Wie gesterntags (als der Trubel noch so feeeeerne laaaag!) besprochen gings also heute um 5 zum Fruehstueck, so dass wir um 5:40 auf die letzten Nachzuegler zu warten und den ersten Bus nach oben zu verpassen. Komisch, wer hatte gestern noch auf das fruehe Aufstehen bestanden? Wieder mit dem Bus die Serpentinen rauf nach Machu Picchu (guckst Du hier: http://maps.google.com/maps?f=q&hl=en&q=&ie=UTF8&ll=-13.162817,-72.53912&spn=0.030923,0.045061&t=h&om=1) und schnurstracks zum Einstieg in den Wayna Picchu. Da gibts naemlich ein Tor wo man registriert wird, weil jeden Tag nur 400 Leute hoch duerfen und auch alle wieder runterkommen muessen. Anhand der Namenslisten kann man dann leichter feststellen, wer sich vom Berg gestuerzt hat, falls das grade keiner gesehen hat.
Der Aufstieg war schoen in der kuehlen Morgenluft, stimmungsvolle Nebelbaenke verhuellten die Sicht in dei Abgruende und der Weg variierte zwischen breiten Pfaden, schmalen hohen Felstreppen in allen Variationen. Kurz vor dem Gipfel gabs dann noch einen kleinen Tunnel zum durchkriechen (zum Glueck ueber Felsstufen und nicht durch den Matsch), da war ich schon ganz froh, dass da noch keine beleibte Person drin feststeckte und den Weg blockierte. Oben auf dem Gipfel wars leider maechtig unspektakulaer, weil der nur aus zerkluefteten Felsen bestand und in etwa die Groesse meines Schlafzimmer hatte. Ausserdem war rundrum Nebel und eigentlich nichts zu sehen.
Kurz vor dem Gipfel war uns auch der Michael schon wieder entgegengekommen. Dem war es oben zu voll und zu eng, da isser schonmal langsam wieder abgestiegen. Soviel zum Thema der Aufsichtspflicht. Wir anderen sind dann langsam hinterher, ich hab mit Nadja auf der naechstunteren kleinen Ebene pausiert und gewartet, dass sich die Nebel lichten und ein bischen was von Machu Picchu zeigen. Nach einer halben Stunde, in der wir blenden von den Spaessen der ebenfalls wartenden Italienern (von denen sich einer regelmaessig ueber die Felskante ins Tal bis zur naechsten Terassenebene stuerzte) und der kreativen Schuhmode der anderen Touristen (unglaublich womit manche Leute auf einen Berg steigen - wenn die Einheimischen Flip Flops tragen, glaub ich ja noch, dass die das gewohnt sind, aber Touris????) unterhalten wurden, rissen die Nebel dann tatsaechlich ein bischen auseinander und gaben immer ein paar Ausschnitte der Ruinenstadt preis. Der Abstieg war dann auch halb so wild, weil inzwischen die ganzen nassen und glitschigen Steine ein bischen abgetrocknet waren und wir sind alle heil unten angekommen.
Unten haben wir uns dann noch ein bischen die Ruinen mit dem Reisefuehren in der Hand beguckt, auch den Hintereingang von Machu Picchu, von dem man noch eine Bruecke bewundern, aber nicht betreten kann (was auch gut so ist - man sah hinter der Bruecke zwar noch anhand der Begruenung wo der Trail mitten an der senkrechten Felswand entlang gewesen sein muss, aber der muss verdammt eng gewesen sein). Gegen Mittag sind wir dann wieder runtergefahren, haben uns in ein Cafe gesetzt um Kaffee zu trinken (Ueberraschung!) und sind so grade noch dem Regenschauer entgangen, der Aguas Calientes geflutet hat.
Gegen zwei (oder 3?) gabs dann noch ein ausgedehntes Mittagsbuffet direkt an den Bahngleisen, was maechtig lecker war (es gab auch endlich mal wieder das leckere dunkle Bier) und dann gings per Bus und Bahn zurueck nach Cusco, wo wir auf weitere Fressorgien verzichtet und stattdessen den lokalen Pub um seine Pisco-Vorraete erleichtern haben. Da gabs sogar eine Dartscheibe, die wir im Verlauf des Abends verunsichert haben. In meinem grenzenlosen Grossmut (und weil ich nicht wollte, dass ich wegen zuviel Trainings bei der Arbeit ^D^D^D^D^D^D^D^D^D^D^D^D^D^Dzu Hause vom Spiel ausgeschlossen werde) habe ich verkuendet, dass fuer mich nur die Doubles und Triples zaehlen, weil die anderen ja nicht so so erfahrene Spieler waren.
Ja.
Wie soll ich sagen?
Also, als die Steffi fertig war, hatte ich immerhin zweimal die Triple Eins getroffen. Keine Ahnung ob's am Pisco lag, oder an den Darts (waren Steeltips, oder neudeutsch Stahlspitzen, also keine elektrische Scheibe) oder am Abstand der Abwurflinie, die vielleicht zwei Zentimeter naeher an der Scheibe war als vorgeschrieben, aber das war jedenfalls nicht mein Spiel. Bei der naechsten Runde (Dart und Pisco Sour) hab ich dann wieder alles gezaehlt und wollte nur doppelt aus machen, und da bin ich immerhin bis auf 16 runtergekommen bevor das Spiel vorbei war.
Dann hab ich geschmollt und bin ins Bett gegangen.
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