Monday, December 1, 2008

Macromania in India


Macromania in India, originally uploaded by regenschein71.

Mal was anderes als Katzenfotos - hatte mein neues Macro-Objektiv natürlich mit und fleißig drauflosgeknipst. Ab und zu ist mal ein nettes dabei rumgekommen, mehr Beispiele gibt's nach einem Klick auf das Foto.

Sunday, November 30, 2008

Isch liebe Deutscheland

Da sitzt man gemütlich in der Bahn, seinen Koffer neben sich und freut sich, dass man noch einen Sitzplatz am Sonntag abend Richtung Aachen ergattert hat, da kommt so eine dunkelhäutige Mitbürgerin mit echt substanzieller Masse und setzt sich auf den Koffer. Auf meine freundliche Frage ob sie das vielleicht lassen könnte (und die damit implizierte Aufforderung ihren fetten Arsch woanders zu parken) schaut sie mich und meinen Koffer groß an und fragt mich: "warum?"

War ich solange weg, daß das Sitzen auf fremdem Eigentum inzwischen gesellschaftsfähig geworden ist?

Tuesday, November 25, 2008

Urlaub!

Seit gestern bin ich in Goa. Hinflug war harmlos, Einchecken schon komplizierter. Erst gings nicht, weil ich mehr als zwei Stunden vorher da war (den Grund hat mir natürlich keiner gesagt, hieß nur, ich sollte in 5 Minutes noch mal wiederkommen). Dann hatte ich meinen Boarding Pass, mußte aber zum International Gate, weil der Flieger über Goa weiter nach Dubai flog. Das hat nicht nur keiner von den nachfolgenden Security-Meistern geschnallt, die haben auch noch nix gesagt. Nur auf mein Ticket gestarrt, was indisches vor sich hingemurmelt und noch ein bischen gestarrt. Und wie kopflose Hühner hin- und hergerannt. Mir war da leider auch noch nicht so klar, wo denn der Haken war, sonst hätt ich sie wahrscheinlich aufklären können. Aber irgendwann war ich dann doch im Bus, der mich zum Flieger karren sollte, zusammen mit 15 anderen Gestalten. Dann gabs 15 Minuten Aufenthalt im Bus, weil irgendwer sein Customs-Form nicht ausgefüllt hatte. Das Customs-Form muss man nämlich für so einen innerindischen Flug nach Goa in Bengalurien ausfüllen und dann anscheinend noch am gleichen Flughafen wieder so einem Hansel in die Hand drücken. Ausfüllen ist an der Stelle auch übertrieben, Name und Flugnummer reichten eigentlich völlig aus. Keine Ahnung, was das sollte, aber der letzte der das wußte ist sicher vor 100 Jahren zurück nach England gereist. Immerhin war der Flieger dann so leer, daß ich mich problemlos in die erste Reihe der Holzklasse mogeln konnte und immerhin genug Platz hatte.

Sunday, November 23, 2008

Footzooming Bangalore

Park. Park? Pflegt den auch einer? Mäht jemand den Rasen? Räumt jemand den Müll weg? Straße. Autos. Hupen. Lärm. Taxi - nur 100 Rupies? Nee danke, ich lauf lieber. Taxi - nur 100 Rupies? Nein danke, ich möchte laufen. Taxi - nur 100 Rupies? Oh fuck off already. Wie überquert man eine Kreuzung, wo 6 Straßen einmünden? Frogger. Indische Einkaufsstraße. Menschen, die rauf und runterlaufen. Autos die rauf und runterfahren. Alle durcheinander. Gehen. Aufpassen. Keinen ueber den Haufen laufen wollen. Nicht ueberfahren werden wollen. Die Straße rauscht vorbei. Stehenbleiben. Einen Schritt zurück in einen Hauseingang. Alles wird ruhiger. Gesichter treten aus der Masse hervor. Der Lärm hält sich vornehm zurück, will den Eindruck vorübergehender Ruhe nicht stören. Ein Passant betrachtet nachdenklich die Auslage im Bücherladen. IT-Bücher, die aussehen als hätten sie in den 70ern schon Staub angesammelt. Weitergehen, Lärm, Autos, gesichtslose Menschenmassen kommen zurück. Eine mehrstöckiger Bau beherbergt den Markt, den ich gesucht habe. Der Bau war wohl mal weiß. Die metallenen Verzierungen waren sicher mal hübsch, bevor sie rostig wurden. Auf dem Markt gibts Blumen. Obst. Gemüse. Blumen. Gewürzpulver ist in großen Kegeln aufgeschichtet, deckt das Spektrum von gelb bis rot fast vollständig ab. Intensive Gerüche geben sich die Nasenflügel in die Hand. Ich lasse mich von den Massen durch die Gänge schieben. Wieder raus. Zwischen Markthalle und der nächsten großen Straße mehr Händler, die auf dem Boden ihre Ware feilbieten. Zwischen den Füßen der Passanten und dem Müll den jeder einfach überall hinwirft. Hier und da ein Bettler der die Hand aufhält. Hier und da ein Mensch, der auf dem Boden liegt. Sie sehen schlafend aus. Hier und da eine Kuh, die im Müll nach Abfall sucht. Überall Lärm, hier noch ohrenbetäubender als zuvor. Dazu der Gestank, der mir an den Fischbuden fast den Atem raubt. Flucht in die Überreste eines Forts, das hier mal stand. 50 Meter und eine dicke Steinmauer von der Straße erschlägt mich die Stille. Verschnaufen. Das Krankenhaus gleich um die Ecke erweitert die Ruhezone. Ist das noch in Betrieb? Die Gebäude sehen verlassen und verwahrlost aus. Aus einem Fenster winkt mir ein kleiner Junge zu. Ich winke zurück. Rückweg, vorbei an der Markthalle und der Einkaufsstraße, über Hauptstraßen und ungepflegte Parks. Auf halber Strecke halte ich es nicht mehr aus und stöpsele die Kopfhörer ins Telefon. Von hier an begleiten mich die Toten Hosen mit ihrem Album "In aller Stille".

