Wednesday, March 28, 2007

So ein Zirkus...

Haeh? Ploetzlich ist die Seite hier weg, wo ich den Text reintippe und Firefox erzaehlt mir, ich haette erfolgreich gepostet. Dabei hab ich doch nirgendwo hingeklickt. Und natuerlich ist nix gepostet, sondern der Browser hat einfach nur mein Geschreibsel gefressen.

Und trotzdem ist es grad schon wieder passiert. Jetzt also nach jedem Satz speichern. Mal gucken, wie oft ich den Text noch schreibe.

Also, wir waren jedenfalls eben im Zirkus. Era - Intersection of Time. Wenn Sie den verpassen, verpassen Sie Shanghai, so die vollmundige Werbeaussage. War auch ganz nett, so eine Mischung aus chinesischer Akrobatik und einem Touch FlicFlac.

Was weniger nett war, waren die Zuschauer. Um halb 8 ging puenktlich die Vorstellung los, und eine Viertelstunde spaeter hoerten die Massen auf, in den Saal zu stroemen. Bis dahin waren die ersten beiden Acts durch und wir haben natuerlich nur die Haelfte gesehen, weil staendig irgendwer im Weg rumstand. Aber das hat man halt von den billigen Plaetzen, nicht nur ist die Perspektive da irgendwie um 90 Grad verdreht, sondern der ganze Poebel rennt einem auch noch immer im Weg rum. Naja, und am Ende der Vorstellung kamen die Artisten alle nochmal in die Manege um zu winken, da standen schon fast alle Zuschauer am Ausgang und haben sich rausgequetscht. Applaudieren? Zeigen, dass einem die Show gefallen hat und die Artisten gute Arbeit geleistet haben? Fehlanzeige. Aber hier klatscht auch keiner im Flugzeug nach der Landung, wahrscheinlich ist das einfach so die Einstelung hier.

Einige dieser Tage

Kennt Ihr diese Tage, wo man so gar keine Lust zu irgendwas hat und alles vor sich herschiebt? Wo man nicht mal sein Tagebuch updated?

Genau, solche hab ich grade. Deswegen nur ein kurzer Statusbericht.

Am Wochenende waren wir in Xi'an. Tonarmee gucken. Schoenes Wetter, recht eindrucksvolles Sightseeing. Haben im Strassenrestaurant mal local food probiert. War super. Echt. Ne wirklich. Ehrlich! Gebratener Glibber und verkohlte Fleischspiesse. Vielleicht sollte ich meine No-McDonalds-Policy nochmal ueberdenken.

Mir ist nochmal aufgefallen, wie gut der Strassenverkehr hier funktioniert. Da alle staendig um die besten Plaetze kaempfen und sich ruecksichtlos durchdraengeln und keiner vor Schreck, dass da noch andere Autos fahren, auf die Bremse steigt, bis sich das Herzklopfen gelegt hat, funktionieren sogar Fahrbahnverengungen von 4 auf eine Spur recht zuegig. Da graut mir ja schon vor der naechsten Baustelle auf den deutschen Autobahnen.

Seit heute morgen hab ich fiese Nacken-/Rueckenschmerzen. Keine Ahnung, ob ich zu viele Massagen hatte oder einfach zuviel in ungesunder Sitzhaltung verbringe, aber nach dem Aufwachen konnte ich mich erstmal kaum bewegen. Wurde im Laufe des morgens besser, aber morgen frueh ists nochmal fast genauso uebel. (Schon lustig, was man fuer zeitliche Satzkonstrukte bilden kann, wenn man seine Postings rueckdatiert ;-))

Waren gestern noch ein letztes Mal im Jinmao Tower, in der Cloud 9 Bar. Inzwischen bin ich der Ueberzeugung, dass der Barmann wirklich nix drauf hat, die Cocktails scmecken durch die Bank kacke. Ausnahmen bestaetigen zwar die Regel, retten die Bar aber auch nicht. Und die Aussicht hab ich jetzt oft genug genossen.

