Heute konnten wir mal richtig ausschlafen. Fruehstueck war um 9 Uhr angesetzt, danach noch ein bischen internetten um die letzten Tage aufzuarbeiten und der Bus, mit dem wir wieder nach Peru kommen sollten, war nicht vor 1300 angesetzt. Damit hatten wir also massig Zeit, in der Sonne rumzusitzen, Hamburger zu essen und literweise Cola wegzukippen. Was vor einer mehrstuendigen Busfahrt vielleicht keine ganz so gute Idee ist, aber wer laesst sich von solchen Ueberlegungen schon die Stimmung vermiesen.
Der Bus kam dann auch einigermassen puenktlich, war gemuetlich und bot genug Platz fuer die Beine, ueber so was freu ich mich ja immer besonders. Bis zur Grenze wars auch nicht weit, nur die Ansage von dem Tourgroupie vorne hab ich nicht verstanden, weil der uns auf Spanish die Einreiseprozedur erklaert hat und staendig was von "to peru" erzaehlte. Ja klar, natuerlich wollen wir nach Peru, wissen wir auch. Als er das ganze dann nochmal in Englisch wiederholte, wurde mir klar, dass er uns nur darauf aufmerksam machen wollte, dass die Busfirma tourPERU hiess und wir das in dem Einreiseformular vermerken sollten. Die eigentliche Ausreise aus Bolivien und die Einreise nach Peru erfolgten dann per pedes, indem wir von einer Migracion zur naechsten gewandert sind und uns brav unsere Stempel geholt haben.
Bis Puno warens dann noch etwa 2 Stunden und die Stadt selbst ein echter Schlag ins Gesicht eines jeden Architektur- oder ganz allgemein Staedtefreunds. Beim ersten Durchfahren sah es einfach nur nach Dreck aus. Erst als wir uns vom Hotel aus Richtung Innenstadt aufgemacht haben, merkte man, dass es in der Fussgaengerzone auch ein paar huebsche Laeden (sprich: Gastronomiebetriebe) neben den ganzen Tourishops und Wechselstuben gab. Dank letzterer sind wir jetzt immerhin das aus Bolivien bekannte Problem der Bolivianolosigkeit los und konnten uns alle satt mit peruanischen Soles, dem hiesigen Euro sozusagen, eindecken.
Abendessen gabs in einem Tourilokal. Ein komplettes 3-Gaenge-Menu zum Preis von sage und schreibe 2 Euro. Plus Getraenken. Gut, die Menuportionen fallen nicht so ueppig aus wie die a-la-carte-Bestellungen, aber gereicht hats schon. Dazu gabs dann noch eine halbe Stunde Unterhaltung von Panfloetenspieler, Seiteninstrumentschraddlern und einem minderjaehrigen Paukenschlaeger, der noch dazu recht schraeg sang. Leider sassen wir direkt vor der Buehne, so dass wir in der direkten Genuss jeder musikalischen Nuance kamen und Gespraeche am Tisch rabiat unterdrueckt wurden. Aber schlecht war die Musik nicht. Nur halt laut.
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