Saturday, November 22, 2008

Hard Rock Cafe Bengaluru

Hardrock Cafe Bengaluru

Was für ein Abend. Fing ja damit an, daß wir nach erfolgreichem Messeabbau noch was Essen gehen wollten. Da die Hälfte der Kollegen später kam, hab ich mich ins Bett gelegt und ein bischen ferngesehen, bis mir irgendwer sagt, wanns los geht. Kurz vor 10 klingelt das Telefon - ja, wir stehn jetzt unten in der Lobby und wollen los? Ja hallloooo, wollen wir beim nächsten Mal vielleicht noch ein bischen später Bescheid sagen?Naja, mußten die Herrschaften halt warten, bis ich angezogen war. Um viertel nach 10 waren wir dann im Hard Rock Cafe (ist gleich um die Ecke vom Hotel), haben auch gleich einen Tisch bekommen, das war ja noch erfreulich. Dann hat erstmal der Kellner rumgestreßt, daß ja gleich die Küche dichtmacht und wir besser ein bischen zackig ordern sollten. Naja, kann man ja einsehen, war ja auch nicht mehr die Prime-Dinner-Time. Also schnell eine Runde Burger bestellt und ein paar Pints lokales Helles vom Faß. 'Gibt's heut nicht'. Hat der Kellner gesagt (in Englisch natürlich). An einem Samstag abend. In einem Hardrock Cafe. Kein Faßbier. Ja, hallo, geht's noch? Na gut, dann eben Flaschenbier. Halbe Menge, natürlich flaschenüblich geschmacksreduziert, aber zum vollen Preis. Dann kamen die Burger, die waren lecker, wir aßen, alles war gut. Bis viertel nach 11. Dann kam der Kellner und nahm die letzte Bestellung auf.
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Is. Klar.
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Echt?
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Echt.
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Im Hardrock Cafe.
In Bangalore.
Samstags abends.
Im Hard. Rock. Cafe. Nicht daß es hier irgendwelche Mißverständnisse gibt.
Haben dann kopfschüttelnd die letzte Runde Cocktails, Longdrinks und Scotch bestellt und uns in unser Schicksal ergeben. Das stand dann um 23:35, 15 Minuten nach Einschalten der Innenraumbeleuchtung in Form eines massigen, dunkelhäutigen Inders Marke Bad Motherfucker bei uns am Tisch und meinte, daß sie jetzt schließen würden, ungeachtet der Tatsache, daß von unseren bestellten Drinks noch 75% in den Gläsern lagerten, statt sich verdauen zu lassen. Wir haben dann behauptet, wir würden ja nur noch schnell austrinken, und das Spiel wiederholte sich dann im 2-Minuten-Takt bis um dreiviertel zwölf. Bis dahin hatten sich dann 4 düstere Gestalten um unseren Tisch versammelt um uns rauszuekeln. Wär ja auch gar kein Problem mit den 50 Restprozenten unserer Getränke, die dürften wir gerne mitnehmen. In diesen formschönen roten, beschichteten Zellulosecontainern, die man uns darbot. Dann sind wir kopfschüttelnd aufgestanden und gegangen.

Thursday, November 20, 2008

Demo!

Heute gab's ne Demo auf der Messe. Die armen Aussteller aus dem
oberesten Stock unserer Halle haben ihren Unmut kundgetan, daß die
Messeleitung sie voll untern Tisch gezogen hätte, weil Ihre Stände ja
soweit weg wären und da nie jemand hinkäme. Na und? Bei uns ist es
alle 60 Minuten unmöglich, ein Kundengespräch zu führen, wenn man
nicht grade die Angewohnheit hat, Leute, von denen man Geld haben
will, aus voller Kehle anzubrüllen.

Aber so eine Demo ist natürlich mal eine prima Gelegenheit mit der
fetten Kamera um den Block zu ziehen und Demonstranten abzulichten.
Einmal hatte ich mich grade so schön in Position gebracht und
angelegt, als sich so ein dämlicher Kerl direkt vor meine nicht grade
leicht zu übersehende Kamera stellt und selbst ein Foto schiessen
will. Anstatt ihm mit dem Tele einen neuen Scheitel zu ziehen hab ich
mich dann aber an meine gute Erziehung erinnert und ihn einfach mal
dezent fotografiert. Serienbilder. 6 Stück pro Sekunde. Nach 2.66
Sekunden hat er sich dann anscheinend schon gefragt, was denn dieses
klacklacklacklack hinter seinem Ohr soll und einen Schritt beseite
gemacht. Hat natürlich geguckt, als wärs eine Unverschämtheit, daß ich
da auch fotografieren wollte und dann auch noch als erster da war.
Echt, manchmal frag ich mich, wieweit dieses Land wohl wäre, wenn die
Briten ihnen nicht Feuer und das Rad gebracht hätten.

One of these days

Es gibt so Tage, da steht man auf dem indischen Herrenklo und wundert
sich, was für ein Schwein es geschafft hat, seine Scheiße über die
gesamte Toilettenwand zu verteilen. Und wenn man dann vorsichtig nach
dem Toilettenpapier greift und die Rolle samt Halter in den Eimer mit
benutztem Klopapier fällt, denkt man: gut daß ich noch eine eigene
Rolle mitgebracht habe...

--
Älle Rechtschreibfehler gehören der Textvervollständigung von Apple!

Wednesday, November 19, 2008

Wo bin ich?

Zugegeben, das ist ne doofe Frage, weil ich natürlich hinter der
Kamera stehe. Aber ich wollte doch mal zeigen, wo wir eigentlich sind.
Ganz hinten rechts, zwischen den beiden oberen Leuchtstoffröhren im
Lupenbild, kann man nämlich mit etwas Phantasie noch eine Ecke von
unserem Vorführgerät ausmachen.

Tuesday, November 18, 2008

Halbzeit!

Das bin ich auf der Messe, mit der Höllenmaschine, die am Stand
gegenüber steht. 20 Minuten pro Stunde Dauerlärm, falls ich das nicht
schonmal erwähnt habe, aber immerhin sind jetzt 4 von 8 Tagen rum.

Ich frag mich, wieso eigentlich kaum jemand, dem ich meine Kamera in
die Hand drücke, es schafft ein scharfes Foto zu schiessen. So schwer
kanns doch nicht sein, den rot blinkenden Punkt in der Mitte auf das
Motiv (hier: mich) zu legen, oder?

Sunday, November 16, 2008

meine aktuelle Position

I am at
http://maps.google.com/maps?q=12.975605,+77.599719


--
Älle Rechtschreibfehler gehören der Textvervollständigung von Apple!