Wednesday, March 21, 2007

Haareschneiden mal anders

War heute beim Friseur. Es war entweder jetzt oder nie, und da ich nicht unbedingt mit langer Zottelmaehne nach Hause kommen wollte, hab ich's einfach mal gewagt. Ging auch ganz gut, auch wenn die Leute da genausoviel Englisch sprachen wie ich Chinesisch. Zunaechst mal wurden ausgiebig die Haare gewaschen. Nicht am Waschbecken, sondern direkt am Spiegel, mit wenig (aber ausreichend) Wasser und ganz ohne mich zu beckleckern. Dabei gabs dann gleich noch ein bischen Kopfmassage und nach dem Ausspuelen der Haare kamen Nacken und Schultern dran. Nett.

Das Haareschneiden war unspektakulaer. Ich hab mit den Fingern gezeigt wieviel er uebrig lassen sollte und der Typ hat soviel abgeschnitten, wie ich gezeigt hab. Was definitv nicht das gleiche war. Fand ich aber nicht gar nicht schlimm, jetzt sind sie naemlich noch lang genug, dass ich nochmal hingehen kann, aber kurz genug, dass es nicht zu warm wird.

Oh, Thema Massage: ich war gestern nochmal bei dem Massagesalon von letzter Woche. Nochmal das dekadente 2-Stunden-Programm. Diesmal hatte ich nen Typen, der war zwar fit und hat mir ordentlich wehgetan, aber irgendwie wirkte er, als wuerde er da nur sein Programm abspulen. No Soul, wie die Alla das treffend formulierte. Das war letzten Freitag besser. Vielleicht wirds doch mal Zeit, andere Oertlichkeiten anzutesten. Irgendwo gabs noch was mit Aromatherapie-Massagen, da konnte man sich dann schoen in Oel einlegen lassen, das klang auch nett.

Irgendwann gibts bestimmt auch wieder mal Bilder. Aber im Moment klappt der Upload zu Flickr irgendwie nicht. Doofes Internet.

Chinesische Speisekarte

Chinesische Speisekarte
Was bittesehr ist ein Chickenbanger?

Boot am Strand


Das Boot lag in Putuoshan am Strand. War gar nicht so leicht, mal ein Bild zu machen, weil sich natuerlich staendig irgendwelche Chinesen ins Bild schoben, um sich mit dem Boot fotografieren zu lassen. Hat keinen interessiert, dass ich das Bild ohne Chinesen machen wollte...

Sunday, March 18, 2007

AGBs

Buche grade Fluege nach Xi'an und bin dabei ueber die AGBs von der Reisewebsite gestolpert. Wo alle anderen kilometerlange Vertraege zusammenzimmern, kommt elong.net mit dem hier aus:

Membership Agreement

1. The user warrants that he or she is of sufficient legal age to enter into a binding contract with eLong.com, and that he or she will meet any conditions and pay any penalties specified if he or she cancels a hotel or air ticket reservation.

2. The user warrants that he or she will never use eLong.com's services or web site in any manner that would violate the laws of the People's Republic of China and/or the country of his or her residence.

3. The user warrants that all information he or she provides to eLong.com is accurate and truthful.

Zhouzhuang

Heute waren wir in Zhouzhuang. Endlich. Morgens frueh mit dem Taxi zum Bushof, direkt einen Bus gekriegt und nach einer Stunde waren wir da. Im Venedig von Shanghai. Das alte Stadtzentrum ist halt von Kanaelen durchzogen auf denen die Touris mit Booten im Kreis rumgepaddelt werden, und in der City selber waelzt man sich von einer Attraktion zur naechsten, in dem man den Menschenmassen durch enge Gassen zwischen den ganzen Souvenirshops durchfolgt. Dafuer waren die Attraktionen, alte Haeuser mit vielen Raeumen, die durch offene Innenhoefchen verbunden waren, ganz interessant.

