Saturday, January 20, 2007

The boys are out in town

Hui. Grad nach Hause gekommen (also, in das Hotel, was ich grade zu Hause nenne), war doch wieder ein laengerer Abend. Immerhin nicht so Sake-haltig... Wollten eigentlich nach der Arbeit erstmal heim und die Rucksaecke abladen, aber da uns kein Taxi mitnehmen wollte, haben wir dann einfach zu Fuss den Ron im Hotel abgeholt und sind mit Hoch- und U-Bahn Richtung Peoples Square getuckert. Da haben wir dann versucht, in der Hua... Hue... aeh, jedenfalls in einer bekannten Strasse mit vielen Restaurants eins zu finden, was uns zusagte. Was gar nicht so einfach war, weil staendig die Bettler um uns rum liefen und uns Plastikbecher vor die Nase hielten. Dabei wollten wir die gar nicht, wir hatten ja eh noch keine Bierquelle aufgetan. Letzten Endes haben wir uns dann fuer das eine Restaurant entschieden, wo nicht irgendwelche komische Typen vorstanden, die uns reinzulotsen versuchten. Das schoene daran war, die konnten beides: Country und Western. Ne, kleiner Scherz. Aber die hatten Speisekarten in Bildern und in Englisch. Sehr praktisch. Wir haben dann nach 10 Minuten Bedenkzeit (mussten die Bedienung 3 mal wegschicken, sicher ein neuer Rekord in dem Laden - aber die standen immer so geduldig am Tisch rum und wir hatten die Karte nicht mal halb durchgeschaut) ein paar Sachen bestellt die lecker klangen, und die meisten waren's auch. Das bean turd (oder curd?) schmeckte zwar ein bischen nach nichts und von den Shrimps und der Ente und dem Haehnchen musste man die Haelfte wieder ausspucken, weils unzerkaubar war (und bei dem Rind waren so komische lange rechteckige Glibberstreifen drin, mit denen wir nichts anfangen konnten - die Bedienungen haben sich totgelacht, als sie gesehen haben, dass wir die uebrig gelassen haben), aber insgesamt hab ich das Essen unter Essen->positive Erfahrungen abgespeichert. Am Ende kam dann einer der Kellner, der ein bischen Englisch konnte, schnappte sich mein Woerterbuch und wollte wissen, wie man ein paar Worte ausspricht. Ab und zu malte er ein paar chinesische Zeichen dazu auf einen Zettel und wollte dass ich sie ausspreche. Dachte wohl, bloss weil ich in Landessprache nach der Toilette gefragt hab, koennte ich noch mehr davon. Dabei hatte ich grade diesen Satz extra vorher 10 Minuten lang einstudiert.

Die Toilette war auch ein erster Vorgeschmack auf die nicht so westlichen Einrichtungen hier. Bei Ericsson und im Hotel bin ich ja recht verwoehnt, das macht man ja wie zu Hause, aber in dem Lokal gabs ein Pissoir und so Kabinen. Da drin war dann eine kleine Wanne im Boden, mit nem Spritzschutz Richtung Tuer, aber das wars. Ich glaub, ich muss meine Beinmuskulatur noch ein bischen trainieren, bis ich da mal guten Gewissens reingehen kann. Aber immerhin gabs ne Tuer davor. Ist wohl kein Standard hier, je nachdem wo man hingeht.


Bei dem Huehnchengericht beschraenkte sich der Fleischanteil uebrigens nicht nur aufs Fleisch. Da waren auch noch viele Knochen drin (eigentlich fast nur, plus ein bischen Knorpel), dann noch der Kopf von dem Tier und die beiden Fuesse. Sah irgendwie nicht so nahrhaft aus, weil grade an den Fuessen eigentlich ausser Knochen nur ne duenne Hautschicht war. Und selbst die schmeckte wohl nicht so umwerfend (hat Stefan gesagt).

Nach dem Essen wollten wir noch was trinken gehen. Aber wo? Aber wir hatten Glueck, waehrend wir noch so suchend in der Gegend rumguckten, quatschte uns eine kleine Deutsche an, ob wir denn wuessten, wo die Barbarosse-Bar ist. Wussten wir natuerlich nicht. Aber wir haben ihr dann suchen geholfen und sind dann gleich selbst noch in selbigen Laden eingekehrt. Der uebrigens mitten im Park auf einer kleinen Insel in einem See gebaut war, in Form eines kleinen Schloesschens, wuerde ich mal sagen. Sehr huebsch. Die Musik lief unter dem Thema Funk, klang aber irgendwie doch die ganze Zeit gleich, so ein bischen wie bumpfzbumpfzbumpfz. Und fuer das Geld, was wir da fuer 0-3 Bier bezahlt haben, waren wir vorher noch lecker Essen gewesen (inklusive Getraenke). 5 Euro waren schon happig.

Naja. Taxifahrt heim war noch etwas langwieriger, weil die Hochstrasse gesperrt war und sich alle unten durch die normalen Strassen quetschen mussten. Rushhour um Mitternach.

Morgen geht's wieder Richtung Zentrum, diesmal aber zum Besichtigen. Und morgen frueh gibt's mal richtiges Fruehstuecksbuffet. Wenn ich rechtzeitig aufstehe...

2 comments:

  1. ich bin mir ziemlich sicher das ich euch von der Huanghe Lu abgeraten hab. *grusel* Ihr müsst in die Yunnan Lu (geht vom anderen Ende des People Squares ab

    Wiebke

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  2. ach scheisse, yunnan lu hiess die. hab heute versucht, mich an den namen zu erinnern...

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