Hier bin ich

Ganz oben rechts, gegenüber von Toyota. Das sind die mit den lauten
Webstühlen. Ernsthaft, die Finger machen einen Krach, daß man seine
eigenen Gedanken nicht mehr hört. Und das für 20 Minuten pro Stunde.

Friday, November 14, 2008

Kann losgehen

Heute schreib ich nix. Erstens bin ich satt und müde, und zweitens hab ich gar nix zu lästern, weil ein paar Inder unseren Stand so schön geputzt haben, daß er fast sogar sauber geworden wär. Das fast lag auch nicht an den Anstrengungen der Inder sondern an der Putzresistenz vom Dreck. Und das Debakel mit der Decke vom Stand vergess ich jetzt einfach mal wohlwollend.

Thursday, November 13, 2008

Welcome to India

Himmel, jetzt bin ich grad mal einen Tag hier, und schon gehn die Inder mir auf den Sack. Dafuer haben die Schlitzaugen einen ganzen Monat gebraucht. Wir haben einen kompletten Tag lang auf unserem Messestand darauf gewartet, dass der mal fertig wird, aber in den 5 Stunden die wir da waren haben die es grade mal geschafft, eine Zwischenwand in unseren Messestand zu ziehen und da eine Tür reinzuhängen. Ey, allein der Anblick von 5 Eingeborenen, die um unsere Gerätekiste rumstehen und mit Kreuzschraubendrehern versuchen, die Torx-Schrauben und Nägel(!!!) rauszudrehen reicht ja eigentlich schon für 3 Blog-Postings. All das nur, weil ich Ihnen verboten habe, die 6cm-Schrauben mit der Brechstange rauszuhebeln, bloss weil ich's ganz nett finde, wenn man seine Exponate auch wieder in intakten Kisten heimschicken kann. Und ich glaube, die Bauteile für den Messestand haben sie vom Spermüll bei der Shanghai-Messe geklaut, so versifft und kaputt wie die aussehen. Mal schaun, vielleicht mach ich noch eine Schlechts-Of-Collage von Ekelfotos von den hässlichsten Messestandsecken. Und wenn man denn irgendjemanden darauf anspricht? 'Ja, das ist hier in Indien immer so...'

Und eins solltet Ihr Euch merken, auch wenn Ihr meint, das wär ja nur hier so: diese Pappnasen, die von Technik, strukturierter Arbeitsweise, Effizienz und Englisch ungefaehr soviel Ahnung haben wie ne Kuh vom Bolzenschussgerät, die gehn ans Telefon wenn Ihr die Hotline von Eurem Telefonanbieter oder IT-Service anruft. Denkt da mal drüber nach.

So, aber genug Inder-Bashing, es gibt ja durchaus auch ein paar nette, intelligente und fleissige Exemplare. Ausserdem muss ich ja von meinen eigenen Heldentaten berichten. Zum Beispiel, als wir festgestellt haben, daß man uns zwar einen Luftdruckschlauch verlegt hatte, aber leider nicht in unseren Stand sondern hinter die Rückwand. Und um den in unseren Stand reinzukriegen haette man entweder drei Stunden warten können, bis der nächste Arbeitstrupp kommt und sich gegenseitig beim Nachdenken über dieses Problem zuschaut, oder man nimmt sich eine Bohrmaschine und bohrt solange kleine Löcher in die Rückwand bis man ein großes Loch hat. Löcherbohren ist nämlich eine kommutative Operation. Oder eine additive?

Als das Loch dann in der Wand war und wir an den Schlauch rankamen, haben wir Bekanntschaft mit Murphy's Gesetz vom Druckluftschlauch und dem Starkstromverteilerkasten gemacht: Ein Druckluftschlauch, der die Möglichkeit hat, sich unwiderruflich unter einem Starkstromverteilerkasten in einem unzugänglich Raum zu verkeilen wird dies unter allen Umständen tun.

Leider war der Raum hinter unserem Stand in der Tat so unzugänglich, daß wir wirklich keinen Inder gefunden haben, den man da hätte reinkriechen lassen können, selbst wenn man die Risiken, die mit dem Rumkriechen an besagter Starstromquelle mal großzügig vernachlässigt hätte. Also hab ich kurzerhand das Teilstück von der Wand, die 5 Inder in stundenlanger Kleinarbeit zusammengeschraubt hatte, wieder rausgenommen und den Schlauch aus seiner mißlichen Lage befreit. Das gab den Kollegen Standbauern dann auch später die Gelegenheit, hinter dem Stand eine Stromquelle für uns abzugreifen - ich frage mich ja immer noch, was die wohl gemacht hätten, wenn ich die Wand nicht zerlegt haette.

So, zum Abschluß, bevor ich nach zwei nahezu schlaffreien Tagen endlich mal ins Bett falle, gibt's jetzt aber auch noch was Positives von hier: Kochen können die saugeil hier. Beim Abendessen im Hotel wollte ich gar nicht aufhören mit Essen. Aber als die anderen (mein exophoner Kollege ist übrigens auch wieder mit am Start) dann ins Bett gegangen sind, hab ich auch mal die Rechnung kommen lassen.

In diesem Sinne: 'nacht!

Tuesday, November 11, 2008

So mag ich die Bahn...

Erst zu spät kommen und dann zu wenig Waggons mitbringen... Gut daß
ich morgen erstmal weg bin.

Sunday, November 2, 2008

Endlich...

... Ist die Welt wieder in Ordnung. Als wir gestern ganz pünktlich und
fahrplanmäßig nach Essen gefahren sind, dachte ich ja schon, ich wär
im falschen Film.

Tuesday, August 5, 2008

Letztes Posting vor der Autobahn!

So, Mittwoch früh ists jetzt, ich warte noch schnell, bis meine DVD
gerippt ist und blogge noch schnell ein bischen was in die Welt
hinaus. Zum Abschluß ist noch mal ein bischen China-Lästern angesagt,
finde ich.

