Dieses Wochenende ist nicht viel passiert. Eigentlich wollten wir Samstag nach Zhouzhuang fahren, aber als wir Freitag nach langer Odysse die Busticketverkaufsstelle gefunden hatten, war die schon zu. Und Samstag war die Wettervorhersage fuer Sonntag zu schlecht, deswegen haben wir den Trip verschoben.
Also hab ich mir mal ein faules Wochende gemacht. Noch ein paar Fotos sortiert (ich glaube bei den Peru-Bildern vom letzten Jahr bin ich jetzt bei Tag 5 oder so. Von 23. Wer hat bloss die ganzen Bilder geschossen?), dazu ein bischen lesen, fernsehen, das Laufband und die Gewichtemaschine abgenutzt und in der Badewanne rumgelegen. So gehoert das wenn man sich in einem fremden Land mit unzaehligen Sehenswuerdigkeiten aufhaelt. Jaja, ich weiss, ich hab ja auch ein dezent schlechtes Gewissen. Aber nach dem Fress- und Saufgelage vom Freitagabend beim Japaner musste ich mich auch erstmal erholen.
Sonntag abend waren wir nochmal in der Altstadt, wo ein letztes Aufbaeumen der Neujahrsfestlichkeiten stattfand. Da haben wir uns dann mit einer Milliarde Chinesen durch die Gassen gewaelzt, Souvenirs begafft (und zum Teil gekauft), Glueck und Zufriedenheit fuers neue Jahr gesichert und nix anstaendiges gegessen.
Wir wollten naemlich eigentlich vor dem Rundgang erstmal was essen. Leider haben wir erst vor Ort festgestellt, dass das einzige Restaurant, was nicht geschlossen und eine winzige Strassenkuechenklitsche war, mit M anfing und mit cdonalds aufhoerte. Und als wir nach der dritten Runde um den Block immer noch nichts anderes gefunden hatten, sind wir denn halt da eingekehrt. Da hat mein McDonalds-Verprechen (nie wieder in Shanghai!) wohl nicht allzulange gehalten. Naja, immerhin waren wir so gestaerkt fuer den restlichen Abend.
Was ganz lustig war, war der grosse Baum in der Altstadt, wo alle ihre Wunschbaendsel drangeschmissen haben. Da stand halt so ein grosser Baum, und daneben ein Stand, wo man sich Gluecksbringer kaufen konnte. Das waren Metallscheiben mit roten breiten Baendern dran, auf denen stand, was man sich wuenschen konnte. Also Glueck fuer die Arbeit, den Erfolg, die Liebe, allgemeine Glueckseligkeit und weiss der Himmel was noch. Und die Baendchen haben die Leute dann gekauft und in den Baum geschmissen. Ich glaube, wenns haengenblieb, sollte der Wunsch in Erfuellung gehen.
Wobei: wenn ich hier von Werfen spreche, dann nur, weil mir fuer diese angewandte Bewegungslegasthenik kein besseres Wort einfaellt. Da wurde erstmal geposed. Fuers Foto. Dann ausgeholt. Anlauf genommen. Es gab teilsweise gradezu Explosionen von Gliedmassen, die in alle Richtungen wegflogen (unblutig. Keine Sorge). Und dann flog dieses Metall-Stoff-Konstrukt einen halben Meter hoch und 90 Zentimeter weit unter dem Baum durch auf die Strasse. Ehrlich. Ich glaub die Haelfte der Leute hat nicht mal den Baum getroffen.
Andererseits: ich find das Konzept schon praktisch. Wunsch kaufen, werfen, alles wird gut. Da muss man sich wenigstens nicht selbst drum kuemmern. Irgendwer wirds schon richten.
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darf man denn auch mehrere Wünsche in den Baum werfen? So wie: Liebe, Zufriedenheit, Reichtum, Gesundheit, Glück, Wohlbefinden ...
ReplyDeleteoder sind widersprüchliche Kombinationen von vorneherein ausgeschlossen?
Na, ich glaube probieren tun die alles. Aber ich halte ja zum Beispiel Reichtum und Job bei Ericsson fuer ausgeschlossen. Oder Heirat und Zufriedenheit....
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