Sunday, August 13, 2006

Mal was anderes

Ich habe ja angesichts aktuellerer Themen lange nichts mehr zum Thema Katzen geschrieben. Klar, Benjy ist in guter Pflege und Franky schlicht und einfach tot, aber so ganz sicher bin ich mir trotzdem nicht, dass ich nur noch mit einer Katze zusammenlebe, wenn ich heimkomme. Die eine Woche vor dem Urlaub war nicht wirklich genug, um sich diesen Zustand als normal anzugewoehnen. Ausserdem gehen mir Frankys letzte Tage und Minuten nicht aus dem Kopf. Angefangen mit dem Freitag, wo er aufgehoert hat zu fressen, nachdem er sich nochmal so richtig den Bauch vollgeschlagen hat, und mir eigentlich Mut machte, dass sich sein Zustand vielleicht etwas bessern wuerde. Dann der Abend am gleichen Tag, wo er ein letztes Mal meine Naehe gesucht hat, und lange auf meinen Schreibtisch lag und seine Nase in meine vollgeschwitzten Sachen steckte und sich lange hat streicheln lassen. Danach hat er sich ja ziemlich zurueckgezogen und am Sonntag morgen ist er dann zwar recht schnell, aber nicht grade friedlich, gestorben. Jetzt frage ich mich staendig, ob es nicht besser gewesen waere, ihn vorher schon einzuschlaefern und ihm diese letzten Minuten zu ersparen. Ich kann nicht einschaetzen, ob er vorher auch schon gelitten hat, oder ob ihm einfach nur, wie der Tierarzt es beschrieb, unwohl sein und er keine Schmerzen gehabt hat, aber dass die letzten Minuten unangenehm war, da bin ich mir sicher. Andererseits moechte ich diesen letzten Abend des Abschiednehmens nicht vermissen und danach war es schwer abzusehen, wie lange es noch weitergehen wuerde, auch mit der Zwangsfuetterung. Ich hatte mich schon damit abgefunden, ihn nach dem Wochenende zum letzten Mal zum Tierarzt zu bringen, aber dann ging doch alles schneller als ich dachte. Jetzt, im Nachhinein weiss ich, wann der ideale Zeitpunkt zum Einschlaefern gewesen waere, aber das konnte ich da halt nicht abschaetzen. Und trotzdem bleibt der Zweifel, was ich in seinem Sinne haette besser machen koennen.

Jetzt, also wenn ich wieder zuhause bin, bleibt mir wohl nur, Franky in angemessener Erinnerung zu behalten. Als die Katze, die ich zuerst ausgewaehlt habe, und die immer mein Liebling war, weil er so war, wie ich mir meine Katze vorgestellt hatte. Verspielt, verschmust, und immer auf der Jagd nach einem gemuetlichen Platz auf meinem Schoss und einer Streicheleinheit.

Machs gut, Franklin. Ich hoffe, wo immer Du jetzt bist, geht es Dir besser und jemand schwingt einen Laserpointer fuer Dich. Ich haette gerne laenger Deine Dosen geoeffnet.

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