Also, zum einen hab ich ja schon öfter gehört, daß der Chinese an sich
gerne wichtige Sachen wiederholt. Wiederholung zeigt also Wichtigkeit
an. Das hab ich heute dann auch gleich am eigenen Leib erfahren, als
unser Vertreter mir dreizehntausendmal erklärt hat, wie die Autobahnen
rund um Shanghai zusammenhängen (A8 an A5 über A30 zur A11, die noch
mit an der B312 hängt, aber an der richtigen Stelle keine Ausfahrt
hat) und warum wir ausgerechnet diese Strecke fahren (Stau auf allen
anderen Strecken, und weil die A11 an der richtigen Stelle keine
Ausfahrt hat). Irgendwie mußte ich da schon mal ein bischen an seiner
Prioritätenliste zweifeln, denn so oft wie der daß erklärt hat, hätten
es auch (rein Wichtigkeitstechnisch gesehen) die Abschusscodes der
hiesigen nukleoiden Spratzelköppe (ihr wißt was ich meine, aber ich
will die Zensurfilter nicht antriggern) sein können. Und ich wollte
das doch nichtmal wissen. Mal ehrlich, das interessiert doch nen Toten
und vielleicht noch dessen Taxifahrer, wie die blöden Autobahnen
zusammenhängen. Mir reicht's, daß die Yan'An Road von links nach
rechts geht, am Bund endet und man darüber eigentlich überall
hinkommt. Mehr brauch ich ohne internationalen Führerschein gar nicht
zu wissen, nem Taxifahrer könnt ich ja eh den Weg nicht erklären, weil
der mein Englisch nicht verknuseln kann.

Obwohl, der der mich grade heimgefahren hat, vielleicht schon. Der hat
mal Zeichen von Intelligenz gezeigt. Erst hat er meinen Versuch
verstanden, die Straßennamen auszusprechen, dann festgestellt daß ich
ihn ja gar nicht verstehen kann, wenn er mich fragt, ob ich lieber
über die Brücke oder durch den Tunnel möchte (und dann selbstständig
den kürzeren Weg gewählt) und zum Schluß haben wir noch ein paar
englische und chinesische Worte getauscht.

Aber nochmal zurück zu unserem Vertreter: der fragte nämlich beim
Abendessen, ob wir nicht mal ein chinesisches Officepaket installieren
könnten, um was auszuprobieren. Das gäbs doch umsonst zum Runterladen.
Als wir im dann erklärt haben, daß Microsoft da eigentlich schon ganz
gerne ein paar RMB für hätte, hat er groß geguckt und gemeint, hier in
China würden das alle nur runterladen. Und da beschwert sich unsere
Musikindustrie über einen Mangel an Unrechtsbewußtsein bei deutschen
Tauschbörsenbenutzern... naja, ich hab ihn dann strafend angeschaut
und mir ein paar DVDs mit aktuellen Kinofilmen gekauft.

Monday, August 4, 2008

It's a good day to fry...

Hab ja gestern in einer ruhigen Stunde Starship Troopers 3 geguckt.
Mäßiger Film, aber der Titelsong "It's a good day to die",
hingebungsvoll hingeschmettert von einem der Hauptdarsteller, bleibt
doch irgendwie im Kopf hängen...

Naja, wir waren heute auf Kundenbesuch in Suzhou. Auf halbem Weg hat
der Wagen angefangen, uns mit der Temperaturwarnlampe anzublinken,
deshalb sind wir dann mit halber Kraft und ohne Klimaanlage zum
Ersatzauto gefahren. Eine gute Stunde lang. Ohne Klimaanlage. Im
Anzug. Übrigens ohne Klimaanlage. Ganz großer Spaß...

Naja, konnte ja keiner was für. Nicht mal unser Vertreter, eigentlich.
Der war nur schuld, daß mir den ganzen Tag flau im Magen war, der hat
uns nämlich gefahren. Und wie sich das für einen Asiaten gehört, kann
er das nicht sehr gut. Kaum bewußt bemerkbar, aber doch irgendwie sehr
deutlich hat der nämlich auf längeren Geradeausstrecken immer Gas
gegeben und wieder weggenommen, Gas gegeben, weggenommen, Gas
gegeben... naja, Ihr wißt schon. Und das Geruckel kann einem mit der
Zeit echt ganz schön auf den Sack gehen. Ich war jetzt noch nicht ganz
soweit, meinen Unbill durch ein gepflegtes Erbrechen auf seinen Gasfuß
zum Ausdruck zu bringen, aber doch schon drauf und dran zu fragen, ob
der Motor denn wohl in Ordnung sei. Der ruckele so komisch. Eigentlich
haben nur meine exophonen Mitfahrer seinen Gesichtsverlust verhindert,
es ließ mich nämlich niemand zu Wort kommen, als ich grade genug Mut
angesammelt hatte.

Wozu mir gleich noch so eine Unart der hiesigen Autofahrer einfällt:
allgmeines Verhalten bei so ziemlich allen Autofahrern hier auf eine
Situationsveränderung geht nämlich so: Bremsen, denken, reagieren. Wo
unsereins also zum Beispiel beim abrupten Spurwechsel des Vordermannes
denkt "ach, das paaaassst ja noch", gemütlich den Wagen weiterrollen
läßt und gegebenfalls nach einem kurzen Rückspiegelblick sanft die
Spur wecheslt, wird hier erstmal voll gebremst. Dann geguckt was der
Vodermann macht, dann was die Hintermänner machen und dann gewartet
bis der Weg wieder frei ist und man wieder Gas geben und wegnehmen
kann. Womit wir wieder bei meinem letztjährigen Kritikpunkt der in
China üblichen TEAM-Verhaltensweisen sind (so wie in "Toll Ein Anderer
Machts") - erstmal abwarten, ob ich was tun muß oder ob das vielleicht
jemand für mich macht...

Ihr merkt schon, ich fang an, wieder rumzumäkeln. Wird Zeit daß ich
nach Hause komme.

Für den Rest des Abends kann ich nur auf den Post vom letzten Dienstag
verweisen. Gute Nacht!

P.S.: Waren für meinen Kollegen noch in der Apotheke, was für seine
Erkältung holen. Da mußte ich dann doch mal ein Foto von der Auslage
unter der Kasse machen und mich verwundert fragen, welcher
Marketingstratege eine Kondomsorte 'Trojan' nennt...

Sunday, August 3, 2008

Relax

Wenig Highlights heute. Frühstück bei Starbucks (so ein anständiger
Kaffee statt der milchigen Zuckerplörre hier im Hotel ist doch hin und
wieder ein paar Euro wert), ein bischen Souvenirshoppen (war beim
Feilschen nicht gar so erfolgreich wie gestern, aber es ging ja auch
nicht um einen gefälschten Markenartikel) und ein bischen auf dem Bett
rumliegen und Video gucken.