Bootsfahrt haben wir natuerlich auch gemacht. Viertelstunde sitzen und gucken, und versuchen, den Bootsfuehrer nicht zu animierend anzuschauen, damit er nicht doch vielleicht ein unbezahltes Liedchen anstimmt.

Nach der Rueckkehr so gegen 5 waren wir dann noch einen Happen vietnamesisch essen und dann gings in den Elektronikmarkt, PSPs gucken. Die sind naemlich so ziemlich das einzige, was man hier deutlich billiger kriegt als in Deutschland und wenn man eh schonmal mit dem Gedanken gespielt hat, sich eine zuzulegen, koennte das ja genau das ausschlaggebende Argument sein... War ein bischen schwierig rauszufinden, wo es die denn besonders guenstig gab, weil jeder Haendler ein anders kalkuliertes Paket aus Konsole udn Zubehoer schnuerte, aber immerhin weiss ich jetzt, was man so grob anlegen muss. Plusminus 10 Euro vielleicht, wenn man es wirklich auf den letzten Cent ankommen lassen will.

Friday, March 16, 2007

Auauaua

Heute gabs mal ganz anderes Abendprogramm. Einen Ausflug ins Massagecenter. Zwei Stunden faul im Halbdunkel rumliegen, entspannende Geraeuschkulisse, und von kundigen Haenden kneten lassen. 2 Stunden! Das muss man sich mal wegtun. Fuesse, Arme, Beine, Ruecken, Kopf. Manchmal waer ich zwar gern weggerannt, als die Gute ihre Finger zu tief neben der Wirbelsaule oder in meiner Fusssohle versenkt hat, aber letzten Endes hab ich dann doch tapfer durchgehalten.

Jetzt bin ich 20 Euro aermer. Ich glaub ich geh gleich nochmal.

Monday, March 12, 2007

Klaerungsbedarf

Heute morgen, just als ich meinen Rechner in den Tagesschlaf schicken wollte, hat er sich aufgehaengt. Minuten lang, bis ich die Notbremse gezogen und ihn ausgemacht hab. Keine Reaktion mehr. Das macht der nur ganz selten. Aber wenn, dann nur im unguenstigsten Zeitpunkt.

Dann, weil ich ja eh schon wieder zu spaet war, ist mir der Schnuersenkel abgerissen. Natuerlich nicht so, dass man ihn noch notduerftig zusammenbinden koennte, sondern direkt ueber der Schlaufe. Natuerlich auf der linken Seite, weil ich mit der rechten Hand die erste Schleife beim Binden nicht schlagen kann.

Dann, beim Wiedereinfaedeln, hab ich bei der vorletzten Oese gemerkt, dass ich am Anfang falsch gefaedelt hab. Einfaedeln ging natuerlich nur in einer Richtung, weil das andere Ende ja zerfetzt war.

Da frag ich mich doch: wieso? Wieso passiert so ein Scheiss immer genau dann, wenn man eigentlich keine Zeit dafuer hat? Und warum immer drei Sachen auf einmal? Ich bin sicher, da gibt es eine logische, wissenschaftlich erwiesene Begruendung fuer. Aber welche?

Bitte helft mir. Ich will nicht dumm sterben. Und kommt mir nicht mit Murphy, ich will Fakten, Fakten, Fakten.

Sunday, March 11, 2007

Putuoshan - das Finale

Chinesisches, durchaus geniessbares Fruehstueck im Hotel und um 9 gings auf Richtung grosse goldene Statue. Die haben wir dann nach eineinhalb Stunden Fussmarsch (inklusive Tempelbesichtigungen zwischendurch) gefunden, begutachtet und sind dann Richtung Faehre gegangen. Zweieinhalb Stunden mit dem Schnellboot, dann noch ein bischen Busfahren in Shanghai, einmal bescheissen lassen vom Privattaxifahrer (so einen schnellen Kilometerzaehler hab ich noch nie gesehen. Nach meiner Uhr fuhr der Kerl 130, und nicht 60, wie auf dem Tacho stand) und wir waren wieder zu Hause.

