzt krank werde, waer das echt Kacke, zumal ich alle meine Fluege ohne Ruecktrittversicherung gebucht hab. Wozu auch, was soll in einer Woche schon passieren...

Aprospos buchen: ich wollte meine Hotelbuchung fuer Tokyo um einen Tag kuerzen. 3 Tage Tokyo und einen Tag Kyoto fand ich etwas unausgeglichen... Hab also frohen Mutes bei Expedia gecancelt und dann neu gebucht und --- wie, Hotel hat keine Plaetze mehr? Waa? Sofort bei Expedia angerufen und versucht, die Stornierung zu stornieren, ging natuerlich nicht, und dann in Japan angerufen um beim Hotel direkt die Stornierung zu stornieren. Das ging dann. Phew. Nochmal Glueck gehabt.

Tuesday, February 6, 2007

Na sowas


Hm. Na sowas. Das erklaert, warum am Samstag aus der Kneipe so wenig Maenner mit Weibchen unterm Arm rauskamen. Wir waren naemlich nach dem Essen auch im Zapatas, Mexican Cantina. Ob das hier ne Kette ist, oder hab ich dieses Schild einfach nur uebersehen?

Sunday, February 4, 2007

Yo! My nigga!

Kleiner Wochenendbericht. Ist nicht viel passiert, deswegen muss ich auch nicht viel schreiben.

Samstag hab ich mal schoen gemuetlich bis um 12 geschlafen. War mal noetig. Dann ein bischen zum Japaner gelaufen, wo wir abends essen wollten, Tischreservierung geaendert wieder heimgelaufen, zwischendurch mit U-Bahn und Taxi abgekuerzt. Wobei die Tischreservierung mal wieder fast an meinem Mangel an Verstaendnis fuer die chinesische Sprache misslungen waere. Oder an der Unkenntnis der Angestellten an der englischen Sprache. Wie mans nimmt. Jedenfalls hat meine Aussage, ich haette ja fuer abends einen Tisch fuer 10 Leute reserviert, nur entsetzt aufgerissene Augen geerntet - "WAAAAS? Sie wollen fuer heute Abend einen Tisch fuer 10 Leute????"...

Naja, hat sich aber alles aufgklaert und wir durften essen kommen. War extrem lecker, wie immer (war ja jetzt schon das dritte Mal da, und der Tisch fuers naechste Wochenende ist auch schon reserviert...), Bier und Sake waren auch hervorragend, und auch die Bierchen, die wir hinterher noch in der Kantina um die Ecke gezogen haben waren durchaus trinkbar. Dafuer ist die Erinnerung an den Heimweg ein bischen dunkel geworden, aber da ist ja sicher auch nicht viel spannendes passiert.

Heute, also Sonntag morgen, klingelte dann recht frueh, also noch vor zehn Uhr, das Telefon. Dachte zuerst, die Kollegen wollten mich fuer irgendwelche Tagesaktivitaeten gewinnen, weil doch gestern mal die Rede von einer Bootsfahrt war. Bin dann trotzdem rangegangen und hatte den Boy von der Rezeption dran. "Nigga! Is post for you, nigga! Nigga, come pick up, nigga!". Kein Scheiss.

Ich glaube, Nigga ist hier entweder der Ausdruck fuer "aeh" oder vielleicht auch eine hoefliche Anrede fuer auslaendische Gaeste. Aber sicher bin ich nicht. Seit ich den Hotelburschen aber mal gehert hab, wie er das Wort alle 4 Satzzeichen lang wiederholte, ist es mir auch schon bei anderen Gespraechen aufgefallen. Scheint also so ungewoehnlich nicht zu sein.

Naja, hab mich dann aus dem Bett geschaelt, mal kurz Wasser durchs Gesicht gespritzt und ne Hose angezogen und bin dann runter in die Lobby getorkelt. Die irgendwie voller Leute stand. Sehr unangenehm. Denken jetzt sicher auch, was hier denn wohl fuer Suffkoeppe absteigen. Aber ich hab mein Paket bekommen, keiner ist von meiner Fahne umgefallen und ich hab mich schnell wieder ins Zimmer verkrochen. Jetzt hab ich immerhin meine Japanreisefuehrer. Und noch gleich zwei Buecher zum Lesen. Wo ich einmal bei Amazon beim Bestellen war, hab ich gleich noch Unterhaltung mitgeordert. Zweimal Harry Dresden (hallo Isa!).

Ansonsten haben wir dann heute tatsaechlich noch die Bootsfahrt auf dem Huangpu Fluss gemacht, der fliesst hier mitten durch die Stadt. Vom Ticketverkauf mit Bus zum Anlegeplatz, dann eine halbe Stunde flussabwaerts, dann eine halbe Stunde flussaufwaerts und wieder ausschiffen. Nett.

Oh, und in eine Teestube sind wir noch eingefallen. Ich muss ja noch Tee kaufen, den der Ron dann Dienstag nach Deutschland schmuggeln kann, da wollte ich doch auch mal welchen aussuchen und probieren. War toll. Wir setzten uns, die Bedienung kam, sah und sprach. In erbrochenem Englisch, aber wir konnten uns verstaendlich machen. Es gab drei Sorten Tee, rot, gruen und Jasmin. Und der Jasmintee war in lossen Blattfetzen und schmeckte grauslich. Also Annette, sorry, aber es gibt doch nur den teuren Supermarkttee...

Thursday, February 1, 2007

And the winner is...

Waren eben im Carrefour shoppen. Da hab ich dann die weltlangsamste Bedienung bei der Arbeit gesehen. Oder jedenfalls eine von denen. Die scheinen naemlich tatsaechlich alle bei dem Laden zu arbeiten. Ist unglaublich, denen bei der Arbeit zuzuschauen. Die Kunden legen naemlich ihre ganze Ware auf die Ablageflaeche an der Kasse, die Kassiererin graebt dann erstmal gemaechlich durch den Haufen um was zu finden, was noch in die aktuelle Tuete passt (die sie vorher umstaendlich aufgefuddelt hat), schaut dann mal in aller Seelenruhe, wo der Barcode ist, haelt den dann vorsichtig vor den Scanner (nicht zu schnell, sonst erschreckt der sich), und legt das Teil dann gemuetlich in die Tuete, damit's ihm nicht zu unbequem wird neben den anderen Tuetenbewohnern.

Und sucht sich das naechste Stueck aus dem Haufen...

Ungelogen, ist alles wahr. Ich hab eben fuer 3 Meter Schlangestehen gute 20 Minuten gebraucht. Da waren vier Kunden vor mir, einer mit Einkaufswagen und der Rest mit Koerbchen. Und ich mit 4 Artikeln, aber die abzukassieren hat auch gute 5 Minuten gedauert. Versteh ich gar nicht, wenn die doch hier alle so langsam sind, dafuer die Arbeitskraefte aber nix kosten, koennen die doch eigentlich pro Kunde immer 3 Kassen benutzen, oder?

Wobei, da wo ich stand, waren tatsaechlich 3 Kassen. Hintereinander. Und daneben nochmal drei Kassen. Hintereinander. Und zwischen den beiden Kassenreihen war Platz fuer genau 2 Einkaufswagen nebeneinander. Da sah man genau, wie exakt der hiesige Kassendesigner das geplant hat - ich frage mich nur, ob er auch bedacht hat, dass wenn zwei Einkaufwagen an den beiden hintersten Kassen stehen, keiner mehr daran vorbei kommt. Wahrscheinlich war das genau der Grund, warum von jeder dieser Reihen immer nur eine Kasse auf war.

Gnaaa! Und solche Leute wollen komplexe Software entwickeln?