Abends gabs dann (endlich mal wieder) eine gepflegte Ölmassage im
Salon meines Vertrauens (der gleiche wie letztes Jahr) und ein paar
gekühlte Getränke mit Livemusik in der French Concession. Teuer, aber
mal eine nette Abwechslung. Jetzt geh ich ins Bett, morgen geht's auf
Kundenbesuch.

P.S.: eine meine Leserinnen (gelle?) wird sich sicher noch an unsere
gemeinsame Ansicht über Leute erinnern, die von dem was sie hören nur
soviel aufnehmen, um das nächste Stichwort für ihren eigenen
Redeschwall zu finden. Oder einfach nur auf ein Pause warten, um
selbigen loszuwerden, auch wenn die Pause nur ein Komma im Satz ihres
Gesprächspartners ist. Wie ich sie hasse, diese exophonen Typen! Kann
man doch eigentlich nur im Verkauf oder im Management von großen
Telekommunikationsfirmen unterbringen, oder?

P.P.S.: Muss ich exophon wirklich noch erklären? Jemand, der mehr
Schall abgibt, als er aufnimmt... Ich wäre zum Beispiel eher endophon.

Saturday, August 2, 2008

Zwischenurlaub

So, jetzt muß ich doch mal wieder ein bischen zusammenfassen hier. Ist
ja schon wieder Stunden her, seit ich das letzte Mal gebloggt hab.Und
ich muß mich ja auch noch kurz fassen, sonst schläft mir die Hälfte
meiner Leserschaft mit dem ADS wieder mittendrin ein.

Also, Messezusammenfassung: mein persönliches Highlight war ja, zu den
Firmen zu gehen, die unser Standardprüfgerät kopiert haben und mir die
Schrotthaufen anzuschauen. Am Anfang noch ganz unauffällig, weil meine
chinesischen Kollegen meinten, ich sollte mich besser nicht mit meinem
Firmennamensschild zeigen. Die Schisser. Ist ja nicht so, daß es mein
Fehler wär, daß wir die Geräte entwickelt haben, und die Chinesen sie
dann nachgebaut hätten. Also bin ich dann irgendwann zu den
Herstellern hingegangen, hab mich vorgestellt und ihnen gesagt, daß
sie doch sicher nix dagegen hätten, wenn ich mal ein Foto mit ihren
Geräten machen würde. ODER? War dann auch kein Problem. Nur unsere
Chinesen sind aus allen Wolken gefallen, als ich ihnen die Fotos
gezeigt habe.

Das zweite Highlight hatte dann auch mit unserem
vertretungsangestellten Chinesen zu tun, ich nenn ihn hier mal C. Wie
Chinese. War allerdings nicht so sehr ein High-, sondern eher ein
Lowlight. C hat nämlich beim Abbau des Standes mit extremer
Zurschaustellung von Zuschaubereitschaft geglänzt. War schon ein echt
interessanter Anblick, wie er drei Leuten zugeschaut hat, wie sie
Sachen einpacken und sich dann hinterher erstmal setzen mußte. Daß
seine Chefs, die richtig geackert haben (soll nochmal einer behaupten,
Asiaten würden nicht schwitzen - ich hab das Gegenteil gesehen) ihn
nicht mal in die Mangel genommen haben, kann ich nur der hiesigen
Gesichtswahrungs-Mentalitaet zuschreiben.

Aber jetzt, trotz Cs Hilfe, alles in Kisten verpackt und hoffentlich
auf dem Weg nach Europa. Und für uns erstmal zweieinhalb Tage
Wochenende, bevor wir Montag/Dienstag noch ein bischen auf
Kundenbesuch gehen.

Freitag nachmittag waren wir dann noch ein bischen schoppen. Ich hab
langsam Spaß am feilschen, mein Grundsatz ist jetzt "ein Drittel vom
Anfangspreis". Zumindest für Fake-Artikel wie meine neue 'Samsonite'-
Tasche. Wollte nämlich noch ein Umhängetäschchen, damit ich für Geld,
Kamera und Handies nicht ständig den großen Rucksack mit rumschleppen
muß. Die Dame wollte dann erstmal 12 Euro haben, ich hab 4 geboten.
Als ich wegging, war sie bei 5 Euro angekommen, und als ich ein
bischen später wieder vorbeikam und wieder wegging, hat sie mir die
Tasche für 4 Euro nachgeworfen. So ein ganz klein bischen nagt mein
Gewissen ja schon, weil mir der Euro sicher deutlich weniger wehtut
als der Verkäuferin, aber irgendwie hab ich so gar keinen Respekt mehr
vor den Leuten hier, insofern kann ich das verschmerzen.

Freitag abend waren wir dann noch Clubben. Waren mit den Österreicher
Kollegen verabredet und waren uns nicht so ganz klar darüber, daß es
in Shanghai zwei Clubs gibt, die MT heissen. Wir waren natürlich
prompt im falschen, mußten mit dem Kellner um die Tischgebühr
feilschen (60Euro, nur um da zu sitzen), sind wieder gegangen, wurden
in einer anderen Bar von liebreizenden Chinesinnen in EXTREM kurzen
Kleidchen unterhalten, bis sie Drinks von uns ausgegeben haben wollten
(Dongping Road, wenn jemand diese Form der Unterhaltung sucht) und
haben letzten Endes, nach einer kleinen Aufzugschlägerei (mit der wir
aber außer unserer Anwesenheit nix zu tun hatten) unsere Gruppe
gefunden. In dem Club zog auch immer eine Karawane kurzberockter
Damen an den Tischen vorbei, wohl auf der Suche nach einem edlen
Spender, der ihnen Drinks und vielleicht später eine kleine
Schwangerschaft aufdrängen wollte. Haben wir uns aber gespart, uns
waren die Zigarren schon ein bischen teuer...

Tja, und heute waren wir ein bischen durch Shanghai laufen zum
Sightseeing. War aber bei der Hitze in der Sonne kaum auszuhalten.
Abends gabs dann zur Belohnung noch Nudeln und eine kleine
Fussmassage, und ich hab mir mal die Karte von dem Green Massage
Schuppen vom letzten Jahr geholt. Vielleicht laß ich mich da morgen
nochmal gepflegt einölen.