Diesmal hab ich beim Abendessen im Baby Bamboo davon abgesehen, der Bedienung ihren Ketchup aus der Hand zu schlagen. Fand ich sehr nett von mir.

Saturday, March 10, 2007

Tempel Tour-de-Force

Also, wie schon erwaehnt, die Tempel sind doch irgendwie alle gleich. Die gleichen Buddhas, die gleichen anderen Goettlichkeiten, die gleichen Chinesen, die ihre Raeucherstaebchen schwenken, ueberall auf die Knie fallen und Sachen im vorbeigehen anbeten. Ehrlich. Die rennen an einer Reihe von Statuen vorbei, wackeln dabei mit den vor sich gehaltenen Haenden und murmeln irgendwas vor sich hin. En-passant Anbeten, wie der Schachspieler sagen wuerde. Ich frag mich, ob die ganzen Goetter das ueberhaupt mitkriegen.

Zumindest den Buddha, der prominent in der Mitte jedes Tempels sitzt, scheint das ganze Getue immer reichlich zu langweilen. Der sitzt da mit halbgeschlossenen Augen und sieht ungefaehr so aus wie ich im Team Meeting kurz nach dem Mittagessen. Aber mich verehren sie hier ja auch ;-)

Auf den hohen Berg in der Insel sind wir mit der Seilbahn gefahren. Das waren naemlich an die 300 Meter hoch, und soviel Zeit hatten wir ja nicht, deswegen mussten wir uns die koerperliche Ertuechtigung mal sparen. Als ich beim Einsteigen in die Gondel das grosse Doppelmayr Schild gesehen hab, bin ich vor Lachen fast wieder rausgefallen. Gut zu wissen, dass hier im Oesterreicher Qualitaet gebaut wird.

Oben auf dem Berg (und auch nachher beim Abstieg auf der Treppe) haben wir ueberall die Drei-Schritt-Beter gesehen. Die haben immer drei Schritte gemacht und sind dann, je nach koerperlicher Verfassung, auf die Knie in die Verbeugung gefallen oder haben ein bischen mit den Haenden gewackelt. Oder irgendwas dazwischen. Sah maechtig anstrengend aus, ich frag mich wie oft die das machen. Einmal im Jahr? Im Leben?

Die Chinesen kopieren uebrigens nicht nur gute europaeische Qualitaetsarbeit, sondern auch die Natur. Verbesserungen inklusive. Anders kann ich es nicht erklaeren, dass ueberall kleine Felsbrockenartige (aus der Gattung der Grossen Steine) rumlagen, aus denen Tempelgedudel erklang und die ganze Insel beschallte. Oder dass die Laternen aus hochglanzpoliertem Holz samt wunderschoener Maserung beim dranklopfen einen stark metallischen Klang hatten. Oder dass aus den hoechsten Baeumen oben auf den Bergen rundum Mobilfunkantennen wuchsen.

Am Strand waren wir uebrigens auch. Der war normal. Sand, Wasser, kleine Wellen, keine Sonne.

Friday, March 9, 2007

Boetchenfahrt

Dieses Wochenende war Putuoshan angesagt. Laut allen moeglichen Quellen DAS China, was man sich immer vorstellt, idyllische Landschaft, besinnliche Tempelanlagen, hier und da ein Moench.

In meinen Augen die naechste Ansammlung von immergleichen Tempeln, ein paradies fuer die chinesische Anbetungskultur, ein hoeherer Hup-zu-Auto-Quotient als in Shanghai und Horden von Touristen. Jedenfalls am Wochenende.

