Und schwupps ist der erste Tag rum. Arbeitstechnisch eine echte Enttäuschung, weil es eigentlich gar nix zu tun gab, außer sich auf eventuell noch kommende Katastrophen vorzubereiten. Aber was soll da schon kommen? Platzende Bäuche, totale Vernichtung? Aber sowas passiert ja nur in Karlsruher Kinos bei der Premiere von Alien-Filmen. Oder Ey-LEIen, wie die freundliche Frau von der telefonischen Kinoauskunft das damals nannte. Hach, das waren noch Zeiten... erinnert sich noch jemand? Daß man mal Tonbandgeräte anrufen konnte, um sich das aktuelle Kinoprogramm oder gar die Uhrzeit vorlesen zu lassen! Wobei ich es ja bei der Kinoauskunft immer besonders nervig fand, daß die immer erst die Zeit, dann das Kino und zum Schluß den Film genannt haben, und zwar dermaßen langatmig, daß ich erst bei Nennung des Filmtitels aus dem Wachkoma hochschreckte und mich fragte: "Ja was? Wann? Wo???" Und mir dann die ganze Ansagenschleife nochmal anhören mußte, inklusive "Kino für Kenner intimer Unterhaltung" im Lux-Kino, was sowieso immer das Gleiche war. Also die Ansage mein ich jetzt, nicht das Kinoprogramm. Ich war natürlich nie im Lux-Kino - wer braucht schon intime Unterhaltung, wenn er Bond, Indy oder eben Ey-LEIens haben kann.
Jedenfalls, ich muß hier mal eben poppen, fand ich das immer total behämmert, daß die nicht einfach den Film zuerst ansagen und man dann in Ruhe Zeit und Ort mitschreiben konnte, und daß ich mir die Ansage immer zwei- bis dreimal anhören mußte. Obwohl das ja marketingteschnisch ziemlich clever war, die haben ja sicher nicht mehr verdient, wenn die Leute schnell auflegten.
Aber irgendwie schweife ich grade etwas ab. Wo ich doch heute soviel erlebt habe. Zum Beispiel habe ich die Dubliner Rush-Hour kennengelernt. Push. Und das Fitnesscenter am Hotel. Push. Und die Speisekarte vom Hotelrestaurant. Die fängt preislich etwa da an, wo die Karte von der Hotelbar aufhört, aber in der Bar gabs nix mehr, deswegen hatte ich leider keine Wahl. In der Fitnesshütte (Pop) gibts einen Haufen Cardio-Geräte aller Art und ein Schwimmbecken, aber nicht viel sonst. Nett, wenn man sich nach einem langen Tag am Rechner die Seele aus dem Leib rennen will, aber für WoF-Verwöhnte nix besonderes. Und die Rush-Hour... da bin ich noch nicht so ganz sicher, ob das eine ganz besonders große Rush-Hour ist oder ob es zwei sind, die sich gegenseitig ablösen. Jedenfalls steht man hierzulande morgens und abends gleichermaßen im Stau, was sicher auch daran liegt, daß die Dubliner es nicht geschafft haben, mal ein paar anständig breite Straßen in die Lndschaft zu pflastern und der gesamte Verkehr sich hier über kleine, einspurige Gassen zwischen den Häusern durchs gesamte Stadtgebiet kämpfen muß.
Ach ja, eins noch bevor ich für heute Schluß mache. An alle, die mir jetzt wieder die Ohren vollnölen, hier wär soviel Text und sie wüßten nicht, was sie damit anfangen sollen: lesen. Gewöhnt Euch dran. Hier gibt es keine Katzen zum Fotographieren.
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