Tuesday, July 29, 2008

Dinner deluxe

Boah Kinners. 3 Stunden Teppanyaki all you can eat. Ich roll jetzt ins
Bett...

Monday, July 28, 2008

Welches Fischerl hättens denn gern?

Nix besonderes heute. War ein bischen hektisch als mittags während
einer Sturm- und Drangphase von Kunden plötzlich zwei Geräte einen
Rappel gekriegt haben, aber ansonsten war nicht viel berichtenswertes.
Abends hat uns unser Vertreter hier zum Essen geladen, und es hat sich
wieder mal gezeigt, daß in einem guten Restaurant, wo ein Chinese
bestellt, auch richtig leckere Sachen auf den Tisch kommen... Selbst
die Shrimps waren schon tot und hatten noch alle Augen ;-) Lustig an
dem Restaurant war, daß man durchs Aquarium (Panorama-Foto demnächst
bei Flickr) laufen und sich seinen persönlichen Fisch aussuchen konnte.

Sunday, July 27, 2008

Neuer Rasierer

Hab grade nochmal schnell meinen neuen Rasierer ausprobiert. Statt
GilheNey jetzt ein Gillette, zumindest sagt das der Aufdruck auf der
Packung. Als ich danach blutüberströmt vor dem Spiegel stand, hab ich
nur gedacht: na, wenigstens hat's nicht so weh getan wie vorgestern...
Gut das ich das heute gemacht hab und nicht morgen früh, so kann ich
wenigstens noch ein bischen warten, bis alles geronnen ist, bevor ich
wieder das Kopfkissen einsaue.
Möchte wirklch jemand das Foto sehen? Ich hab eins gemacht...

Leckerlecker

Hmm, waren grade im Restaurant um die Ecke essen. Das Gute daran: wir
wurden eingeladen. Das noch viel bessere: ich saß neben dem
chinesischen Gastgeber. Erstens hat der nämlich echt gute Sachen
bestellt (hat wohl öfter mit Europäern zu tun ;-)) und zweitens durfte
ich immer als erster probieren, wenn was neues auf den Tisch kam. Und
natürlich hat er mir persönlich mein Ber eingeschenkt ;-) Durfte mich
leider nicht revanchieren, er meinte, mehr als ein halbes Glas
vertrüge er nicht...

Also, ich muss schon sagen, noch schmeckt mir China. Diese Antipathie,
die ich Ende April letzten Jahres hatte, hat sich ein bischen
verflüchtigt, aber ehrlich? Länger als die anvisierten 2 Wochen muß
ich jetzt auch nicht bleiben. Zieht einen ja doch die ein oder andere
Grund zurück (und ich mein jetzt nicht meinen Krawallkater und seinen
fetten Ausreißerhalbbruder)...

Gestern war wir übrigens mal wieder zum Hot-Pot-Essen (Unwissende
dürfen sich das als eine Art Fondue vorstellen). War ja letztes Jahr
ein ziemliches Desaster, mit dem Schock von den lebend aufgespießten
Shrimps und so. Diesmal gab's eine englische Speisekarte mit hübschen
Bildern (statt damals einer schlecht englischsprechenden Bedienung)
und einen Knaben, der die ganze Zeit am Tisch stand und uns das Essen
in den Topf geworfen und wieder rausgefischt hat. Und von unserer
umfangreichen Bestellung kam als erstes... na? Kommt jemand drauf?
Genau, ein Teller aufgespiesster, zuckender Shrimps. Diesmal hatte ich
allerdings kaum Zeit, die Kamera dranzuhalten, bevor der Tischmeister
sich die gepackt und in den Topf befördert hat. Natürlich sind denen
auch vor Schreck wieder die Augen abgefallen und schwammen dann
überall rum, aber immerhin konnten sie uns mit dem Holzspieß im Arsch
nicht in die Suppe kacken. Lecker waren sie aber allemal.

Nach dem Abendessen gab's dann noch die erste Massage dieser Reise. In
einer kleinen Seitenstraße irgendwo mitten in der Innenstadt von
Shanghai, und nur für die Füße. War so ein gemütlicher kleiner
Schuppen, eigentlich nur ein Raum mit zwei Etagen und jeweils 4
Liegen. Da haben dann vier Mädels ne Stunde lang unsere Füße gewaschen
und massiert, und das war mal echt angenehm. Obwohl ich keine von
denen in die Nähe meiner Wirbelsäule lassen würde, das hat mir letztes
Jahr gereicht. Zwischenzeitlich hat meine Kleine mir nämlich ihre
Knöchel in die Sohle gebohrt, daß ich fast in guter alter Judo-Manier
auf der Liege abgeklopft (das heißt im Kampf soviel wie: 'ist ja gut
jetzt, es tut ja schon weh!') hätte. Aber: das ganze für umgerechnet
2 Euro fuffzig. Kann man nicht meckern.

Was noch? Ach ja, heute war das ZDF bei uns am Stand. Ich glaube, die
verfolgen mich. Damals, bei Ericsson, sind die ja auch schon in die
Firma gekommen und haben einen Beitrag fürs Frühstücksfernsehen
gedreht. Heute haben sie ein paar unserer Geräte bei der Arbeit
gefilmt und unseren Geschäftsführer interviewt. Bin ja mal gespannt,
ob das irgendwann gesendet wird. Und ob wir vorab davon erfahren...

Sonst fällt mir nix mehr ein. Bin nicht ganz sicher, ob ich gestern
noch die junge Besenschwingerin erwähnt hatte, die bei uns um den
Stand gefegt hatte, und mir dann beim Staubsaugen zugeschaut hat, als
wär ein Staubsauger die größte Erfindung seit der Entdeckung von
gekochtem Reis (geschniten Brot gibt's ja hier nicht...). Die war echt
luschtig anzuschaun (hat wahrscheinlich das gleiche von mir gedacht),
und als ich fertig war, hat sie sich noch eine Stofftasche von unserem
Stand erschnorrt. Foto? Flickr!

Friday, July 25, 2008

Stonehenge redefined


Stonehenge redefined, originally uploaded by regenschein71.