Aber vielleicht sollte ich bei der Anreise anfangen. Die waer ja fast ins Wasser gefallen, weil ich vergessen hab, mein Handtuch einzupacken. Und das muss ja bei so einer Reise ins Ungewisse schon dabei sein. Wer weiss, vielleicht begegne ich ja tatsaechlich dem gefraessigen Plapperkaefer von Traal, und dann waer ich ja ohne Handtuch, was ich mir vor die Augen wickeln koennte (damit der denkt er sieht mich nicht, weil ich ihn auch nicht sehe), so gut wie aufgefressen. Ausserdem ist so ein nasses Handtuch eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe zur Selbstverteidigung. Und nicht zuletzt kann man es sich vor die Nase binden, um so den giftigen Raeucherstaebchendaempfen zu entgehen.

Letzten Endes haben wir's dann aber doch bis zur Faehre geschafft, die sogar gar nicht so schlimm wie erwartet war. Ich hatte sogar eine 2er-Kabine mit Stefan statt wie befuerchtet eine 4er mit zwei Unbekannten. Um 2200h war dann auch die ganze Infrastruktur an Bord (Restaurant und Kiosk) dicht und ausser schlafen war nicht mehr viel zu machen. Die Toiletten verdienen vielleicht noch eine kleine Randnotiz, die waren naemlich tatsaechlich so furchtbar, wie in allen Reisefuehrern beschrieben. Drei Kabinen, eine durchgehende Rinne im Boden, wo man sich drueberhocken sollte und alles schoen dreckig. Hab dankend verzichtet.

Heute morgen um halb acht waren wir dann auf Putuoshan und um 9 Uhr auf dem Weg zu den Tempeln.

Das Duell

Zwei Maenner. Sie stehen sich gegenueber. Niemand regt sich. Die Spannung ist kaum ertraeglich. Keiner der beiden will sich eine Bloesse geben und die erste Bewegung machen. Keiner dem anderen einen Vorteil verschaffen. Die Zuschauer werden langsam nervoes. Die Kontrahenten starren sich an. Einer zuckt leicht, der andere verschiebt seinen Koerper um Millimeter vorwaerts und dann... kehrt Ruhe ein. Sie starren sich weiter an.

Dumm nur, dass einer der beiden ein Moped und seine Tusse hintendrauf und der andere einen Kinderwagen mit Kind hat. Dumm auch, dass sie sich auf einem 80cm breiten Fussweg gegenueberstehen. Und ganz dumm, dass weder Platz zum Ausweichen da ist, noch jemand an beiden vorbei kann.

Aber was solls. Dann wartet man eben minutenlang, bis irgendwas passiert. Oder irgendwer irgendwas tut. Hauptsache, man muss es nicht selber tun.

Gesehen heute mittag am Einkaufszentrum. Ohne Scheiss.

Wednesday, March 7, 2007

*schuettel*

Huaeh. Da hatte ich mich doch langsam angefangen, mich an die oeffentliche Spuckerei zu gewoehnen, da komm ich in die Toilette in der Firma und finde den Oralauswurf eines unbekannten Kollegen nebem dem Klo. Hallo? Draussen kann ich's ja noch ein ganz klein bischen verstehen, aber wie asi muss man denn sein, um in Gebaeuden alles vollzurotzen Als naechstes machen die hier wahrscheinlich ihre Haufen ins Waschbecken, damit sie nicht so weit laufen muessen.

Schon gut, dass die Wasserleitungen keine Begrenzung fuer die Wassertemperatur haben, so konnte ich mir hinterher wenigsten die Haende anstaendig abkochen.

Sunday, March 4, 2007

Faules Wochenende

Dieses Wochenende ist nicht viel passiert. Eigentlich wollten wir Samstag nach Zhouzhuang fahren, aber als wir Freitag nach langer Odysse die Busticketverkaufsstelle gefunden hatten, war die schon zu. Und Samstag war die Wettervorhersage fuer Sonntag zu schlecht, deswegen haben wir den Trip verschoben.