Heute wurden wir Zeuge, wie eine hochentwickelte europäische Kultur diesen Holzkistenkreis errichtet hat. Wir wissen nicht genau, welchem Zweck er dient, aber die Kisten wurden mit schwerem Gerät und Unmengen von Chinesen an ihre Plätze bewegt. Auf der Seite gibt's also schonmal nix geheimnisvolles...

Was mir hingegen sehr geheimnisvoll erscheint, ist die Tatsache, daß die Chinesen, insbesondere die Männer, alle so glatte Gesichtshaut haben. Das müssen, jedenfalls nach meiner heutigen Erkenntnis, allesamt sauharte Säcke sein, wenn die alle die einheimischen Rasierer benutzen. Ich hatte mir gestern so ein Teil gekauft, weil ich meinen eigenen leider zu Hause vergessen hatte (immerhin sind Rasiergel und After Shave im Gepäck), und den hab ich mir heute mal durchs Gesicht gezogen. Mein erster Gedanke war 'AAAAAAUUUUAAAAAHHH!'. Und der zweite war 'Scheisse. Jetzt mach ich das entweder zu Ende oder geh mit Schneise im Gesicht zum Abendessen'. Hab mich für letztere Variante entschieden und bin nahezu glattrasiert, aber mit ziemlich weichen Knien zum Abendessen erschienen. Immerhin nur 5 Minuten zu spät, aber ich wollte wenigstens die schlimsten Blutungen stillen. Aber das war dann wohl der gerechte Lohn dafür, daß ich mir einen chinesischen Billigrasierer geleistet hab, dessen Name (GilheNey - das letzte n war klein geschrieben, aber von der Höhe von zwei tt) auf 4 Meter Entfernung mit halb zugekniffenen Augen ein wenig an den Gillette Schriftzug erinnert.

Naja, aber vielleicht ist die Angst vorm Rasieren bei den Chinesen schon so fest genetisch verankert, daß denen einfach kein Bart mehr wächst.

Thursday, July 24, 2008

Aufbau

Haben heute unsere Geräte auf dem Messestand aufgebaut. Kein Zuckerschlecken, bei 35 Grad in der Messehalle. Haben mehr geschwitzt als wir nachtrinken konnten und ich fühlte mich wie ein wandelnder Durchlauferhitzer, der nie zum Klo muss. Ab Mittag oder so fing dann die Klimaanlage an zu laufen und es wehte ein stetiger kühler Wind durch die Halle. Ehrlich gesagt war das auch nicht viel besser, würde mich nicht wundern, wenn ich morgen erkältet wär...

Abends waren wir mit unserer chinesischen Begleitdame (von der hiesigen Vertretung) Essen, haben uns zu sechst den Wanst vollgeschlagen und waren 50 Euro ärmer. Zusammen. Also, von einer Explosion der Lebensmittelpreise merkt man zum Glück hier noch nichts, das Preisniveau ist wie letztes Jahr. Dafür merkt man aber, wie schön die Nichtraucherschutzgesetze in Deutschland sind. Letztes Jahr hab ich am Nachbartisch mal einen Chinesen sitzen sehn, der in der einen Hand die Stäbchen und in der anderen Hand die Kippe hielt. Fand ich ziemlich eklig. Heute hab ich so einen an meinem Tisch gesehen, und das war kein Chinese... Ehrlich, Leute die anfangen zu rauchen, während noch Essen auf dem Tisch steht (ohne mal zu fragen, ob's vielleicht jemanden stört), sind mir die Allerliebsten. Noch ein bischen lieber (aber nicht viel) als die, für die Zuhören nur bedeutet, auf eine Pause zu warten um selbst mal was zu sagen.

Naja, und jetzt sitz ich hier und blog vor mich hin, während ich auf den perfekten Zeitpunkt warte, meine Bierdose auszutrinken, die ich mir hier eben geholt habe. Das wäre ungefähr genau dann, wenn's nicht mehr zu kalt (beim Kauf warens etwa gefühlte 12 Kelvin) und noch nicht zu warm (das Zimmer hat grade 25 Grad Celsius) ist. Das heisst, mann muß im richtigen Moment sehr zügig schlucken.

Wednesday, July 23, 2008

Ni hao!

Aus China. Mal wieder. Haben ja sicher schon einige gehört, daß ich mal wieder im Lande des aufsteigenden Ellenbogens bin. Weil die Asiaten sich ja mit einer globalen Textilmaschinenausstellung nicht zufrieden geben wollen, sondern ihre eigene Messe fordern. Also sind wir hier, stellen ein bischen aus und schauen mal, wie gut die abgekupferten Geräte so aussehen. Vielleicht kann man von den Chinesen ja auch mal ein bischen Technik und Know-How abkupfern.

Sind heute angekommen, nach knapp 11 Stunden im Flieger, aber immerhin mit Beinfreiheit. Den XL-Sitzen bei Air Berlin sei Dank. Überhaupt ist Air Berlin durchaus zu empfehlen, Essen war ok, ein Schlaf-Komfort-Paket gab's auch mit Ohrstöpseln, Schlafbrille und Zahnbürste für den Morgen danach, da war's zu verschmerzen daß man die Kopfhörer und das zweite Glas Wein selber zahlen mußte. Ausserdem gab's nette Flugbegleitung, das soll ja auch nicht unerwähnt bleiben ;-)

Der Schock kam dann beim Aussteigen - aus dem netten Flugzeugklima in die knapp 40 Grad heiße Luft mit ungefähr 1000% Luftfeuchte. Wir waren mal am Messestand, der war noch nicht fertiggebaut, und wir mußten den Chinesen beim Zusammenschrauben zugucken. Aber ich sag Euch, davon kann man noch mehr schwitzen als vom puren Festhalten eines Schraubenziehers. Bin dann erstmal in den nächsten Decathlon gestürmt und hab mir eine leichte Hose aus der Trekkingabteilung geholt, in Jeans ist das gar nicht auszuhalten. Vor allem morgen nicht, wenn wir selber anpacken und die Geräte aufstellen müssen.

Danach gab' s noch ein bischen Abendessen, noch schmeckt das chinesische Essen. War allerdings auch ein eher feines Restaurant, da kann man schon ein bischen Geschmack im Essen erwarten. Immerhin mußten wir kein Essen mehr selbst schlachten.

Und jetzt geh ich ins Bett. Ist zwar erst 8 Uhr (14:00 Deutschzeit), aber ich hab im Flieger mal wieder kaum geschlafen, und das sagt mein Körper mir grade eher deutlich.

P.S.: Ach ja, bei Flickr gibt's noch ein paar Fotos: z.B. hier.

Saturday, July 19, 2008

Die Bahn kommt

Also, immer gilt der alte Werbespruch der Bahn nicht. Laut Ansage hat
der letzte Zug nach Aachen wegen der Love Parade 60-70 Minuten
Verspätung. Als ob die Stricher von der Bahn dafür die Love Parade
als Entschuldigung bräuchten.

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Älle Rechtschreibfehler gehören der Textvervollständigung von Apple!

Monday, May 26, 2008

Ölwechsel bitte nicht vergessen!

Heute gibt's mal ein etwas anderes Tierfoto. Waren nämlich spontan in Andalusien, und von da aus, dem Leihwagen sei Dank, in Gibraltar. Und weil wir erst so spät da waren, waren auf dem Upper Rock schon alle Attraktionen geschlossen und der Zugang mit dem eigenen Auto für umsonst.

Da hab ich mir natürlich nicht nehmen lassen, meinen Mietwagen bei den Inselaffen in die Inspektion zu geben. Wahnsinn, ich glaub, über DAS Wortspiel werde ich mich noch den ganzen Tag lang scheckig lachen...

Monday, January 14, 2008

Apres Ski

Hab da noch einen kleinen Nachtrag zum Thema Apres-Ski: eine persoenliche Top-Ten Liste...

Top 10 Absolutely Positively Worst Ever Apres Ski Song Texts:

10 - Finger im Po, Mexico - Mickie Krause
9 - Finger im Po, Mexico - Mickie Krause
8 - Finger im Po, Mexico - Mickie Krause
7 - Finger im Po, Mexico - Mickie Krause
6 - Finger im Po, Mexico - Mickie Krause
5 - Finger im Po, Mexico - Mickie Krause
4 - Finger im Po, Mexico - Mickie Krause
3 - Finger im Po, Mexico - Mickie Krause
2 - Finger im Po, Mexico - Mickie Krause

Und jetzt, unangefochten und mit weitem Abstand an der Spitze, die Nummer Eins!

1 - Finger im Po, Mexico - Mickie Krause


Das erschreckendste daran? Die Melodie geht direkt ins Ohr und der Kack ist auch noch tanzbar. Das heisst, die DJs merken gar nicht, wie scheisse ich das Lied finde...

Sunday, January 13, 2008

Urlaubsbericht

So ein Glueck, noch eine Woche Skiurlaub unbeschadet ueberstanden... hier gibt's die Kurzzusammenfassung:

The Good: Schnee war super, Wetter ok. Bischen Wind, Nebel und Schneefall finde ich ja eh immer toll, dann kommen die ganzen Schoenwetterskifahrer naemlich nicht auf den Berg. Dann hab ich mehr Platz zum Carven, kann mich schoen gemuetlich oben am Kaserer auf die Bretter stellen, ein bischen Anlauf nehmen und mich dann vehement in die erste lange Kurve am Pistenrand entlang schmeissen. Fuehlen, wie die Ski Fahrt aufnehmen waehrend sie sich durch den festgebackenenen Schnee fressen, mich wieder quer zum Hang und ein bischen aufwaerts tragen, bevor ich die Richtung aendere und die naechste Kurve ansetze. Ab dem dritten Turn fangen die Oberschenkel dann an, ein bischen zu brennen und ein paar leichte Hilferufe durch den Endorphinrausch zu schicken, aber das steigert sich hoechstens bis zur Haelfte der Piste runter und dann werd ich drei mit meinen Brettern. Skifahrer-Zen. Irgengwann komm ich unten an, schau den ganzen Berg rauf, den ich grade runtergekachelt bin und denk nur: Boah, geil. Nochmal!

Wenn der Lift bloss nicht so kalt waer...

Apres Ski war auch nicht falsch. Mike und ich haben es natuerlich nicht nehmen lassen, das Sagateam Hintertux eine Woche lang in der Tenne zu vertreten und ab und zu den Laden dann kurz vor dem Abendessen abzuschliessen, nachdem die letzten Gaeste raus waren. Und ich hab festegestellt, dass so ein Tagesprogramm mit Erster auf der Piste, Letzter in der Tenne gar nicht so anstrengend ist, wenn man's dann auch gut sein laesst, und nach dem Abendessen einfach mal den Tag ruhig ausklingen laesst. Muss ich mir fuer's naechste mal merken.

Die Leute in der Truppe waren ok. Meine Zimmergenossen und mein Zimmer waren ein echter Gluecksgriff, aber ich hatte ja auch einen guten Draht zum Teamer der die Zimmerverteilung gemacht hat. Danke dafuer!

The Bad: Hier tauchen Apres Ski und die Leute in der Gruppe leider schon wieder auf. In der Kombination. Waren naemlich immer nur wenige dabei. Ich glaub, das hoechste der Gefuehle waren mal 10 oder 12 Nasen beim Apresski (von 46 Teilnehmern), am letzten Abend, der ja traditionell eigentlich DER Ausgehabend fuer alle ist, waren wir zu dritt (aktive, plus 2 Zuschauer). War eher schwach. Dafuer haben dann die, die nicht beim Apresski waren, nachts gejammert, wenn nicht alle mit in die Disko wollten.

The Ugly: gab's zum Glueck nicht viele, nur so zwei Leutchen, die statt nem Mund ein zweites Arschloch hatten, soviel gequirlte Kacke, wie da rauskam. Aber von denen kann man sich ja fernhalten.

So, und um jetzt nicht so einen schalen Beigeschmack bei den Lesern zu hinterlassen, gibt's zur Aufheiterung noch ein Bildchen von Donnerstag. Da war naemlich BB Juergen (Big Brother, erste Staffel? Ihr erinnert Euch? Na kommt schon, eine meiner Leserinnen hat das geguckt, das weiss ich) in der Tenne und hat ein bischen Show gemacht. Und Autogrammkarten verteilt. Alida war auch da zu Gast, die hab ich aber leider nicht gesehen - schade, die war eigentlich viel huebscher als der Juergen. Moderieren jetzt uebrigens beide bei 9live, wenn das jemanden interessiert...




Oh, und natuerlich: Skifahrn. Zen.