Also hab ich mir mal ein faules Wochende gemacht. Noch ein paar Fotos sortiert (ich glaube bei den Peru-Bildern vom letzten Jahr bin ich jetzt bei Tag 5 oder so. Von 23. Wer hat bloss die ganzen Bilder geschossen?), dazu ein bischen lesen, fernsehen, das Laufband und die Gewichtemaschine abgenutzt und in der Badewanne rumgelegen. So gehoert das wenn man sich in einem fremden Land mit unzaehligen Sehenswuerdigkeiten aufhaelt. Jaja, ich weiss, ich hab ja auch ein dezent schlechtes Gewissen. Aber nach dem Fress- und Saufgelage vom Freitagabend beim Japaner musste ich mich auch erstmal erholen.

Sonntag abend waren wir nochmal in der Altstadt, wo ein letztes Aufbaeumen der Neujahrsfestlichkeiten stattfand. Da haben wir uns dann mit einer Milliarde Chinesen durch die Gassen gewaelzt, Souvenirs begafft (und zum Teil gekauft), Glueck und Zufriedenheit fuers neue Jahr gesichert und nix anstaendiges gegessen.

Wir wollten naemlich eigentlich vor dem Rundgang erstmal was essen. Leider haben wir erst vor Ort festgestellt, dass das einzige Restaurant, was nicht geschlossen und eine winzige Strassenkuechenklitsche war, mit M anfing und mit cdonalds aufhoerte. Und als wir nach der dritten Runde um den Block immer noch nichts anderes gefunden hatten, sind wir denn halt da eingekehrt. Da hat mein McDonalds-Verprechen (nie wieder in Shanghai!) wohl nicht allzulange gehalten. Naja, immerhin waren wir so gestaerkt fuer den restlichen Abend.

Was ganz lustig war, war der grosse Baum in der Altstadt, wo alle ihre Wunschbaendsel drangeschmissen haben. Da stand halt so ein grosser Baum, und daneben ein Stand, wo man sich Gluecksbringer kaufen konnte. Das waren Metallscheiben mit roten breiten Baendern dran, auf denen stand, was man sich wuenschen konnte. Also Glueck fuer die Arbeit, den Erfolg, die Liebe, allgemeine Glueckseligkeit und weiss der Himmel was noch. Und die Baendchen haben die Leute dann gekauft und in den Baum geschmissen. Ich glaube, wenns haengenblieb, sollte der Wunsch in Erfuellung gehen.

Wobei: wenn ich hier von Werfen spreche, dann nur, weil mir fuer diese angewandte Bewegungslegasthenik kein besseres Wort einfaellt. Da wurde erstmal geposed. Fuers Foto. Dann ausgeholt. Anlauf genommen. Es gab teilsweise gradezu Explosionen von Gliedmassen, die in alle Richtungen wegflogen (unblutig. Keine Sorge). Und dann flog dieses Metall-Stoff-Konstrukt einen halben Meter hoch und 90 Zentimeter weit unter dem Baum durch auf die Strasse. Ehrlich. Ich glaub die Haelfte der Leute hat nicht mal den Baum getroffen.

Andererseits: ich find das Konzept schon praktisch. Wunsch kaufen, werfen, alles wird gut. Da muss man sich wenigstens nicht selbst drum kuemmern. Irgendwer wirds schon richten.

Thursday, March 1, 2007

Dr. No

Zweiter Versuch im Telefonladen heute. Ich hatte einen Zettel mit, auf dem in chinesisch steht, was ich wollte. Chinesische SIM-Karte, mit der man auch nach Deutschland telefonieren und simsen kann. Der Heinzel an der Theke und seine zwei Kollegen lasen den Zettel, auch die leere Rueckseite, und meinte dann "No."...

GAAAAAAAA!

Warum muss ich immer an die Leute kommen, die nur ein Wort Englisch koennen und das unbedingt bei mir ausprobieren muessen?

Immerhin hab ich danach nen leckeren Kaffee bei Starbucks bekommen. Die Thekenfrau hat auch gleich ihren besten Kunden diese Woche wiedererkannt und meine Order fachgerecht antizipiert. Gute Frau. Endlich mal eine, die sich auskennt im Umgang mit Kunden.

Und jetzt ist die Mittagspause rum.